Makoto Hasebe auf dem Weg zur Ersatzbank
Welche Rolle spielt Makoto Hasebe in Zukunft bei der Eintracht? Bild © Imago

Im Trainingslager in Spanien läuft der Konkurrenzkampf im Kader von Eintracht Frankfurt auf Hochtouren. Für Makoto Hasebe geht es auch um einen neuen Vertrag.

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246 Bundesligaspiele, 94 Partien in der japanischen J1 League, 19 Mal DFB-Pokal, sechs Einsätze in der Champions League plus weitere im UEFA Cup, der Europa League und der FIFA Club-WM: Mit seinen 33 Jahren hat Makoto Hasebe schon einiges gesehen von der Fußball-Welt. Die Erfahrung und die Qualitäten des Defensivallrounders haben der Hintermannschaft von Eintracht Frankfurt in den vergangenen Jahren immer wieder einen spürbaren Schub an Stabilität verliehen – und dennoch ist seine sportliche Zukunft zu Beginn des Jahres 2018 ungeklärt.

Knapp sechs Monate vor Auslaufen seines Vertrags am 30. Juni gibt es noch keine Tendenz, ob Hasebe noch einmal verlängert oder den Club im Sommer verlassen muss. "Im Moment ist alles offen", sagte er am Mittwoch im Trainingslager an der spanischen Costa Blanca. "Natürlich würde ich gerne weiter bei der Eintracht spielen. Aber wenn der Verein etwas entschieden hat, werde ich alles akzeptieren. Dann überlege ich weiter."

120 lange Minuten bis Weihnachten

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Im gegenwärtigen Konkurrenzkampf im defensiven Mittelfeld der Eintracht hat es selbst ein Routinier wie Hasebe schwer. Seinem großen Pluspunkt, in der Defensive nahezu überall einsetzbar zu sein, steht ein Minuspunkt entgegen: In der Hinrunde der laufenden Saison hat der Japaner wegen Grippe oder Knieproblemen sechs von 17 Spielen verpasst. Gegen Leverkusen (0:1) stand er zwar im Kader, saß aber nur auf der Bank

Immerhin: Im Pokal-Spiel in Heidenheim kurz vor Weihnachten (2:1 n.V.) reichte es sogar für die Maximaldistanz von 120 Minuten. Nach seiner Knie-OP im März des vergangenen Jahres, die ihn bereits in der abgelaufenen Saison zehn Partien in der Liga verpassen ließ, habe er "viel Zeit gebraucht, um wieder fit zu werden", sagte er. "In der Hinrunde lief es mal besser, mal schlechter. Jetzt fühle ich mich gut. In der Rückrunde muss ich auf dem Platz zeigen, dass ich fit bin." 

Großer Traum Weltmeisterschaft

Hasebes Gedanken drehen sich trotzdem bereits jetzt um die Zeit, die nach dem 34. Spieltag kommt. Noch einmal in der japanischen Heimat kicken, auch unabhängig von einer möglichen Vertragsverlängerung bei der Eintracht? "Das kann ich mir vorstellen", sagte er. "Wenn ich ein interessantes Angebot bekomme, kann ich mir vieles vorstellen." Und dann ist da ja auch noch die Weltmeisterschaft, die im Sommer in Russland stattfindet. "Für mich natürlich ein ganz großer Traum", verriet Hasebe. Wen wundert's: Zu Hasebes zahlreichen Einsätzen auf Vereinsebene kommt auch noch die Erfahrung aus 106 Länderspielen hinzu.