Bruno Hübner
Bruno Hübner hat zwei Bitten. Ein Sieg gegen die Bayern gehört nicht unbedingt dazu. Bild © Imago

Bei der Frankfurter Eintracht ist man kurz vor der Winterpause wunschlos glücklich. Fast! Sportdirektor Bruno Hübner hat zwei kleine Wünsche, die er noch vor dem Weihnachtsfest erfüllt bekommen möchte.

Bruno Hübner ist ein bescheidener Mensch. Zumindest könnte man das annehmen, wenn man sich die Weihnachtswünsche des Eintracht-Sportdirektors anschaut. Der übersichtliche Wunschzettel umfasst nur zwei Punkte. Oder doch drei Punkte? So viele würde Hübner zumindest in der Bundesliga gerne noch vor dem christlichen Wiegenfest sammeln, um "mit einem ordentlich Polster in die Winterpause zu gehen." Außerdem, beziehungsweise zu vordererst, wünscht sich der 56-Jährige einen Sieg im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Heidenheim (20. Dezember). "Der Pokal hat absolute Priorität. Wir haben gesehen, was das finanziell und an Image bringt", begründete Hübner sein Begehren.

Ancelotti wird vermisst

Während der Sprung ins Viertelfinale gegen einen Zweitligisten eine durchaus machbare Angelegenheit scheint, könnte es mit den drei Punkten in der Liga etwas schwieriger werden. Mit dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04 gastieren vor der Winterpause nämlich noch zwei echte Schwergewichte in der Arena im Frankfurter Stadtwald. Gegner Nummer drei ist der kriselnde Hamburger SV, der zuletzt im heimischen Stadion allerdings zwei Siege in Folge einfuhr. Ein Selbstläufer wird auch das Spiel im hohen Norden nicht.

"Unter Ancelotti waren mir die Bayern sympathischer, weil sie anfälliger waren", scherzte Hübner mit Blick auf die erste der drei Aufgaben am Samstag (15.30 Uhr). Seitdem Jupp Henyckes das Sagen an der Säbener Straße hat, spielt der Rekordmeister wieder gewohnt souverän. "Da haben die Bayern wieder alles richtig gemacht. Wir treffen auf einen übermächtigen Gegner", machte der Sportdirektor nur wenig Hoffnung darauf, dass die gewünschten drei Punkte noch in dieser Woche auf das Habenkonto der Eintracht gebucht werden.

Keine Neuzugänge geplant

Die Hessen gehen das Spiel genau so an, wie eigentlich jedes Spiel gegen die Bayern: Sie wollen kein Weihnachtsschnäppchen werden, sondern sich so teuer wie möglich verkaufen. "Es ist immer schön, wenn die Bayern kommen, aber es ist nicht so schön, wenn sie in so einer Form zu uns kommen. Da treffen schon Welten aufeinander", so Hübner.

Mindestens genauso schwer, wie eine Überraschung gegen die Bayern zu landen, ist es laut Hübner übrigens, einen guten Wintertransfer an Land zu ziehen. "Wir sind zum Glück in der guten Situation, dass wir nicht unter Druck stehen." Zu 95 Prozent werde die Eintracht nicht auf dem Markt aktiv werden. Falls doch, werde man "einen Vorgriff auf die Zukunft" tätigen. Ein neuer Stürmer oder ein zusätzlicher Verteidiger steht jedenfalls nicht auf dem Hübner’schen Weihnachts-Wunschzettel.