Hängebrücke in Österreich
Wie hier im österreichischen Reutte soll es auch bald in Rotenburg aussehen. Bild © Imago

50 Meter hoch, 540 Meter lang: In Rotenburg an der Fulda könnte bald eine gigantische Fußgänger-Hängebrücke das Kottenbachtal überspannen. Ein Investor steht bereit, auch bei der Stadt stoßen die Pläne auf Zustimmung.

Es wäre die neue Touristenattraktion im osthessischen Rotenburg: Eine 540 Meter lange Fußgänger-Hängebrücke könnte künftig in rund 50 Metern Höhe das Kottenbachtal überspannen, wie die Erste Stadträtin Ursula Ender (CDU) am Mittwoch sagte. Sie bestätigte damit eine entsprechende Meldung der HNA.

Entscheidung noch im Oktober

Ein Investor, der noch nicht genannt werden möchte, wolle das Projekt finanzieren, sagte Ender. Die Gruppe Göbel Hotels, die mit dem Projekt in Verbindung gebracht wird, wollte sich zunächst nicht dazu äußern. Es sei noch nichts spruchreif. Ender betonte, die Stadt begrüße die Pläne: "Wir sehen das sehr positiv." Kalkuliert werde laut Bericht mit etwa 35.000 Besuchern pro Jahr.

Die Rotenburger Stadtverordneten werden am 26. Oktober über das Projekt beraten, wie Ender weiter mitteilte. Nach Erstellung eines Bebauungsplans könnte unter optimalen Voraussetzungen theoretisch schon nach einem halben Jahr mit der Umsetzung begonnen werden, erklärte ein Sprecher des Bauamts auf Nachfrage von hessenschau.de.

Österreichische Brücke im Guinness Buch

Fußgänger-Hängebrücken sind häufiger Touristenmagnete. Je nach Konstruktion schmücken sich verschiedene Orte weltweit damit, das längste Bauwerk zu haben. Im Juli öffnete in Randa (Schweiz) die 494 Meter lange und 85 Meter hohe "Charles Kuonen Hängebrücke".

Die "highline 179" in Reutte in Tirol (Österreich) ist 406 Meter lang und 114 Meter hoch und schaffte es 2014 ins Guinness Buch der Rekorde als "längste Fußgängerhängebrücke im Tibet-Stil". Im Mai eröffnete an der Rappbodetalsperre im Harz eine 485 Meter lange Hängebrücke.