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Bis zu 5.000 Euro Bußgeld bei Corona-Verstößen

Frühling 2018 am Mainufer in Frankfurt: Ab Freitag wären hier eine Menge Bußgelder fällig

Verstöße gegen die Corona-Verordnungen der Landesregierung können ab Freitag teuer werden. Innenminister Peter Beuth (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) veröffentlichten am Donnerstag die Bußgeld-Höhen:

  • 200 Euro: Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit (Ausnahmen: Familie, häusliche Gemeinschaft); Teilnahme an touristischen, kulturellen oder sportlichen Angeboten; Nichtbeachten von Hygienevorschriften oder Besuch von Krankenhäusern oder Pflegeheimen
  • 500 Euro: Verstoß gegen die Quarantäne-Anordnung bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten
  • 200 bis 1.000 Euro: Organisation von Zusammenkünften, von touristischen, kulturellen oder sportlichen Angeboten; Nichteinhalten der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf das Abstandsgebot oder Nichteinhaltung vorgeschriebener Sicherheitsvorkehrungen
  • 500 bis 5.000 Euro: Verstoß gegen das Gebot der Schließung und Einstellung von Einrichtungen, Betrieben, Begegnungsstätten oder entsprechenden Angeboten; Verstoß gegen das Bewirtungsverbot; unerlaubtes Anbieten von Übernachtungen

"Wer sich weiterhin so unsolidarisch verhält und sich zum Kicken im Park verabredet oder heimlich Corona-Partys feiert, gefährdet das Leben seiner Mitmenschen", teilten die Minister mit. Der ganz überwiegende Teil der Bevölkerung habe sich aber bisher an die notwendigen Einschränkungen im Alltag gehalten. Den vollständigen Corona-Bußgeld-Katalog wollte die Landesregierung unter corona.hessen.de veröffentlichen.

Mehr: Land beschließt Corona-Strafen bis zu 5.000 Euro

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Auch die Förster leiden an den Corona-Folgen

Förster Christian Korff lehnt sich an einen großen Stapel mit Baumstämmen

Nach Dürre, Stürmen und Borkenkäfern setzt jetzt die Corona-Krise den Wäldern zu. Weil die heimische Forstwirtschaft global vernetzt ist, fehlen Abnehmer und Arbeiter.

Es gebe Verwerfungen auf den Märkten, international und innerhalb Deutschlands, berichtet Michael Gerst, Landesbetriebsleiter von HessenForst. "Beispielsweise finden Spanplattenhersteller derzeit keine Abnehmer mehr in der Möbelindustrie, und das spüren wir dann im Wald." Aber immerhin: Es gebe eine hohe Nachfrage von Zellstoffwerken, die etwa Hygieneprodukte wie Toilettenpapier herstellen. "Und da liefern wir auch nach Kräften."

Alle Neuigkeiten zum Coronavirus in Hessen finden Sie in Kurzform in unserem Ticker. Alle Berichte zum Thema sammeln wir in unserem Corona-Dossier.

Mehr: Auch die Förster leiden an den Corona-Folgen

Kreis Kassel übernimmt Kliniken in Wolfhagen und Hofgeismar

Klinik Wolfhagen

Der stationäre Betrieb der Klinik Wolfhagen scheint endgültig gesichert. Der Landkreis Kassel will das Klinikum zum 1. Juli übernehmen. Das Personal soll zu den bisher gültigen Konditionen übernommen werden.

Laut einem Bericht der HNA zahlt der Kreis der bisherigen Eigentümerin, der Gesundheit Nordhessen AG (GNH), dafür 2,4 Millionen Euro. Im Gegenzug erhält der Kreis 700.000 Euro für seinen 7,5-prozentigen Anteil an der GNH. Zudem will der Kreis das Defizit der Kliniken im ersten Halbjahr übernehmen. Die GNH hatte bereits im Herbst 2019 angekündigt, die defizitäre Klinik schließen zu wollen, was Proteste von Politikern, Bevölkerung und Beschäftigten zur Folge hatte.

Mehr: Landkreis übernimmt Kliniken in Wolfhagen und Hofgeismar

Corona beeinflusst Wettervorhersage

Flugzeug im Gegenlicht

Die Corona-Krise nimmt auch auf die Wettervorhersage Einfluss. Viele Flugzeuge bleiben derzeit am Boden und liefern somit keine Wetterdaten aus der Atmosphäre. "Die Prognosen werden schlechter", sagt hr-Wetterexperte Tim Staeger.

Es müsse sich aber niemand Sorgen machen, dass es bald keine zuverlässigen Wettervorhersagen mehr gibt. "Es hagelt jetzt keine Fehlprognosen, aber die Güte wird etwas abnehmen", sagt Staeger. Die Satellitensysteme und Messstationen am Boden lieferen weiterhin zuverlässig Daten.

Mehr: So beeinflusst Corona die Wettervorhersage

Das Wetter: viel Sonne und bis zu 20 Grad am Wochenende

Während es am Freitag durchaus noch ab und zu regnen kann bei Temperaturen von bis zu 13 Grad, startet am Samstag und Sonntag der Frühling so richtig durch. Die hr-Wetterredaktion erwartet am Samstag noch einen meist freundlichen Wechsel aus Sonne und Wolken bei bis zu 15 Grad.

Am Sonntag erwartet uns dann Sonne pur den ganzen Tag. Das Thermometer steigt auf bis zu 20 Grad. In der kommenden Woche soll es mindestens so weitergehen.

Mehr: Das Wetter in Hessen

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 02.04.2020, 20.15 Uhr