FG Rhein-Main
Die FG Rhein-Main möchte sich in Bremen von ihrer glanzvollen Seite präsentieren. Bild © FG Rhein-Main

Die besten Lateinformationen geben sich am Samstag bei der Tanz-DM in Bremen die Ehre - und die FG Rhein-Main ist mittendrin. Nach einer halben Ewigkeit gehört eine hessische Mannschaft wieder zum erlesenen Kreis.

An Unterstützung wird es der Formationsgemeinschaft Rhein-Main nicht mangeln. "Es haben sich viele im Vorfeld Karten organisiert. 200 bis 300 Fans werden in Bremen dabei sein", berichtet Oliver Grunert vor der mit Spannung erwarteten Deutschen Meisterschaft. In der Hansestadt erfüllt sich für den Manager der FG Rhein-Main ein großer Traum. "40 Jahre lang mussten wir darauf warten, dass endlich wieder ein Team aus Hessen im Lateinbereich in der Bundesliga vertreten sein wird", sagt Grunert dem hr-sport.

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So läuft die Tanz-DM in Bremen

Im Wertungsteil von 4,5 Minuten müssen alle fünf Lateintänze gezeigt werden. Also Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive. In der Vorrunde ziehen sechs der acht Teams in die Zwischenrunde ein. Für das Finale qualifizieren sich die vier besten Mannschaften.

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Entsprechend groß ist die Vorfreude bei allen Beteiligten der Formationsgemeinschaft, die 2014 aus einem Zusammenschluss der Vereine TSC Metropol Hofheim, TC Blau-Orange Wiesbaden,TSV Fischbach, TSC RW Rüsselsheim und TSA Friedberg entstanden ist. "Egal, wie wir am Ende abschneiden werden. Es ist schon eine große Ehre, überhaupt dabei zu sein", betont Grunert vor dem sportlichen Höhepunkt des Jahres. Die nationalen Titelkämpfe in der mit 5.500 Zuschauern ausverkauften Bremer Halle sind zugleich der Startschuss für die im Januar beginnende Bundesliga-Saison mit insgesamt fünf Turnieren.

Programm-Motto "here and now"

"Ziel wird es sein, am Ende nicht zu den beiden Absteigern zu gehören", gibt Grunert die Marschroute aus. Dabei vertraut er ganz der Erfahrung von Cheftrainer Sebastian Berg, der jahrelang auf höchstem Niveau getanzt hat und selbst mit dem DM-Ausrichter Grün-Gold-Club Bremen 2012 Deutscher Meister und Weltmeister wurde. "Wir wollen jetzt in Bremen zeigen, dass wir in die Bundesliga gehören", verdeutlicht Grunert die Ansprüche. Passend dazu werden die 16-FG-Tänzer ihr neues Programm "here and now" in Bremen präsentieren. "Es soll den Weg beschreiben, denn wir mit der Formationsgemeinschaft genommen haben", meint Grunert rückblickend auf die vor drei Jahren begonnene Erfolgsgeschichte.

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Live im Internet und TV

Das Finale der Deutschen Meisterschaft wird am Samstag ab 22.45 Uhr live im NDR- und RB-Fernehen übertragen. In einem Livestream können Tanzsport-Fans die Zwischenrunde ab 20.10 Uhr verfolgen.

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Gleich im ersten Jahr nach der Gründung der FG Rhein-Main stieg die Mannschaft von der Regionalliga in die 2. Bundesliga auf. In der abgelaufenen Saison fehlte nur eine Wertung zum Sprung in die Eliteliga. Doch weil ein Team aus der Bundesliga zurückzog, rückten die Hessen im vergangenen Sommer nach. Nun also wartet das vorläufige Saison-Highlight in Bremen, wo sich das FG-Team mit sieben anderen Topteams im Lateinbereich messen muss. "Wir wollen die Vorrunde überstehen und mal schauen, was dann in der Zwischenrunde herausspringt. Ein Einzug ins Finale wäre eine Sensation", weiß Grunert um die Übermacht der Konkurrenz. Gastgeber Bremen wurde letztmals vor elf Jahren bezwungen.

15.000 Euro für eigene Musik

Nicht nur viel Trainingsschweiß liegt hinter dem FG-Team, sondern auch finanziell musste einiges in Gang gesetzt werden. "Wir brauchen mehrere Zehntausend Euro, um so eine Formation zu unterhalten", so Grunert. So verschlang unter anderem die eigens für die DM komponierte Musik rund 15.000 Euro. Die Kosten in einer Saison werden durch Auftritte, Sponsoren und Spenden gedeckt.

Doch bei allen wirtschaftlichen Schwierigkeiten hat sich das Projekt sportlich bereits bezahlt gemacht: "Wir haben die guten Tänzerinnen und Tänzer in einem Verein gebündelt. Zudem haben wir eine effektive Nachwuchsförderung etablieren können", so Grunert. Von daher ist die DM-Teilnahme und die kommende Bundesliga-Saison eine Belohnung für die jahrelange Arbeit aller FG-Verantwortlichen.