Die zur Rhön-Klinikum AG gehörende Uni-Klinik in Gießen.
Bald 100 neue Mitarbeiter im Universitätsklinikum Gießen und Marburg Bild © picture-alliance/dpa

Die Gewerkschaft Verdi und das Uniklinikum Gießen und Marburg haben sich darauf geeinigt, mehr Pflegepersonal einzustellen. Außerdem soll es künftig Springer geben, um erkrankte Mitarbeiter kurzfristig zu ersetzen.

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Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Uniklinikum Gießen und Marburg (UKGM) sind am Montagabend erfolgreich beendet worden. Das teilte die Gewerkschaft mit. Die Tarifpartner einigten sich auf 100 neue Stellen in der Pflege und in anderen nichtärztlichen Bereichen. Außerdem soll es künftig einen Pool an Springern geben, falls Mitarbeiter krank werden. Ein UKGM-Sprecher bestätigte am Dienstag die Einigung, nannte aber keine Details.

Neuerungen sollen ab Mai 2018 gelten

Verdi forderte seit Monaten mehr Personal. Hunderte Mitarbeiter hatten zuletzt im Oktober mehrere Tage gestreikt. Ende Oktober gab es dann die ersten Tarifverhandlungen, bei denen man sich bereits auf über einen Teil der Forderungen geeinigt hatte. So sollen künftig etwa Auszubildende übernommen werden.

Außerdem sollen unter anderem technische Aufgaben nicht an Fremdfirmen vergeben werden. Auch eine weitgehende Arbeitsplatzsicherheit und ein Verbot betriebsbedingter Kündigungen wurden bereits ausgehandelt. Wenn alle Gremien zustimmen, kann der Vertrag, der für die rund 7.000 nichtärztlichen Beschäftigten gilt, im Mai 2018 in Kraft treten.