Timo Boll
Timo Boll gefällt die geplante Reform der Weltrangliste überhaupt nicht. Bild © picture-alliance/dpa

Der Odenwälder Timo Boll hält nicht viel von der geplanten Reform der Tischtennis-Weltrangliste. Bei der Olympia-Qualifikation könne das zu "kuriosen Situationen führen", befürchtet der 36-Jährige.

Tischtennis-Star Timo Boll hat Kritik an der 2018 in Kraft tretenden Neuregelung für die Weltrangliste geübt. "Da werden vor allem die belohnt, die viel spielen", sagte Boll den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagausgaben). "Ich bin kein großer Fan dieser neuen Regelung, da auch nicht mehr unterschieden wird, ob man gegen einen Spitzenspieler oder die Nummer 200 der Welt gewinnt."

Wenn der Weltverband ITTF das durchziehe, "wird das zu kuriosen Situationen führen: zum Beispiel, wenn es darum geht, wer sich über die Weltrangliste für Olympia qualifiziert", betonte der 36-jährige Boll, der seinem Landsmann Dimitrij Ovtcharov den Sprung an die Spitze der Weltrangliste zutraut. "Dima hat in letzter Zeit alles gewonnen - darunter den World Cup -, er würde momentan ohnehin zu Recht ganz oben stehen."