Werbeprospekt von Opel mit der Aufschrift "Das Motorenangebot"
Wie groß ist der Schadstoffausstoß? Laut Prospekt und in der Realität? Bild © picture-alliance/dpa

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt sieht beim Autobauer Opel keinen Anfangsverdacht auf strafbare Manipulationen der Abgastechnik. Für weitere Ermittlungen gebe es keinen Anlass, so die Behörde.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat ihre Vorermittlungen gegen Verantwortliche bei Opel eingestellt. Das bestätigte eine Behörden-Sprecherin hr-iNFO.

Die Ermittler hätten mehrere Monate lang Dokumente ausgewertet, unter anderem Akten des Abgas-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags. Daraus hätten sich keine Hinweise auf Straftaten wie Betrug oder Verstöße gegen das Umweltstrafrecht ergeben. Deshalb werde die Behörde kein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche bei Opel einleiten.

Auslöser war Strafanzeige der Umwelthilfe

Anlass für die Vorermittlungen war eine Strafanzeige der Deutschen Umwelthilfe im Mai vergangenen Jahres. Die Umwelthilfe verwies auf Abgastests, bei denen Opel-Dieselmodelle unter realen Fahrbedingungen die EU-Schadstoffgrenzwerte deutlich überschritten.

Opel betonte dagegen, dass die Dieselmodelle die gesetzlich vorgeschriebenen Tests im Labor bestanden hätten, Opel-Motoren seien rechtskonform.

Bereits vor zwei Wochen hatten französische Behörden ihre Ermittlungen gegen Opel wegen des Verdachts auf Abgasmanipulation eingestellt. Sie hatten im Zuge des VW-Emmissionsskandals auch andere Hersteller unter die Lupe genommen.

Sendung: hr-iNFO, 04.04.2017, 11.00 Uhr