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OB Peter Feldmann

Anfangsverdacht gegen OB Feldmann

In der AWO-Affäre gerät Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) weiter unter Druck. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach hr-Informationen vom Freitag nun offiziell wegen des Anfangsverdachts der Vorteilnahme gegen den OB. Auch gegen Feldmanns Frau leitete die Ermittlungsbehörde ein Verfahren wegen der Beihilfe zur Vorteilsnahme ein. Gegen eine weitere verantwortliche Person der Arbeiterwohlfahrt werde wegen Vorteilsgewährung ermittelt. Das Verfahren laufe seit Februar, Feldmann sei jetzt darüber informiert worden.

Es geht laut Staatsanwaltschaft darum, dass Zübeyde Feldmann als Leiterin einer Kita ein überhöhtes Gehalt und einen Dienstwagen gestellt bekam - und das im Beisein und mit Einverständnis des Frankfurter OBs. Der AWO-Verantwortliche habe das gewährt, weil er das Wohlwollen Feldmanns wollte.

Mehr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Frankfurter OB Feldmann

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Sanitäter schlägt fixierten Mann

Sanitäter schlägt fixierten Patienten

Es sind verstörende Bilder, die jetzt aus einer Flüchtlingsunterkunft in Kassel aufgetaucht sind: Ein Mann liegt fixiert auf einer Trage, ein Sanitäter kommt - und schlägt ihm mit voller Wucht ins Gesicht. Zwei Polizisten stehen dabei, greifen aber nicht ein. Geschehen ist das am 8. November vergangenen Jahres in einer Flüchtlingsunterkunft in Kassel. Im offiziellen Polizeibericht zu dem betreffenden Einsatz wird dieser Schlag nicht erwähnt.

Der Mann auf der Trage, ein 32-jähriger Syrer, soll zuvor betrunken randaliert haben. Durch den Schlag des Sanitäters erlitt der Flüchtling Medienberichten zufolge einen Jochbeinbruch. Wie die Staatsanwaltschaft Kassel dem hr bestätigte, wird gegen den Sanitäter wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt. Dem 44 Jahre alten Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) wurde direkt nach dem Vorfall fristlos gekündigt. Auch gegen die beiden Polizisten wird ermittelt. Das Verfahren läuft noch. In der Bild-Zeitung, die zuerst über den Fall berichtet hatte, wird ein Sprecher von Innenminister Peter Beuth (CDU) zitiert: "Unabhängig davon, wie sich die fixierte Person zuvor gegenüber dem Sanitäter verhalten haben mag, ist es völlig inakzeptabel, eine wehrlose Person zu schlagen."

Mehr: Sanitäter prügelt auf gefesselten Flüchtling ein

Frau in Schwalbach erstochen - Festnahme

Nach einem Tötungsdelikt in Schwalbach wurden ein Mann und eine Frau festgenommen.

Nachdem am Donnerstagabend eine 59-jährige Frau in einer Wohnung in Schwalbach niedergestochen und getötet wurde, hat die Polizei einen 25 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen. Der polizeibekannte Mann sollte am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Ihm wird vorgeworfen, die Frau mit "einem kleinen Stichwerkzeug" tödlich verletzt zu haben.

Ersten Ermittlungen zufolge hatte der mutmaßliche Täter gemeinsam mit einem 59 Jahre alten Mann in dessen Wohnung Alkohol getrunken. Als die Frau vorbeikam, soll der Verdächtige unvermittelt auf die gemeinsame Bekannte eingestochen haben. Anschließend flüchtete er. Gut eine Stunde später konnte der mutmaßliche Täter in der Wohnung seiner Eltern gestellt werden. Bei der Festnahme hatte der Mann zwei Schwerter in den Händen.

Mehr: Frau in Wohnung in Schwalbach erstochen

Radklassiker wird erneut verschoben

Szene vom Radrennen Eschborn-Frankfurt 2018

Nachdem der Klassiker Eschborn-Frankfurt bereits im vergangenen Jahr wegen der Coronakrise ausfallen musste, wird das Traditionsradrennen auch 2021 nicht in bekannter Form und zur gewohnten Zeit stattfinden können. Wie die Veranstalter dem hr-sport am Freitag bestätigten, lassen die aktuellen Corona-Regeln derzeit keine Großveranstaltung mit bis zu 5.000 Teilnehmern zu.

Komplett ausfallen soll das Radrennen aber nicht. Die Organisatoren hoffen auf eine Verbesserung der pandemischen Lage und einen neuen Termin im Herbst. Wann genau er stattfindet und wie der Mai-Klassiker im September oder Oktober aussehen soll, ist derzeit noch nicht bekannt.

Mehr: Radrennen Eschborn-Frankfurt muss verschoben werden

Das Wetter: Wechselhaft und windig

Das Wetter präsentiert sich äußerst wechselhaft: Sonnenschein, Wolken, Schauer und auf den Bergen sogar Schneeschauer - es gibt von allem etwas. Vor allem aber ist es sehr windig, teils sogar stürmisch. Nach Sturmtief "Klaus" am Freitag wird am Samstag ein neues, für Hessen noch kräftigeres Sturmtief erwartet. Das bringt auch Regen mit. Die Höchstwerte am Samstag liegen bei 5 bis 11 Grad. Am Sonntag weht nur noch ein lebhafter Wind und es gibt wieder viele Wolken, etwas Sonne und Schauer - sowie einzelne kurze Gewitter. Die Höchstwerte am Sonntag: 4 bis 10 Grad.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20:15 Uhr