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Für Ferienflieger Condor endet Schutzschirmverfahren

Ein Condor-Flieger startet am Frankfurter Flughafen.

Der Ferienflieger Condor startet ab Dezember in eine eigenständige Zukunft. Die Gläubiger der Fluggesellschaft stimmten am Donnerstag dem Restrukturierungsplan zu, wie Unternehmen und Amtsgericht Frankfurt berichteten. Die frühere Tochter des insolventen Reisekonzerns Thomas Cook kann damit ihr Schutzschirmverfahren verlassen, die mildeste Form der Insolvenz nach deutschem Recht.

Ermöglicht wird der Neustart durch einen langfristigen Kredit der staatlichen KfW-Bank über 550 Millionen Euro. Inzwischen wurden die Belegschaft verkleinert, Verträge mit Lieferanten verbessert und die Firmenzentrale zu deutlich niedrigeren Mietkosten vom Frankfurter Flughafen ins nahe Neu-Isenburg (Offenbach) verlegt. Zum Neustart hat Condor nach eigenen Angaben rund 4.200 Mitarbeiter und 51 Flugzeuge. Wegen der Pandemie ist der Flugverkehr allerdings stark eingeschränkt und der Großteil des Personals befindet sich in Kurzarbeit. 

Mehr: Condor kann durchstarten

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Umwelthilfe droht Wiesbaden mit Fahrverboten

Fahrverbot in Darmstadt

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) droht der Stadt Wiesbaden mit der Wiederaufnahme einer Klage auf Einhaltung der Grenzwerte von Stickoxid in der Luft - und mit Fahrverboten als mögliche Konsequenz. Bis zum 20. November will sie wissen, wie Wiesbaden gedenkt, "die sichere und flächendeckende Grenzwerteinhaltung" zu gewährleisten. Davon sei die Stadt mangels vollständiger Umsetzung der im Luftreinehalteplan vorgesehenen Maßnahmen derzeit nämlich "noch weit entfernt".

Die DUH macht kurz vor dem Bürgerentscheid um die geplante Citybahn am 1. November in ihrem "Brandbrief" deutlich, dass sie das Projekt unterstützt. Wörtlich heißt es: "Mit einer leistungsfähigen City-Bahn als Rückgrat eines attraktiven ÖPNV könnte die Gefahr drastischer Einschnitte in den Pkw-Verkehr und umfassende Dieselfahrverbote zur Einhaltung verschärfter Luftqualitätsgrenzwerte auf absehbare Zeit gebannt sein."

Mehr: Umwelthilfe droht Wiesbaden mit Fahrverboten - und hilft OB

Ball des Sports 2021 in Wiesbaden wegen Corona abgesagt

Der 50. Ball des Sports

Die Deutsche Sporthilfe hat den Ball des Sports 2021 wegen der Entwicklung der Corona-Pandemie abgesagt. Geplant war die Benefizgala zugunsten der deutschen Nachwuchs- und Spitzensportler am 6. Februar in Wiesbaden. Es ist die zweite Absage in der mehr als 50-jährigen Geschichte der Veranstaltung. 1991 fiel der Ball aufgrund des Golfkrieges aus.

In den vergangenen Monaten sei ein umfangreiches Hygienekonzept und ein angepasstes Veranstaltungskonzept erarbeitet worden. Die aktuell stark ansteigenden Infektionszahlen und die Ungewissheit bezüglich möglicher kurzfristig notwendiger behördlicher Einschränkungen hätten das Risiko zu groß werden lassen. "Wir haben eine große Verantwortung und Vorbildfunktion gegenüber unseren Gästen, allen Sportlern, Partnern und Sponsoren sowie den Bürgern von Wiesbaden. Ihre Gesundheit steht für uns an erster Stelle", sagte der Sporthilfe-Vorstandsvorsitzende Thomas Berlemann.

Mehr: Ball des Sports 2021 in Wiesbaden abgesagt

Skispringer Leyhe verpasst wegen Verletzung komplette Saison

Stephan Leyhe hat seine Skier geschultert.

Skispringer Stephan Leyhe aus Willingen (Waldeck-Frankenberg) wird nach seinem im März erlittenen Kreuzbandriss die komplette Saison und damit auch die Heim-WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) verpassen. "Wir werden einfach ein Jahr Pause machen, um diese Verletzung komplett auszuheilen und nächstes Jahr wieder neu beginnen mit Training und Schanze", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher.

Leyhe war im März in der Qualifikation für den Weltcup im norwegischen Trondheim schwer gestürzt und hatte sich den Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen.

Mehr: Stephan Leyhe verpasst komplette Skisprung-Saison

Das Wetter: Auf Sonne folgt Regen

In der Nacht zum Freitag ist der Himmel weitestgehend bedeckt. Von Südwesten zieht dabei mehr und mehr Regen auf. Tiefsttemperaturen: 14 bis 10 Grad, auf Wasserkuppe und Ettelsberg bis 9 Grad. Der Freitag wird wolkenverhangen und regnerisch. Es bleibt mit den vielen Wolken auch deutlich kühler mit 12 Grad in der Rhön und 16 Grad in den Niederungen. Auf den Bergen werden es 10 bis 13 Grad.

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 22.10.2020, 20:15 Uhr