Eckfahne mit Logo des KSV Hessen Kassel
Dem KSV Hessen Kassel geht es nicht gut. Bild © Imago

Ein Verein am Ende: Regionalligist Hessen Kassel drücken Verbindlichkeiten in Millionenhöhe. Sollte innerhalb kürzester Zeit kein Geld aufgetrieben werden, sieht es düster aus.

Videobeitrag

Video

zum Video Der Niedergang des KSV Hessen Kassel

Ende des Videobeitrags

Nach dem FSV Frankfurt droht mit dem KSV Hessen Kassel dem zweiten hessischen Traditionsverein innerhalb weniger Wochen das finanzielle Aus. Wie der Regionalligist am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekanntgab, hat der Verein große Probleme, die laufenden Kosten zu decken und zudem Schulden in Höhe von 1,1 Millionen Euro angehäuft. Den Löwen droht die Insolvenz. "Es geht ums Überleben des Vereins", unterstrich Aufsichtsratsmitglied Matthias Hartmann.

Erster Schritt: Insolvenz abwenden

Konkret heißt das: Die Nordhessen müssen in den nächsten zwei Wochen 400.000 Euro auftreiben, um den Etat für die laufende Spielzeit zu decken. Sollte das bis zur Deadline am 17. Mai nicht gelingen, ist der Gang vors Amtsgericht und die Beantragung von Insolvenz nicht zu vermeiden. Dieser Schritt wäre gleichbedeutend mit einer Zerschlagung des Vereins, so Hartmann.

Weitere Informationen

Stellungnahme des Vereins

Der KSV Hessen Kassel hat eine umfangreiche Stellungnahme zur finanziellen Situation und den Perspektiven abgegeben. Die Erklärung finden Sie auf der Homepage des Vereins.

Ende der weiteren Informationen

Oberstes Ziel sei deshalb derzeit, die Insolvenz abzuwenden und den Verein am Leben zu halten. Alle Probleme wären dann aber noch lange nicht gelöst. Da Hauptsponsor Volkswagen definitiv von Bord geht, gibt es große finanzielle Lücken im Budget für die kommende Saison.

Zweiter Schritt: Spielbetrieb sichern

Videobeitrag

Video

zum Video KSV Hessen Kassel droht Insolvenz

Ende des Videobeitrags

Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten könne derzeit nur ein Drittel durch die Einnahmen bei Spielen finanziert werden, für den Rest werde Sponsorengeld benötigt. Dort klafft derzeit ein Loch von rund 900.000 Euro, wie Hartmann klarstellte. Werde dies nicht bis zum 30. Juni durch externe Geldgeber gestopft, sei der Spielbetrieb in der Regionalliga nicht mehr möglich.

Der KSV Hessen Kassel muss schnellstmöglich externe Geldgeber finden, sonst gehen die Lichter wohl aus. Und das nicht zum ersten Mal: Nachdem der Vorgänger-Verein FC Hessen Kassel bereits im Jahr 1997 Konkurs gegangen war, musste der dann neu gegründete KSV Hessen Kassel in der A-Liga neu anfagen. Ein Schicksal, das nun erneut droht.