Botang und Fernandes in Freiburg
Kevin-Prince Boateng bei seiner Premiere im Eintracht-Trikot. Bild © Imago

Gut gespielt, zu viele Chancen vergeben und den Videobeweis als Unterstützung: Eintracht Frankfurt holt zum Saisonauftakt einen Punkt in Freiburg - für Jubel sorgte letztlich nur die Einwechslung von Kevin-Prince Boateng.

Die Frankfurter Eintracht ist am Sonntag mit einem Remis in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Bei der Premiere von Kevin-Prince Boateng kam die Mannschaft von Trainer Niko Kovac trotz zahlreicher Chancen nicht über ein 0:0 hinaus.

In einer Druckphase der Gastgeber konnten sich die Hessen auf die Unterstützung der Technik verlassen, als ein Freiburger Treffer von Tim Kleindienst (18.) nach Absprache mit dem Video-Assistenten wieder aberkannt wurde. Vorlagengeber Florian Niederlechner hatte im Abseits gestanden.

Boateng kommt von der Bank

Eintracht-Neuzugang Boateng hatte 833 Tage nach seinem zuvor letzten Bundesliga-Spiel, damals im Trikot des FC Schalke 04, im ausverkauften Schwarzwald-Stadion zum Anpfiff auf der Bank Platz nehmen müssen. Eintracht-Trainer Niko Kovac wechselte den Halbbruder von Weltmeister Jerome Boateng in der 67. Minute unter lautem Jubel der Frankfurter Anhänger ein.

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heimspiel! ist zurück

In der Bundesliga rollt der Ball wieder und auch das heimspiel! des hr-fernsehens ist zurück aus der Sommerpause. Am Sonntag (21.45 Uhr) widmen sich die sportschau und heimspiel! bundesliga dem heimischen Spitzenfußball. Und am Montag (diese Woche um 23 Uhr) gibt es Interviews und Analysen aus der Welt des Sports.

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Der Pokal-Finalist der vergangenen Saison hatte die Sommerpause für einen großen Umbruch genutzt und lief mit sechs Neuzugängen von Beginn an auf. Freiburgs Streich dagegen vertraute beinahe der gleichen ersten Elf wie zuletzt im DFB-Pokal, gab nur im Angriff Kleindienst den Vorzug vor Nils Petersen.

Haller vergibt die Führung

Auf dem Rasen entwickelte sich gleich ein munteres Spiel, in dem die Gäste in der ersten Hälfte den Ton angaben und die klar besseren Chancen hatten.  Vor allem der wuchtige neue Stürmer Sébastien Haller sorgte für Unruhe und Gefahr im Strafraum. Bei einem Schuss des 23-Jährigen streckte sich SC-Torhüter Alexander Schwolow erfolgreich (11. Minute). Nach einer guten halben Stunde setzte sich Haller gegen die SC-Abwehr durch und knallte den Ball an die Latte. Auch ein Kopfball von Defensiv-Zugang Simon Falette hätte die Führung für die Eintracht bringen können (17.).

Auf der Gegenseite half Schiedsrichter Gräfe dann der Videobeweis, um Kleindiensts Treffer zurecht nicht anzuerkennen. Passgeber Niederlechner hatte vor der entscheidenden Hereingabe im Abseits gestanden (17.) - es war der größte Aufreger in der Offensive der Freiburger vor der Pause.

Videobeitrag

Video

zum Video Der Video-Assistent – einfach erklärt

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Eintracht-Defensive hält

Ohne die abgewanderten Leistungsträger Vincenzo Grifo und Maximilian Philipp brachten die Freiburger auch nach dem Wechsel die Defensive der Eintracht wenig in Bedrängnis. Nach einer knappen Stunde schickte Streich, der am Donnerstag seinen Vertrag verlängert hatte, Joker Petersen und später dann auch Marco Terrazzino aufs Feld. Die Begegnung verlor an Qualität. Strafraumszenen wurden seltener.

In der Schlussphase drängten noch mal die Freiburger, Petersen sorgte noch zehn Minuten vor dem Ende noch für einen gefährlichen Abschluss. Ein Tor fiel aber auf beiden Seiten nicht mehr.

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Freiburg - Eintracht 0:0

Freiburg: Schwolow - Lienhart, Schuster, Kempf - Stenzel, Günter, Frantz, Höfler - Niederlechner (78. Terrazzino), Haberer - Kleindienst (58. Petersen)   
Frankfurt: Hradecky - Abraham, Hasebe, Falette (83. Da Costa) - Chandler, Fernandes  Willems- de Guzman, Gacinovic (88. Hrgota), Kamada (67. Boateng) - Haller                       

Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Lienhart - Falette, Fernandes

Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)        
Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)    

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Bundesliga, 20.08.2017, 21.45 Uhr