Salzwassereinleitung
Das Salzabwasser von K+S wird auch in die Werra eingeleitet. Bild © picture-alliance/dpa

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S mit Sitz in Kassel profitiert von einer leichteren Entsorgung salzhaltiger Abwässer. Dabei standen hinter mehreren Entsorgungswegen lange Fragezeichen.

Wegen der leichteren Entsorgung könne er mehr produzieren und mehr profitable Düngemittel verkaufen, teilte der weltgrößte Salzhersteller am Mittwoch in Kassel mit. Die Entsorgung von Salzabwässern ist seit Jahren ein Schwachpunkt des Konzerns. K+S musste seine Produktion in der Vergangenheit schon drosseln oder teilweise gar stoppen.

K+S setzt auf mehrere Entsorgungswege: die Versenkung im Untergrund, die Einleitung in die Werra, den Abtransport per Lastwagen und Bahn. Feste Rückstände werden auf Halde gelegt. Niedrige Wasserstände in der Werra begrenzten allerdings zeitweise die Einleitung der Abwässer, für die Versenkung fehlte zeitweise eine Erlaubnis.

Zugriff auf übliche Entsorgungswege

Jetzt hat der Konzern aber Zugriff auf alle üblichen Entsorgungswege: Bis 2021 darf K+S Abfälle versenken. Den laufenden Rechtsstreit um die Genehmigung wollen das Unternehmen, die thüringische Gemeinde Gerstungen und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) außergerichtlich beilegen.

Die Halden am Standort Philippstal-Hattdorf in Osthessen wären Mitte des kommenden Jahres zwar an ihre Grenzen gestoßen. Doch K+S hat bereits die Erlaubnis für Vorarbeiten einer Erweiterung bekommen, bestätigte das Regierungspräsidium Nordhessen. Anfang 2018 werde die endgültige Entscheidung fallen. Man sei zuversichtlich, "dass es zu keinen negativen Auswirkungen auf die Produktion kommen wird", sagte ein K+S-Sprecher.

Umsatz steigt

Im dritten Quartal konnte das Unternehmen den Umsatz steigern. Das Ergebnis sei vor allem den Kali- und Magnesiumprodukten zu verdanken, hieß es. Denn die Streusalzlager der Kommunen sind durch den milden Winter voll. Für das Gesamtjahr erwartet K+S weiter steigende Gewinne und Umsätze.