Vias-Express im Frankfurter Hauptbahnhof
Vias-Express im Frankfurter Hauptbahnhof. Bild © Imago

Überfüllte Züge und Verspätungen – diese Woche war für viele Pendler in Hessen besonders stressig. Genervt waren vor allem Passagiere auf der Odenwaldstrecke. Besserung ist nur teilweise in Sicht.

Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. So zumindest muss sich der RMV aktuell mit einigen seiner Regionalstrecken fühlen. Vor allem auf der Odenwaldbahn kommt es derzeit regelmäßig zu Engpässen, wie zuerst das Darmstädter Echo berichtete.

Grund sei der Ausfall mehrerer Triebwagen, erklärte RMV-Sprecherin Vanessa Rehermann auf Nachfrage von hessenschau.de. Neben drei Bahnen, die aktuell gewartet werden, sind vier weitere mit verschiedenen Defekten ausgefallen. "Dass so eine Situation für Unmut bei den Reisenden sorgt, ist verständlich", erklärt Rehermann.  

Kritik der Passagiere

Facebookposts mit Pendlerreaktionen zur Odenwaldlinie
Passagiere der Odenwaldlinie machen ihrem Unmut bei Facebook Luft Bild © hessenschau.de

Für die Pendler in Südhessen bedeutet das aktuell überfüllte Züge und Stress bei der Fahrt. Das Verkehrsunternehmen Vias, das die Odenwaldstrecke im Auftrag der RMV betreibt, sah sich deshalb veranlasst, auf die Kritik mit einem Facebookpost zu reagieren. Daraufhin gab es neben weiterer Kritik auch den Wunsch nach mehr Wagen.

Als sei das nicht genug, kam es in dieser Woche auch noch zu Problemen bei Fahrzeugen auf der Rheingaulinie. Ausgerechnet im Berufsverkehr kam es zu einer Störung zwischen Wiesbaden und Frankfurt. Doch hier kann die RMV-Sprecherin Entwarnung geben: "Auf der Rheingaulinie ist wieder alles im Takt."

Erste Besserungen zum Wochenstart

Für die Odenwaldlinie gelte das leider noch nicht. Zwar könne ab Montag wieder ein Triebwagen mehr eingesetzt werden, die volle Kapazität stehe dadurch aber noch nicht wieder bereit. "Ab Montag soll wieder jeder mitfahren können, ein Sitzplatz für jeden kann ich aber leider nicht garantieren", bedauert Rehermann die Situation.  

Sendung: hr1, 12.01.2018, 12.30 Uhr