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Baptisten-Gemeinde räumt Versäumnisse ein

Gemeindehaus spiegelt sich in Autodach

Nach Bekanntwerden von mehr als 100 Covid-19-Infektionen in Zusammenhang mit einem Gottesdienst in einer Frankfurter Baptisten-Kirche hat die Gemeinde nun doch Versäumnisse beim Corona-Schutz eingeräumt. "Im Nachhinein betrachtet wäre es für uns angebracht, beim Gottesdienst Mund-Nasen-Schutz-Bedeckungen zu tragen und auf den gemeinsamen Gesang zu verzichten", heißt es in einer Stellungnahme auf der Internet-Seite der Evangeliums-Christen-Baptisten.

Da es in der Gemeinde viele Familien mit fünf und mehr Kindern gebe, nehme die Zahl der Ansteckungen zu Hause weiter zu. Die Betroffenen seien in häuslicher Quarantäne. Anders als in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen einer Maske in Gottesdiensten keine Vorgabe der Landesregierung. Auch das Singen ist nicht ausdrücklich verboten.

Mehr: Gottesdienst-Besucher sangen und trugen keine Schutzmasken

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Ärzte setzen vermehrt auf Video-Sprechstunden

Über's Smartphone können die Patienten von zuhause mit ihrem Hausarzt in Kontakt treten.

Arzttermine per Videokonferenz waren für viele Hessen unvorstellbar. Dann kam die Corona-Pandemie und plötzlich verlagerten sich viele Lebensbereiche ins Digitale. Auch das virtuelle Wartezimmer klingt heute nicht mehr nach Science Fiction. Rund 2.400 Praxen bieten laut Kassenärztlicher Vereinigung Hessen inzwischen Videosprechstunden an.

Hausärzte wie Stefan Eisfeld aus Frankenberg (Eder) ziehen eine positive Zwischenbilanz. Die Videosprechstunde sei schneller und bequemer, sagt er. Und sie biete Sicherheit. In den besonders gefährdeten Seniorenheimen beispielsweise ließen sich für die Bewohner riskante Besuche zum Teil durch Videogespräche ersetzen. Noch nutzen die Online-Sprechstunde laut Eisfeld aber vor allem digital-affine Patienten. "Unser Ziel ist es, gerade die zu erreichen, die körperlich nicht so mobil sind", so der Mediziner.

Mehr: Wie die Corona-Krise die Telemedizin voranbringt

Zahlreiche Verstöße gegen Darmstädter Fahrverbot

Darmstadt Stickoxid Diesel Fahrverbot

Stell dir vor, es herrscht Fahrverbot, und keiner hält sich dran. Seit einem Jahr dürfen alte Diesel und Benziner sowie Lastwagen nicht mehr auf Teilstrecken zweier Hauptverkehrsadern in Darmstadt fahren. Der Grund: viel zu dreckige Luft und die daraus resultierenden Gesundheitsgefahren für die Anwohner. So weit, so gut. Doch viele betroffene Fahrer ignorieren das Verbot.

Von 72.000 Fahrzeugen, die in den vergangenen Monaten an den entsprechenden Stellen beim Überfahren einer roten Ampel oder wegen zu hoher Geschwindigkeit geblitzt wurden, hätten 16.500 die Strecke gar nicht passieren dürfen. Seit einigen Wochen hat die Stadt den Verfolgungsdruck erhöht und blitzt nun auch verdachtsunabhängig. Offensichtlich mit Erfolg: Die Zahl der Fahrverbots-Ignoranten ist rückläufig.

Mehr: Ein Jahr Fahrverbot in Darmstadt - und Tausende ignorieren es

Millioneninvestitionen in hessische Radwege

Radweg in Baden-Württemberg

Der Bau von Radwegen soll in Hessen mit mehr Geld und zusätzlichem Personal für die Planung der Strecken vorangetrieben werden. Das Fahrrad werde als Alltagsverkehrsmittel immer beliebter, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Montag in Wiesbaden. 244 Millionen Euro will das Land deshalb für die Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs bis 2024 bereitstellen.

"Kein Radweg in Hessen scheitert an Geld", versicherte der Minister. Eine Task Force bei der Landesbehörde Hessen Mobil soll die schnellere Umsetzung der Strecken vorantreiben. Während der Opposition die Pläne nicht weit genug greifen, zeigte sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Hessen zufrieden: "Das ist ja schon eine erhebliche Ausweitung der Investitionen", sagte ein ADFC-Sprecher: "Das muss man schon loben."

Mehr: 244 Millionen und eine Task Force für den Radverkehr

Wetter: Die Sonne ist zurück

Nach einem wechselhaften Wochenende meldet sich die Sonne zurück. Bis zum Abend wird es im ganzen Land immer freundlicher. Auch am Dienstag scheint nach klarer Nacht überwiegend die Sonne und es bleibt trocken. Mit 17 bis 23 Grad wird es wieder deutlich wärmer. Der Trend setzt sich auch in den kommenden Tagen fort.

Mehr: Das Wetter in Hessen

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 25.05.2020, 20.15 Uhr