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Beuth räumt Notruf-Engpass in Hanau ein

Innenminister Peter Beuth

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat eingeräumt, dass es in der Tatnacht der rassistisch motivierten Anschläge in Hanau vor einem Jahr Engpässe beim Polizei-Notruf gab. Die Station Hanau habe "nur eine begrenzte Anzahl von Anrufen in dieser Nacht entgegennehmen" können, sagte Beuth am Dienstag. Eine Weiterleitung von Notrufen sei "technisch nicht möglich" gewesen.

Nach Recherchen des hr, des ARD-Magazins "Monitor" und des Nachrichtenmagazins Spiegel waren in der Nacht des Anschlags auf der Polizeiwache in den Innenstadt nur zwei Leitungen für Notrufe freigeschaltet und nur ein Beamter vor Ort, um die Anrufe anzunehmen. Die Staatsanwaltschaft lässt die Vorgänge prüfen. Künftig sollen die Notrufe im Polizeipräsidium Südosthessen zentralisiert werden, versprach Beuth. Das sei in anderen Präsidien bereits geschehen.

Mehr: Beuth räumt Notruf-Panne in der Hanauer Tatnacht ein

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Gedenken an Hanau im Landtag

Gedenkveranstaltung im Wiesbadener Landtag

Der Landtag hat am Dienstag an die Opfer des rassistischen Attentats von Hanau vor rund einem Jahr erinnert. "Diese niederträchtige Tat wird nicht in Vergessenheit geraten", sagte Landtagspräsident Boris Rhein (CDU). Neben Abgeordneten nahmen auch Angehörige der Opfer an der rund 30-minütigen Veranstaltung teil.

"Die Morde von Hanau haben uns wachgerüttelt", sagte Rhein. "Wir müssen erkennen, dass wir 76 Jahre nach der Shoah ein offensichtliches Problem mit Rassismus haben." Rhein rief die Gesellschaft dazu auf, stärker und lauter für die Demokratie zu kämpfen. Am 19. Februar 2020 hatte ein 43-Jähriger aus rassistischen Motiven in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln getötet.

Mehr: "Die Morde haben uns wachgerüttelt"

Sieben Anklagen nach Opernplatz-Randale

Beschädigte Bushaltestelle am Frankfurter Opernplatz nach nächtlicher Randale

Gut ein halbes Jahr nach den schweren Ausschreitungen auf dem Opernplatz in Frankfurt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sieben Männer vor dem Amtsgericht erhoben. Ihnen werden unter anderem schwerer Landfriedensbruch und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Die 18 bis 31 Jahre alten Beschuldigten sollen an den nächtlichen Krawallen in der Innenstadt Mitte Juli 2020 beteiligt gewesen sein und Flaschen auf Polizisten geworfen haben. Ob tatsächlich jemand dabei verletzt wurde, könne den Männern nicht sicher zugerechnet werden. Einer von ihnen soll sich gewaltsam gegen seine Festnahme gewehrt haben. Ein weiterer soll andere Täter angefeuert haben.

Mehr: Anklage gegen sieben Opernplatz-Randalierer

Das Wetter: Nass, wechselhaft, windig, wärmer

Am Nachmittag nachlassender Regen und einige Auflockerungen. In der Nacht mehr Wolken als Auflockerungen und einige Schauer bei Tiefstwerten von 9 bis 4 Grad.

Am Mittwoch sehr wechselhaft. Von Südwesten her neue Regenfälle, später Schauer oder Gewitter, dazwischen Auflockerungen. Stürmisch bei Höchstwerten von 8 bis 13 Grad.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 02.02.2021, 20.15 Uhr