Jahresvorschau
Ob Weltmeisterschaft, Europameisterschaft oder Ligabetrieb: Für Hessens Sportler und Sportlerinnen wird das neue Jahr ziemlich aufregend. Bild © Imago

Träume, Titel und Triumphe – das Sportjahr 2018 hat Potenzial für all das. Worauf sich die hessischen Sportler und ihre Fans freuen dürfen und auf wen in diesem Jahr besondere Herausforderungen warten? Die Antworten im Überblick.

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heimspiel! im hr-fernsehen

Der hessische Sport im Fernsehen: Im heimspiel! sind Sie stets gut informiert. Nach der Winterpause geht es ab 14.1.18 wieder los.

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Nach einer extrem kurzen Vorbereitung auf die Rückrunde startet die Frankfurter Eintracht bereits am 13. Januar mit einem Heimspiel gegen den SC Freiburg. Hinter der Mannschaft von Trainer Niko Kovac liegt eine starke Hinrunde, die sie mit 26 Punkten auf Platz acht und damit nur zwei Punkte hinter dem Tabellendritten Borussia Dortmund abschloss. Der Blick nach oben ist also nicht nur möglich, sondern auch nötig. So wird die erste spannende Frage des Sportjahres aus hessischer Sicht: War die Eintracht nur ein One-Hinrunden-Wonder oder können die Frankfurter auch in der zweiten Saisonhälfte daran anknüpfen?

Kann zufrieden sein: Niko Kovac hebt den Daumen für die Leistungen seiner Spieler.
Gehts für Niko Kovac mit der Eintracht weiter nach oben? Bild © Imago

Comeback der Lilien?

Vom One-Hinrunden-Wonder zum Comeback des vergangenen JahresDirk Schuster ist zurück bei Darmstadt 98. Und auf den Coach wartet in der Rückrunde eine immense Aufgabe. Er soll das Team aus dem Tabellenkeller und vom Abstiegs-Relegationsplatz holen und bestenfalls an einstige Erfolge anknüpfen. Das Ziel lautet Klassenerhalt. Dafür wollen die Verantwortlichen in der Winterpause noch einmal am Kader schrauben. Vor allem in der Defensive sieht Schuster Handlungsbedarf. Bereits während seines ersten Engagements bei den Lilien war die stabile Abwehr der Schlüssel zum Erfolg – vielleicht gelingt den Lilien so auch in diesem Jahr erneut ein Fußballwunder.

Dirk Schuster
Lilien-Trainer Dirk Schuster - mit ihm wollen die Darmstädter an einstige Erfolge anknüpfen Bild © Imago

Hermanns Traum von Gold

Auf ein Wunder muss Tina Hermann nicht hoffen. Sie fährt im Februar als Skeleton-Vizeweltmeisterin zu den Olympischen Spielen nach Pyeongchang und zählt neben ihrer Teamkollegin Jacqueline Lölling zu den Favoriten auf den Sieg. Angesprochen auf eine mögliche Goldmedaille sagt die junge Frau aus Hirzenhain im Lahn-Dill-Kreis: "Das ist der größte Traum, den du dir erfüllen kannst. Mehr geht nicht.“ Auch Biathletin Nadine Horchler und Skispringer Stephan Leyhe träumen noch von den Olympischen Winterspielen. Ob die beiden Willinger allerdings tatsächlich am 9. Februar bei der Eröffnungsfeier in Pyeongchang dabei sein werden, steht noch nicht fest.

Tina Hermann im Eiskanal
Tina Hermann kämpft um Gold Bild © Imago

Can, Mustafi und Süle und die Mission Titelverteidigung

Drei Hessen für den Titel – so oder so ähnlich könnte eine Schlagzeile zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland aussehen. Los geht es am 14. Juni und mit dabei könnten mit Emre Can, Shkodran Mustafi und Niklas Süle dann gleich drei Hessen sein. Für die Mission Titelverteidigung muss sich das Team von Trainer Joachim Löw in der Gruppe F erst einmal gegen Südkorea, Mexiko und Schweden durchsetzen. Bereits im Achtelfinale könnte die Mannschaft dann auf starke Gegner wie etwa Brasilien treffen.  

Imago Can Mustafi
Shkodran Mustafi (li) und Emre Can Bild © Imago

Langes Kampfansage

Mit starken Gegner muss in diesem Jahr auch Ironman-Weltmeister Patrick Lange rechnen. Nach seinem Sieg 2017 auf Hawaii geht der Bad Wildunger in diesem Jahr auch bei der Europameisterschaft in Frankfurt an den Start. Dort kommt es zu einem Wiedersehen mit Jan Frodeno, der mit Lange, aber auch sich selbst seit seinem dramatischen Rennen auf Hawaii im Oktober noch eine Rechnung offen hat. Lange selbst macht das keine Sorgen: "Ich will als Hesse natürlich auch mal das lokale Rennen gewinnen. Aber mein großes Ziel ist es, nochmal den Ironman auf Hawaii zu gewinnen." Das klingt nach einem beachtlichen Vorsatz für 2018 und einer Kampfansage an die Konkurrenz.  

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zum Video Lange: "Als Hesse das lokale Rennen gewinnen"

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Dutkiewicz und Co. bei EM in Berlin

Kampfansage kann auch Pamela Dutkiewicz. "2018? Ich bin hungrig", schrieb die Kasseler Leichtathletin auf ihrer Facebook-Seite. Allerdings muss sich Dutkiewicz diesen Hunger bis August bewahren. Dann finden die Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin statt. Mit dabei ist dann auch die hessische Elite des Sports – von Dutkiewicz über Carolin Schäfer, Claudia Salman-Rath und Kathrin Klaas bis zu Gesa Felicitas Krause.

Pamela Dutkiewicz
Pamela Dutkiewicz Bild © Imago