RMV-Tickets
RMV-Tickets werden teurer - Einzeltickets in Frankfurt aber beispielsweise 15 Cent günstiger. Bild © hr

Die schlechte Nachricht zum neuen Jahr: Insgesamt steigen die Preise im hessischen Nahverkehr im Schnitt um 1,5 Prozent. Die gute Nachricht: In Wiesbaden und Frankfurt wird das RMV-Tagesticket günstiger - aber nicht alle profitieren davon.

Frankfurter können beim Bahn- und Busfahren im neuen Jahr sparen: Der RMV senkt die Preise - wenn auch nicht alle. Wer einen Einzelfahrschein für Erwachsene kauft, profitiert von einer Preissenkung um 15 Cent, das Ticket kostet nun 2,75 Euro, für Kinder kostet es künftig 1,55 Euro.

Den ganzen Tag fahren für 5,35 Euro

Noch mehr lässt sich mit einer Tageskarte sparen, sie wird sogar um 25 Prozent günstiger und kostet seit dem 1. Januar für das Frankfurter Stadtgebiet nur noch 5,35 Euro. Kinder zahlen für das Tagesticket künftig mit 3 Euro ebenfalls weniger. Für Mainz und Wiesbaden gelten beim Tagesticket die gleichen Preise wie in Frankfurt, Fahrgäste sparen hier 1,35 Euro - bislang kosteteten die Tagestickets 6,70 Euro. Viele RMV-Fahrgäste haben aber nichts von den neuen Preisregeln, etwa Pendler mit Jahreskarten oder Monatstickets. Es profitieren von der Preisänderung also besonders jene, die ab und zu ein Tagesticket lösen und nur im jeweiligen Stadtgebiet unterwegs sein wollen.

Auch beim Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) gibt es eine Änderung der Tarife zum neuen Jahr. Erstmals werden auch hier auf manchen Strecken die Preise gesenkt, weil die Preisstufen 9 und 10 abgeschafft werden. Für längere Strecken wie Schwalmstadt - Kassel gilt dadurch künftig die Preisstufe 8 und die Tickets werden günstiger. Das Multiticket gibt es künftig auch für den Stadtbereich Kassel, zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern können damit das gesamte Wochenende für 7,50 Euro fahren. Das Multiticket Single für Kassel kostet sechs Euro.

Im Schnitt gehen die Preise hoch

Insgesamt gehen beim NVV und beim RMV die Ticketpreise aber nach oben, im Schnitt um 1,5 Prozent. Für das RMV-Gebiet ist das dennoch die bisher niedrigste Preiserhöhung seit 1995. Einen Preisanstieg gibt es etwa bei Fahrten der Preisstufe 2, zum Beispiel von Gießen nach Linden (um 5 Cent auf 2,65 Euro), bei der Preisstufe 3 von Hanau nach Offenbach (um 5 Cent auf 3,20 Euro) oder der Preisstufe 4 beispielsweise von Marburg nach Gießen (um 10 Cent auf 4,90 Euro). Für Fahrten der Preisstufe 7 von Fulda nach Frankfurt steigt der Preis von 15,50 Euro um 30 Cent auf 15,80 Euro.

Schon vor dem Fahrplanwechsel am Montag reagierten Kunden verärgert auf eine neue Regel zur Nutzung eines RMV-Gruppentickets und des Hessentickets. Um einem "Missbrauch wechselnder Mitfahrer" vorzubeugen, verlangt der RMV von Fahrgästen, die ein Gruppenticket nutzen, dass sie händisch die Namen der Mitfahrer auf dem Fahrschein eintragen. Das führt dazu, dass künftig auf dem Ticket nur fünf Personen mitfahren dürfen, die zwischendurch nicht wechseln - also mit Freunden in die Stadt zu fahren und auf dem Rückweg die Eltern mitzunehmen, ist ab 2018 nicht mehr möglich.

Sendung: hr-iNFO, 01.01.2018, 13.00 Uhr