Katharina Heinig beim Frankfurt Marathon
Katharina Heinig (Mitte) läuft windgeschützt zum Sieg in Frankfurt. Bild © Imago

Ein Sieg für ganz Frankfurt: Lokalmatadorin Katharina Heinig krönt sich beim Marathon in ihrer Heimatstadt zur Deutschen Meisterin. Selbst Sturmtief "Herwart" kann sie nicht stoppen.

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Der geringe Fettanteil am Körper von schmächtigen Marathonläuferinnen hat auch seine Nachteile: Es fehlt an Standfestigkeit. Gerade in Zeiten von Sturm "Herwart", der am Wochenende mit Orkanböen von bis zu 140 km/h durch Deutschland fegte und ein großes Chaos hinterließ, kann das zum Problem werden. "Hinten raus wurde es hart, da hat es einen richtig aus der Gruppe geweht", sagte Katharina Heinig, die den Kampf gegen den Wind im Gegensatz zum Bahnverkehr gewann und nach 2:29:29 Stunden als beste Europäerin und neue Deutsche Meisterin über die Ziellinie des Frankfurt Marathons stürmte.

Ein Sieg im eigenen Wohnzimmer

"Das war ein Hammer-Rennen, es lief perfekt", freute sich die 28 Jahre alte Läuferin der LG Eintracht Frankfurt kurz nach ihren Triumph im windgeschützten Zielbereich der Frankfurter Festhalle. Platz acht, EM-Norm geknackt und dank übergroßem Stirnband noch nicht einmal kalte Ohren bekommen. "Es war wirklich unheimlich windig", so Heinig, die von ihrer Mutter und Marathon-Bundestrainerin Katrin Dörre-Heinig perfekt auf den großen Lauf vor der eigenen Haustür vorbereitet worden war und dann den Heimvorteil ausnutzte.

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Angefeuert von zahlreichen Fans, die sich zusätzlich zu den bei Marathon-Veranstaltungen obligatorischen - und dieses Mal etwas dicker ausgefallenen - Pappschildern mit Regenjacken, Mützen und dicken Schuhen ausgestattet hatten, konnte sich Heinig entscheidend absetzen und auch die favorisierte Fate Tola hinter sich lassen. Die 30-jährige Gelnhäuserin absolvierte die 42,195 Kilometer lange Strecke in 2:30:12 Stunden und wurde in Heinigs Windschatten Neunte. "Es waren mehr Leute an der Strecke als ich gedacht habe. Die haben mich getragen."

Ein Dank an ganz Frankfurt

Und so trotzte Heinig, die der Sportfördergruppe des Landes Hessen angehört, in der Schlussphase sowohl den ungemütlichen äußeren Bedingungen als auch dem inneren Schweinehund und rannte zum größten Erfolg ihrer Karriere. "Ich danke allen, die heute mitgefiebert haben", sagte sie. "Das war ein Sieg von der ganzen Stadt."

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