Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Montag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17:30 Uhr.

Aufnahmestopp auf Intensivstationen

Ein Schild mit einem Richtungspfeil und der Aufschrift "Covid-19" Bereich klebt in einem Klinikflur an der Wand.

Die dritte Corona-Welle bringt die hessischen Intensivstationen an den Rand der Überlastung. Einige haben bereits einen Aufnahmestopp verhängt. "Wie in anderen Bundesländern auch sind die Grenzen der Belastbarkeit des Systems erreicht", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden.

Sogar dringliche Herzoperationen mussten in Hessen bereits aufgrund des Bettenmangels verschoben werden. Einige Patienten schieben zudem Operationen schon seit Monaten vor sich her. Das könne sich, je nach Erkrankung, nicht nur auf die Lebensqualität auswirken, sondern auch auf die Lebenszeit.

Mehr: Erste Intensivstationen verhängen Aufnahmestopp

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Tarifliche Zahlungen nicht voll an Pflegehelferinnen weitergegeben

Eine Pflegeassistentin hilft einer Frau im Rollstuhl

Die Firma Pflegewerk bekommt von der Stadt Frankfurt Geld für die Tariflöhne ihrer Beschäftigten. Doch die Zahlungen werden nicht vollständig an die Pflegehelferinnen weitergegeben. Im Jahr 2019 bekamen die rund 180 Pflegeassistentinnen ihr Weihnachtsgeld laut Gewerkschaft Verdi nur zur Hälfte, 2020 gar nicht mehr. Astrid Buchheim von Verdi Südhessen schätzt, dass es im Schnitt pro Mitarbeiterin um nicht bezahlte Forderungen von 1.000 Euro geht.

Erst wenn die einzelnen Arbeiterinnen Klage beim Arbeitsgericht einreichten, um ihren Anspruch geltend zu machen, lenke das Unternehmen ein. Kritik gibt es deswegen auch an der zuständigen Frankfurter Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU). Verdi wies sie bereits mehrfach auf die Probleme beim Pflegewerk hin. Auch im Stadtparlament waren die nicht ausbezahlten Tarifleistungen schon Thema - bislang ohne Konsequenzen.

Mehr: Frankfurter Pflegehelferinnen müssen Geld einklagen - Vorwürfe gegen Sozialdezernentin

Hanau-Opfer Vili Viorel Păun für seine Zivilcourage geehrt

Vili Viorel Paun

Gut ein Jahr nach dem rassistisch motivierten Attentat in Hanau erhält eines der Opfer die Hessische Medaille für Zivilcourage: der zum Tatzeitpunkt 22-jährige Vili Viorel Păun. Er hatte den Täter am 19. Februar 2020 verfolgt, um ihn zu stoppen. Doch sein Mut endete für Păun tödlich, der Täter erschoss ihn in seinem Auto.

Păun habe sich "selbstlos, mutig und entschlossen für seine Mitmenschen eingesetzt", erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag. Statt zu- oder wegzuschauen, habe er versucht, Menschenleben zu retten. Die Hessische Medaille für Zivilcourage wird seit Anfang 1999 an Menschen vergeben, die sich für die Werte der Hessischen Verfassung eingesetzt oder anderen Personen Hilfe geleistet haben.

Mehr: Anschlagsopfer von Hanau erhält Medaille für Zivilcourage

Viele Strafanzeigen in Gießener Flüchtingseinrichtung

Erstaufnahmestation für Flüchtlinge in Gießen

In der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen wurden im vergangenen Jahr über 300 Strafanzeigen aufgenommen. Mehrere Polizeibeamte klagten jüngst über schlimme Zustände in der Einrichtung. Sie seien durch die vielen Einsätze überlastet, andere Polizeiaufgaben könnten nicht mehr so gut durchgeführt werden.  

Die Gründe für die Lage sind vielschichtig: Zum einen seien mehr mutmaßlich Kriminelle wegen Corona von Frankreich nach Deutschland gekommen, berichtet ein Flüchtlingshelfer. Zudem habe auch das geänderte Bundesgesetz die Lage vor Ort deutlich verschärft. Asylsuchende müssen seither länger in den zentralen Unterkünften bleiben, damit sie einfacher wieder abgeschoben werden können. Das hessische Innenministerium könnte zwar Ausnahmen machen, sieht sich aber nicht zuständig, kritisiert ein Grünen-Politiker.

Mehr: Polizei im Dauereinsatz in Gießener Flüchtlingsunterkunft

Wetter: Es wird wieder sonniger

Der Montag geht mit einem Wechsel aus teilweise dichten Wolken und Sonnenschein zu Ende. Örtlich kommt es bei Temperaturen von bis zu 16 Grad zu Schauern, vor allem im Norden bleibt es aber oft trocken. In der Nacht zum Dienstag ist es meist trocken, nur anfangs gibt es noch vereinzelt Schauer. Meist bleibt es klar, örtlich bildet dich Nebel. Die Temperatur geht auf 5 bis 0 Grad zurück.

Der Dienstag startet mit längeren Sonnenphasen, es bleibt meist trocken Am Nachmittag entwickeln sich örtlich Schauer oder Gewitter. Da sie kaum ziehen, können sie punktuell Starkregen bringen, in den meisten Gebieten bleibt es aber trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 13 und 18 Grad.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 19.04.2021, 20.15 Uhr