Ihre Kommentare Ohne Auto auf dem Land - kann das klappen?

11 Kommentare

  • Das Projekt klingt für mich sehr spannend. Wenn es das bei uns gäbe, wäre ich sicher auch dabei. Vor gut 20 Jahren habe ich angefangen mit privatem Carsharing. Daneben nutze ich aus Bequemlichkeitsgründen häufig das Fahrrad - mit dem Auto dauern viele Fahrten einfach länger. Ich kann in der Regel bis vor die Haustür fahren und fürs Rad brauche ich nicht umständlich nach einem Parkplatz suchen. Zwei große Fahrradtaschen hinten und zwei am Vorderradgepäckträger erlauben auch größere Einkäufe. Dazu eine atmungsaktive Jacke und Hose und Überzieher für die Schuhe. Es regnet aber nur selten im Jahr wirklich heftig. Schwierig wird es bei viel Schnee oder Eis und nicht jeder hat Spikesreifen wie ich.
    Erst einmal finde ich den Versuch positiv, das Verkehrskonzept auszuprobieren. Natürlich ist das Projekt optimierbar. Ich bin gespannt auf die Erfahrungen.

  • alles schön und gut aber auch hier wieder :
    zwischen auto und fahrrad (auch e.bike) gibt es eine leistungs-lücke
    diese könnten motor-roller schließen
    konventionelle und auch mit e-antrieb
    aber warum auch immer,
    auch bau diesem konzept wird dieses verkehrmittel total ignoriert ...

  • "thgoodlife" bringt es auf den Punkt - das taugt eben nicht für jedes Wetter. Und diese Immergut-Propaganda ist wirklich unangebracht. Das soll etwas schöngeredet werden, was es nicht ist. Und man hat es halt auch mal gern bequem. Warum muß einem ständig jemand einreden, man soll nicht autofahren? Diese Dauermissioniererei geht mir auf die Nerven, das kann ja wohl jeder selber entscheiden.

  • Jesberg ist doch überhaupt nicht Land. Das ist mit 2500 Einwohner eher eine kleine Stadt.
    Wir haben in unserem Dorf Glück: wir haben noch ein Lebensmittelgeschäft. 3 Nachbardörfer nicht mehr. Wenn bei uns das Geschäft zumacht, müssen wir zwar nur 3 km entfernt zum nächsten REWE. Der Rückweg ist aber so steil, daß es nur Menschen mit guter Kondition und wenig Gepäck schaffen. Und Car-Sharing wird bei 800 Einwohnern mit einem hohen Anteil an alten Menschen bestimmt nicht zustande kommen.
    PS: Ich habe ein Pedelec und fahre jeden Tag diesen Berg damit hoch.

  • DAS wird NIXX !
    Automobil-Industrie einschl. der Händler und Reparaturwerkstätten werden schon geeignete Mittel dagegen einsetzen !!
    Und wie soll der nette Nachbar von Nebenan zeigen, welchen tollen,großen und teueren Luxus
    Luxus-Van er nun, wenn auch unbeholfen, durch die Straßen steuern darf ??
    Wie soll die daheimgebliebene Mutti nun ihr Kind die 200 Meter in den Kindergarten oder Tennisplatz bringen ? wie soll die moderne Frau nun morgens zur Aerobic-Stunde kommen ?
    WIR sind schließlich etwas !!

  • Solche Projekte sind sicher toll, aber auf dem Land ist man ohne Auto häufig aufgeschmissen. Sei es um zur Arbeit kommen (Arbeitsplätze außerhalb von Ballungszentren sind rar) oder bloß um den Einkauf zu erledigen. Ich kenne bedingt durch das Wochenendhaus meiner Eltern und meinen Urlaub die Vogelsberger Region rund um Schotten und Gedern sehr gut. Alleine zum Supermarkt zu kommen bedeutete jeweils 10 km und mindestens 15 Minuten im Auto. Buslinien verkehren in manchen Ortschaften gar nicht und selbst zum nächstgelegenen Bahnhof in Nidda zu kommen (von dem aus man noch gut 90 Minuten bis Frankfurt braucht) ist ohne Taxi oder Auto quasi unmöglich. Kommt noch dazu, dass Fahrrad fahren gerade für ältere Menschen schlecht geeignet ist. Wer zum Beispiel mit Ach und Krach sich selbst auf einem Tiefeinsteigerrad halbwegs verkehrssicher bewegen kann, wäre mit einem motorisierten Lastenrad mit 20 kg Einkäufen drin völlig überfordert.

  • Warum nur ist auf den Fotos für solche Fahrrad-Projekte immer trockenes, warmes Wetter?

  • Tolle Idee! Nicht jammern, sondern machen. Auch die Integration der Flüchtlinge durch eine sinnvolle Tätigkeit finde ich klasse.
    Respekt! Hoffe, es folgen viele weitere Gemeinden.

  • Ein Leben ohne Auto ist möglich! Auch auf dem Land. Die Jesberger zeigen, wie es gehen kann. Wichtig ist doch nur, dass die Angebote da sind. Ob man sie nun nutzt, oder nicht, kann jeder selbst entscheiden. Gerade bei Thema Mobilität sind Ideen gefragt - und hier hatte jemand gute Ideen! Super!

  • Ja. Und die anfängliche Scheu wird durch den wieder intensivierten Kontakt untereinander schnell einem gesteigerten Gemeinschaftssinn weichen. Hilfsbereitschaft und Unterstützung im Dorf, auf den Nachbarn und Mitbürger achten, das angenehme Gefühl in einer guten und funktionierenden Gemeinschaft zu leben, ist doch was so viele Menschen schmerzlich vermissen. Dazu werden erheblich Kosten eingespart und die Umwelt entlastet. Natürlich ist der persönliche Einsatz entscheidend. Doch die Vorteile insgesamt werden auch entscheidend das Wohlbefinden im Ort steigen. Sehr gute Idee finde ich.

  • Ja, wenn genügend Menschen mitmachen und sich solidarisch zeigen, dann kann das klappen und zu einem besseren Miteinander führen.

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