Imago Nadine Horchler
Biathletin Nadine Horchler. Bild © Imago

Der Sensationssieg von Antholz sorgt bei Biathletin Nadine Horchler noch immer für Glücksgefühle. Die Nordhessin zieht aus dem Triumph viel Kraft und hat bereits ein Fernziel im Blick.

Videobeitrag

Video

zum Video Horchler: "Ich bin motiviert für Olympia"

Ende des Videobeitrags

Wenn Nadine Horchler an ihren Weltcup-Triumph von Antholz zurückdenken muss, schlägt der Puls automatisch höher. Diese Bilder, als die 30 Jahre alte Biathletin aus Nordhessen am 21. Januar als Gewinnerin über die Ziellinie fuhr, rufen bei ihr auch noch zwei Monate später Glücksgefühle hervor.

Davon könne man nicht genug bekommen, unterstrich Horscher im hr-heimspiel! am Montagabend, als noch einmal Ausschnitte von ihrem Sensationssieg in Südtirol über den Bildschirm flimmerten. "Das war ein super Ort. Dort habe ich schon vorher meine besten Ergebnisse erzielt", schilderte Horchler.

Freudentränen bei Mutter Ute

Dabei war die Nordhessin erst im allerletzten Moment für den Massenstart nominiert worden. "Ich habe von meinem Start erst einen Tag vorher erfahren und mich wahnsinnig gefreut", erinnerte sich Horchler, die bis dahin als Siegläuferin nicht in Erscheinung getreten war. Allenfalls im IBU, der 2.Liga des Biathlon-Sports.

Dann kam das Rennen in Antholz, das für sie alles veränderte. Und auch im Hause Horchler in Diemelsee für Freudentränen sorgte. "Das war Wahnsinn", sagte Mama Ute Horchler, die schon früh die sportlichen Fähigkeiten ihrer Tochter erkannte und förderte.

Siege als Motivationsspritze

Mit 13 Jahren war Nadine Horchler, die für den SC Willingen startet und in Mittenwald bei Garmisch-Partenkirchen lebt, beste deutsche Nachwuchs-Biathletin ihres Jahrgangs. Doch später im Aktivenbereich wollten sich die Erfolge nicht dauerhaft einstellen.

Sie pendelte zwischen A- und B-Weltcup, flog zwischenzeitlich aus der Sportförderung und dachte zwischenzeitlich sogar ans Aufhören. Doch Horchler bis auf die Zähne und meldete sich in der gerade zu Ende gegangenen Saison eindrucksvoll zurück.

"Noch ein paar Jahre dranhängen"

Neben Platz eins von Antholz triumphierte Horchler Anfang März in Südkorea auch noch mit der deutschen Staffel. Auch wenn sie mit 30 Jahren schon zur älteren Garde im Biathlon-Sport zählt, verschwendet sie keinen Gedanken an ein Karriereende.

Schließlich hat Horchler noch ein großes Ziel vor Augen: die olympischen Winterspiele 2018. Noch ein paar Jahre wolle sie dranhängen. Ihre Siege in diesem Winter würden sie "total motivieren", meinte Horchler mit Blick auf den Trainingsstart im Mai. Die nächste Saison für sie kann also kommen.