Rolf Müller und Peter Beuth
Peter Beuth (re.) und Rolf Müller wollen den hessischen Leistungssport voranbringen. Bild © Imago

Die Bedingungen für hessische Leistungssportler sollen besser werden. Bei einer Arbeitstagung in Frankfurt diskutieren Sportler, Trainer, Verbände und Politik über den "Hessischen Weg".

Der Leistungssport-Standort Hessen soll weiter ausgebaut werden, Verbesserungsvorschläge gibt es reichlich. Das ist das Ergebnis der Arbeitstagung "Leistungssport in Hessen – der Hessische Weg", zu der der Landessportbund Hessen am Dienstag nach Frankfurt geladen hatte. "Wir wollen den Leistungssport in Hessen neu aufstellen und dabei die Bedingungen für die Athletinnen und Athleten weiter verbessern", erklärte Hessens Sportminister Peter Beuth (CDU).

Insgesamt 170 Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer, Vertreter aus Sportverbänden, Sportkreisen, Vereinen und der Politik diskutierten gemeinsam über bestehende Probleme und zeigten möglich Lösungen auf. Die eingereichten Vorschläge sollen nun geprüft und dann ins offizielle Leistungssportkonzept aufgenommen werden.

Beuth: Es geht um das Wohl der Sportler

Im Zentrum der Restrukturierungs-Maßnahmen, die nicht als Protest gegen die bundesweiten Vorgaben verstanden werden sollen, wie Landessportbund-Präsident Rolf Müller unterstrich, soll das Wohl der Sportler stehen. "Die Athleten stehen für uns im Mittelpunkt", viele fühlten sich "nicht mitgenommen", so Beuth. Intensivere Kooperationen mit Schulen, frühere Förderung von Talenten, Stärkung der Trainer und klarere Einbeziehung der Sportler – all das ist Teil des "Hessischen Wegs".

Vor allem die Verpflichtung, an im gesamten Bundesgebiet verteilten Stützpunkten verpflichtend trainieren zu müssen, um sich für nationale und internationale Wettbewerbe zu qualifizieren, solle überdacht werden. "Damit werden Athleten nicht nur aus ihrem Lebensumfeld herausgenommen, auch die Unterstützung bei der Wohnungssuche und -finanzierung ist nicht zufriedenstellen", hieß es. "All das scheint meines Erachtens nicht der richtige Weg zu sein", so Beuth.