Die Schiersteiner Brücke nach der Freigabe der neuen Brückenhälfte für den Verkehr Ende November.
Die Schiersteiner Brücke nach der Freigabe der neuen Brückenhälfte für den Verkehr Ende November. Bild © picture-alliance/dpa

Die Wiesbadener und die Mainzer CDU setzen sich für eine dritte Rheinbrücke zwischen ihren Städten ein. Sie soll den Verkehr verbessern. Einen möglichen Standort nennen die Politiker nicht.

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Die Theodor-Heuss-Brücke und das Mainzer Rheinufer, aufgenommen in Wiesbaden Mainz-Kastel. (Archivbild)

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Die CDU in Wiesbaden hat eine dritte Rheinbrücke zwischen Mainz und Wiesbaden gefordert. Bislang gibt es für den Autoverkehr zwei Brücken, die Theodor-Heuss-Brücke Richtung Mainzer Innenstadt und die A643-Brücke bei Wiesbaden-Schierstein.

Die neue Hälfte der Schiersteiner Brücke war vor etwa einem Monat für den Verkehr freigegeben worden. Als nächstes erfolgt der Abbruch der alten Brücke, an deren Stelle die zweite Brückenhälfte entstehen wird. Rund 90.000 Fahrzeuge passieren im Schnitt täglich die Verbindung über den Rhein zwischen Wiesbaden und Mainz.

Nutzung der neuen Brücke offen

Auch die Mainzer CDU fordert die dritte Rheinbrücke. In einem gemeinsamen Papier der Mainzer und Wiesbadener Christdemokraten heißt es, der Verkehr zwischen den beiden Städten müsse verbessert werden. Auf der neuen Brücke sollen entweder Autos, Busse oder auch eine neue Straßenbahn fahren. Das soll laut CDU untersucht werden, ebenso eine Nutzung für Fahrradfahrer und Fußgänger.

Ein genauer Standort wird nicht vorgeschlagen. Die Fraktionsvorsitzenden der CDU aus Mainz und Wiesbaden kündigten an, mit den Bürgern einen Dialog zur neuen Brücke beginnen zu wollen.

In Wiesbaden hatte die CDU bei den Kommunalwahlen 2016 ihre Stellung als stärkste Kraft im Stadtparlament verloren und war hinter der SPD gelandet. Fast ein Jahr nach der Wahl einigten sich SPD, CDU und Grüne auf eine Kooperation. In Mainz wurde 2014 die CDU stärkste Kraft. SPD, Grüne und FDP setzten jedoch ihre Ampelkoalition fort.

Citybahn in Planung

Derzeit planen Mainz und Wiesbaden die neue Citybahn, die beide Städte stärker verbinden soll. Die Vorplanungen waren kürzlich abgeschlossen worden. Die ersten Bahnen werden nicht vor 2022 fahren.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wiesbaden geht konkrete Planung der Citybahn an

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Das Projekt kostet 305 Millionen Euro. Wie die Wiesbadener und die Mainzer CDU weiter mitteilten, soll die Forderung nach einer neuen Rheinbrücke nicht zu einer Verzögerung der Planungen für die Citybahn führen.

Sendung: hr-iNFO, 29.12.2017, 7.00 Uhr

Ihre Kommentare Braucht es eine dritte Rheinbrücke zwischen Wiesbaden und Mainz?

21 Kommentare

  • Unbedingt!! Die Brücke müsste für alle Verkehrsteilnehmer nutzbar sein. Die AKK Gemeinden ersticken am Verkehr. Eine Brücke hätte schon vor Jahren geplant und gebaut werden müssen.

    Die Theodor-Heuss-Brücke ist für Fußgänger und Fahrradfahrer gefährlich. Als Fußgänger bemerkt man die Fahrradfahrer die von hinten kommen oft nicht. Auch oft sind die Fahrradfahrer zu schnell unterwegs. Keine gute Situation für alle.

    Bis das wieder alles ausdiskutiert ist gehen wieder Jahrzehnte ins Land und passiert nix. :-(

  • nein, es gibt doch dchon eine 3. Brücke , bei Weisenau

  • Mit dem Zählen ist das offenbar so eine Sache. Es gibt im Raum Mainz-Wiesbaden bereits 5 (fünf) Rheinquerungen, 3 (drei) davon für den hier zur Diskussion stehenden Kfz-Individualverkehr.
    Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Rheinquerungen_bei_Mainz

    Nicht zu verstehen ist, wie man das Verkehrsaufkommen durch Ausweitung der Straßenverbindungen noch beherrschen will. Die Autos verschwinden ja nicht oder werden zu Flugobjekten, wenn sie auf dem jeweils anderen Ufer angekommen sind, sie werden weiterhin und noch mehr die Städte und Straßen verstopfen.
    Ein radikales Umdenken ist erforderlich.

    "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."
    (Albert Einstein)

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