Ein Schild mit der Aufschrift Umwelt-Zone wird aufgehängt.
Schild zur Umweltzone (Archivbild) Bild © picture-alliance/dpa

In Limburg tritt Anfang kommenden Jahres die Umweltzone in Kraft. Dann dürfen nur noch Autos mit grüner Plakette in die Stadt. Das bleibt allerdings nicht die einzige Maßnahme.

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Das Umweltministerium in Wiesbaden teilte am Montag mit, dass die Umweltzone in Limburg zum 1. Januar 2018 in Kraft trete. Alle Bürger hätten das Recht auf saubere Luft, sagte Ministerin Priska Hinz (Grüne). "Doch gerade in den Innenstädten werden immer noch Grenzwerte überschritten."

Damit dürfen in die Limburger Innenstadt ab Januar nur noch Fahrzeuge mit grüner Umweltplakette fahren. Limburg wird damit die sechste Stadt in Hessen mit einer Umweltzone. Umweltzonen gibt es bereits in Darmstadt, Frankfurt, Marburg und Offenbach. Wiesbaden hat eine gemeinsame Umweltzone mit Mainz.

"Effektiver wäre die blaue Plakette"

Hinz selbst geht die Beschränkung auf Fahrzeuge mit grüner Plakette allerdings nicht weit genug: "Effektiver für die Verbesserung der Luftqualität wäre die Einführung einer blauen Plakette." Der Bund verweigere aber bisher die notwendige Änderung der Kennzeichnungsverordnung.

Auch ein diskutiertes Lkw-Verbot für die Innenstadt wird es nicht geben, wie die Stadt Limburg mitteilte. Andere Verkehrsknotenpunkte würden sonst überlastet werden. Außerdem steige dort dann die Lärm- und Schadstoffbelastung.

Busflotte muss modernisiert werden

Jedoch stehen in der Fortschreibung des Luftreinhalteplans der Landesregierung neben der Umweltzone noch weitere Maßnahmen für eine bessere Luftqualität. Um die Stickstoffdioxid-Immissionen zu senken, soll unter anderem die Limburger Busflotte bis 2020 auf den Euro-VI-Standard umgestellt und modernisiert werden.

Die Maßnahmen zur Luftverbesserung sind nötig, weil die Luftqualität in Limburg immer wieder zu schlecht ist. An der Messstelle Schiede wurde im vergangenen Jahr mit rund 60 Mikrogramm einer der höchsten Stickstoffdioxid-Werte in ganz Hessen gemessen. Auch 2014 betrug der Jahresmittelwert 63 Mikrogramm. Hauptverursacher der Schadstoffe ist der Straßenverkehr, vor allem Dieselfahrzeuge.