Kundgebung auf dem Gießener Kirchenplatz
Kundgebung auf dem Gießener Kirchenplatz Bild © Marcus Narloch-Bode/hr

Im Streit um bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal an hessischen Kliniken haben Mitarbeiter in Gießen, Marburg und Frankfurt auch am Mittwoch wieder gestreikt.

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Mitarbeiter des Klinikums Frankfurt-Höchst und des Universitätsklinikums Gießen/Marburg (UGKM) haben ihren Warnstreik wie geplant am Mittwoch fortgesetzt. Bereits am Dienstag hatten rund 700 Angestellte ihre Arbeit niedergelegt - 350 in Gießen, 150 in Marburg und 200 in Frankfurt.

Kampf für bessere Arbeitsbedingungen

In Gießen hatten sich am Mittwochvormittag etwa 200 Beschäftigte zu einer Demonstration und Kundgebung auf dem Kirchenplatz versammelt. Mitarbeiter des Klinikums Frankfurt Höchst planen Besuche in anderen Frankfurter Krankenhäusern.

Hintergrund sind Forderungen der Gewerkschaft Verdi nach einem "Entlastungstarifvertrag", also mehr Personal und besseren Arbeitsbedingungen. Nach Angaben von Verdi fehlen allein am UKGM 800 Stellen. Bundesweit beziffert die Gewerkschaft den Personalmangel in den Krankenhäusern auf 162.000 Stellen, für Hessen liegen laut Verdi keine Gesamtzahlen vor. Schon im September waren Klinik-Mitarbeiter für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gegangen.

Notversorgung gesichert

In Frankfurt wird der Betrieb auch am Mittwoch über eine Notversorgung aufrecht erhalten. Für Gießen und Marburg versichert die UKGM-Geschäftsführung am Dienstag in einer Stellungnahme, die Versorgung der Patienten sei gesichert. Weiter hieß es, der Streik sei "völlig unangemessenen".

Die Klinik habe "bereits Pflegestellen in den Jahren 2016 und 2017 aufgebaut und darüber hinaus ganz aktuell in Gießen 30 und in Marburg 25 Schülern eine Einstellungszusage gegeben." Weitere Maßnahmen müssten auch finanzierbar sein.