ICE 4
Schrittweise werden neue Fahrzeuge des Typs "ICE 4" eingesetzt. Bild © picture-alliance/dpa

Mit dem Fahrplanwechsel wird es im Bahnverkehr wesentlich mehr direkte Verbindungen von Frankfurt nach Berlin geben. Davon profitiert auch Nordhessen. Außerdem gibt es eine gute Nachricht für Mailand-Reisende.

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Mehr direkte ICE-Verbindungen nach Berlin

Die Deutsche Bahn führt zum 10. Dezember faktisch einen ICE-Halbstundentakt zwischen Frankfurt und Berlin ein. Die Zahl der Direktverbindungen zwischen den beiden Metropolen steigt um 35 Prozent. Bisher fuhr ein ICE pro Stunde plus ein Sprinter-Schnellzug, der außer der Reihe und seltener unterwegs war. Jetzt sollen pro Stunde zwei Züge nach Berlin beziehungsweise retour fahren, einmal die Route Frankfurt – Kassel – Berlin über Braunschweig und einmal über die Schnellfahrstrecke Erfurt.

In diesem Programm sind auch die Sprinterzüge enthalten, die unterwegs nur in Erfurt oder Halle Station machen. Bei ihnen soll sich im Gegensatz zur Strecke durch Nordeutschland die Reisezeit von 3 Stunden 39 Minuten auf 3 Stunden und 55 Minuten verlängern, wie die Berliner Zeitung zuerst berichtete. Und Obacht: Die ICE-Verbindung über Braunschweig beginnt am Frankfurter Flughafen und führt nicht über den Hauptbahnhof, sondern über Frankfurt-Süd.

Bessere Anbindungen für Nordhessen

Ohne Umzusteigen erreichen Reisende ab Bad Hersfeld künftig die Landeshauptstädte Wiesbaden, Mainz und Dresden mit den zweistündlich verkehrenden ICE-Zügen Frankfurt – Leipzig. In Frankfurt halten diese Züge am Hauptbahnhof statt am Südbahnhof. Am späten Abend halten in Bad Hersfeld um 21.15 Uhr aus Dresden und 22.13 Uhr aus Berlin zwei zusätzliche ICE. Reisende ab Kassel und Fulda profitieren von den zwei abendlichen ICE-Fahrten auf der Linie Frankfurt – Berlin und sowie freitags im Winter und Hochsommer von einem neuen touristischen IC-Direktzug in die Kitzbühler Alpen (Kassel-Wilhelmshöhe ab 13.56 Uhr, Fulda ab 14.34 Uhr).

Ohne Umsteigen nach Mailand

Einmal täglich fährt ein Hochgeschwindigkeitszug in ICE-Standard von Frankfurt ins Tessin und nach Italien. Dieser EurocityExpress fährt morgens ab 8.01 Uhr von Frankfurt über Luzern und Lugano und erreicht Mailand gegen 15.35 Uhr - ohne Umsteigen. Der Gegenzug startet um 11.23 Uhr in Mailand und erreicht sein Ziel Frankfurt um 18.59 Uhr. Die Fahrzeit liegt wie die heutige Umsteigeverbindung bei 7 Stunden und 30 Minuten.

Schneller nach Wien

Die Fahrzeit der alle zwei Stunden zwischen Frankfurt und Wien verkehrenden ICE-Züge beträgt künftig weniger als sechseinhalb Stunden, so dass Reisende aus Frankfurt künftig rund 25 Minuten schneller in Wien sind. So erreicht beispielsweise der ICE um 6.21 Uhr ab Frankfurt die Donaumetropole künftig schon um 12.45 Uhr.

Neue ICE-Modelle via Frankfurt

Mit dem Fahrplanwechsel werden schrittweise ICE-Fahrzeuge des neuen Typs "ICE 4" auf der Linie Hamburg – Kassel – Frankfurt – Stuttgart eingesetzt. Bei diesen gibt es pro Fahrt insgesamt 830 Sitzplätze, das sind 100 Sitzplätze mehr als bei den sonst eingesetzten Zügen. Nach Angaben der Bahn können bis zu acht Fahrräder mitgenommen werden. Zunächst sind drei Fahrten pro Tag und Richtung geplant, ab Juni 2018 fünf.

Neue Preise bei der Bahn

Da hat sich die Bahn etwas schön gerechnet: Zum 10. Dezember steigen die Preise ihren Angaben zufolge "durchschnittlich um 0,9 Prozent". Genau genommen steigen jedoch die Flexpreise in der 2. Klasse um durchschnittlich 1,9 Prozent, in der 1. Klasse um durchschnittlich 2,9 Prozent. Bei den Streckenzeitkarten und der BahnCard 100 gibt es Preiserhöhungen um durchschnittlich 1,9 Prozent. Von den Erhöhungen ausgenommen bleiben die am stärksten genutzten Strecken über die Verbindung Karlsruhe–Basel, zum Beispiel Frankfurt/Main–Basel. Die Preise der BahnCard 25 und 50 ändern sich nach Angaben der Bahn ebenfalls nicht, auch nicht die Sparpreise und Kosten für Reservierungen.

Sendung: hr-iNFO 07.12.2017, 11.40 Uhr