Die Arena des SVWW in Wiesbaden
Auf eine volle Hütte, wie hier bei der Einweihung im Jahr 2007, hofft der SVWW nach dem Ausbau der Arena. Bild © Imago

In die zweite Liga aufsteigen, aber die Anforderungen ans Stadion nicht erfüllen? Das will der SV Wehen Wiesbaden unbedingt vermeiden. Vom geplanten Arena-Ausbau soll aber nicht nur der Sport profitieren.

Videobeitrag

Video

zum Video Darum will der SV Wehen Wiesbaden sein Stadion ausbauen

Ende des Videobeitrags

Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden will auf lange Sicht in der hessischen Landeshauptstadt ansässig bleiben und die heimische Arena in absehbarer Zeit zweitligatauglich machen. Die Stadion Berliner Straße (SBS) GmbH & Co. KG und die Stadt Wiesbaden schlossen am Donnerstag einen neuen Nutzungsvertrag bis zum 31. Dezember 2047 ab, der die Zukunft des Stadions als Spielstätte des derzeitigen Tabellendritten sichert.

"Dieser neue Nutzungsvertrag ist für Stadt und Verein so wichtig und wertvoll, um Kontinuität herzustellen", betonte Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich auf einer Pressekonferenz. "Der Verein zeigt damit: Wir wollen hier bleiben."

Platz für 15.400 Zuschauer

Der Verein hat bereits im Dezember einen Antrag für den Neubau der Westtribüne eingereicht, um die Gesamtkapazität auf 15.400 Plätze zu erhöhen und damit die Vorgaben der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Lizenzierungsverfahren für die zweite Bundesliga zu erfüllen. Die Baukosten liegen zwischen acht und neun Millionen Euro, das Land Hessen steuert 3,5 Millionen bei.

Weitere Informationen

Mehr im hr-fernsehen

Einen Beitrag über den geplanten Stadionausbau in Wiesbaden sehen Sie auch ab 19.30 Uhr in der hessenschau.

Ende der weiteren Informationen

Die Frage nach einer möglichen Steuerverschwendung angesichts geringer Zuschauerzahlen verneinte Gerich. "Das ist es mit Sicherheit nicht", sagte er am hr-Mikro. "Man arbeitet im Verein hart am Wiederaufstieg. In jedem Fall baut man hier für die Zukunft, und nicht für das heute." Sportlich läuft es für den Drittligisten derzeit gut: Nach 13 Siegen und 43 Punkten aus 23 Spielen rangiert er auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz.

Im Herbst anfangen, 2019 fertig werden

Der neue Nutzungsvertrag bedeute für den SVWW "Planungssicherheit im Bestreben, aus dem fliegenden Bau ein festes Stadion zu entwickeln", sagte Geschäftsführer Thomas Pröckl. "Wir hoffen, im Herbst dieses Jahres mit dem Neubau beginnen zu können, um 2019 fertig zu werden." Dann soll in der Arena nicht nur Fußball gespielt werden, auch Konzerte und andere Veranstaltungen sollen dort dann vermehrt stattfinden.

Wie groß die Bedeutung eines Stadionausbaus für den Club ist, unterstrich Sportdirektor Christian Hock im Gespräch mit dem hr-sport. "Für uns ist das aus sportlicher Sicht absolut notwendig", sagte der 47-Jährige. "Wenn wir den nächsten Schritt gehen und eine Liga höher spielen wollen, dann ist es ein Kriterium, dass wir ein Fassungsvermögen von mindestens 15.000 Zuschauern haben. Wir brauchen kein Stadion auszubauen, um in der dritten Liga zu spielen."