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Lockerungen bei sinkenden Inzidenzen in Aussicht

Leere Tische und Stühle einer Gaststätte stehen vor dem Frankfurter Römer.

Liegt die Inzidenz fünf Werktage in Folge unter 100, dürfen die Bundesländer wieder eigene Regelungen zu Coronamaßnahmen bestimmen. Gleich mehrere Kreise in Hessen steuern auf dieses Ende der Bundesnotbremse zu. Nach den bisherigen Regelungen würden nächtliche Ausgangssperren dann aufgehoben, Treffen mit zwei Haushalten wären wieder erlaubt. Außerdem dürften zum Beispiel Fitnessstudios und Baumärkte unter Auflagen öffnen.

Was sich genau ändert, will das Corona-Kabinett jedoch erst in der kommenden Woche beraten und vertagte eine Entscheidung darüber. Beschlossen wurden hingegen Erleichterungen für Altenheimbesuche. Die Beschränkungen der täglich möglichen Besuche entfallen vollständig. Genesene und Geimpfte müssen sich zudem nicht mehr vor dem Besuch testen lassen.

Mehr: Corona-Kabinett berät über mögliche Lockerungen / Wo sich Corona ausbreitet - und wie schnell

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Neue Details zur Festnahme im Fall NSU 2.0

Polizist von hinten, auf der Jacke steht in großen Lettern "Polizei". Daneben ein Polizei-Auto mit Blaulicht. Sujetbild.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft und das hessische Landeskriminalamt haben weitere Details zur Festnahme des mutmaßlichen Verfassers von NSU-2.0-Drohschreiben mitgeteilt. Die Festnahme fand am Montagabend statt, zu einem Zeitpunkt, als der verdächtige 53-Jährige an seinem PC saß. Auch eine Waffe sei gefunden worden.

Bei der zentralen Frage, nämlich wie der Mann aus Berlin an die hochsensiblen Adressdaten gelangte, gab es allerdings noch keine neuen Infos. Bislang gebe es keine Erkenntnisse darüber, dass Beamte und Beamtinnen aus Polizeirevieren für die Abfrage der Daten verantwortlich seien. Die Anwältin Seda Başay-Yıldız, Linken-Politikerin Janine Wissler und andere Betroffene reagierten irritierten auf diese Erklärung.

Mehr: Verdacht gegen mutmaßlichen Drohbrief-Schreiber erhärtet

Salafistischer-Verein Ansaar verboten

Ein Polizist steht an der Haustür zum Ansaar-Gebäude. Rechts sind die Fenster mit Folie verhangen.

Das Bundesinnenministerium hat am Mittwoch den salafistischen Verein Ansaar International sowie seine neun Teilorganisationen verboten. Darunter ist auch das Somalische Komitee Information und Beratung mit Sitz in Büttelborn (Groß-Gerau) sowie die Stiftung des ehemaligen Eintracht- und Darmstadt 98-Spielers Änis Ben-Hatira, die mit Ansaar zusammenarbeitete. Durchsuchungen gab es unter anderem im Raum Offenbach.

Die Vereine sollen Spenden gesammelt und damit islamistische Terrororganisationen im Nahen Osten und Afrika unterstützt haben. Die Rede ist von der inzwischen unter anderem Namen operierenden Al-Nusra-Front in Syrien, der Hamas im Gazastreifen und Al-Shabaab in Somalia.

Mehr: Salafisten-Verein samt Fußballer-Stiftung verboten

XXL-Datenzentrum nach Hanau?

Luftaufnahme von Hanau.

Ein privater Investor möchte auf dem Gelände der ehemaligen Großauheim-Kaserne in Hanau eines der größten Rechenzentren Europas bauen. Es soll die Größe von 50 Fußballfeldern haben und etwa doppelt so viel Energie verbrauchen, wie die gesamte Stadt Hanau.

Der Magistrat der Stadt hat dem Entwurf des Bebauungsplans in dieser Woche zugestimmt. Final muss die Stadtverordnetenversammlung am 17. Mai aber noch über das Projekt entscheiden.

Urteil nach Klippensturz: fünf Jahre Haft

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Eine Studentin aus Kassel war im Italien-Urlaub von einer Klippe gestoßen worden und lag wochenlang im Koma. Jetzt ist der Täter zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Allerdings ist der Mann derzeit nicht auffindbar. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa aus der ligurischen Provinzhauptstadt Imperia. Mit dem Urteil blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die acht Jahre Haft gefordert hatte.

Mehr: Kasseler Studentin von Klippe gestoßen – Haftstrafe

Wetter: Kalt und bewölkt

In der Nacht zu Donnerstag sind noch ein paar Regen- und Graupelschauer, auf den Bergen auch Schneeschauer unterwegs. Die Schauer werden seltener. Daneben ist es oft trocken und zum Teil klar. Die Luft kühlt auf 5 bis -1 Grad ab. Am Donnerstag gibt es erst bei teils aufgelockerter, teils starker Bewölkung nur einzelne Schauer. Am Nachmittag verdichten sich dann von Südwesten her allgemein die Wolken und vor allem in der Südhälfte fällt Regen. Die Höchstwerte liegen bei gerade einmal 8 bis 13 Grad.

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 05.05.2021, 20:15 Uhr