Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Mittwoch in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17:30 Uhr.

Corona reißt milliardenschweres Steuerloch

Die Grafik zeigt Hände an einem Taschenrechner, Geldnoten und Münzen. Darunter liegt ein Blatt mit dem Logo des Hessischen Finanzministeriums.

Die Corona-Krise wird die öffentlichen Kassen in den nächsten Jahren in nie gekanntem Ausmaß belasten. Neben den Ausgaben für Staatshilfen und das Gesundheitswesen schlagen vor allem Steuermindereinnahmen zu Buche. Das Land Hessen erwartet allein in diesem Jahr einen Rückgang der Steuereinnahmen um 3 Milliarden Euro, bis zum Jahr 2023 sollen es 6,4 Milliarden Euro sein. Hinzu kommen Steuerverluste für die Kommunen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in diesem Jahr und geschätzte 3,5 Milliarden Euro bis einschließlich 2023.

Hessen ist wegen seiner Wirtschaftsstruktur stärker als andere Bundesländer von dem Effekt betroffen. Die starke Dienstleistungsbranche hierzulande sowie der Frankfurter Flughafen und die Lufthansa leiden besonders unter der Krise. Das schlägt sich in den Steuereinnahmen nieder. Trotz der trüben Aussichten ist Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) zuversichtlich: "Hessen ist wie kein anderes Land fähig, mit dieser Krise umzugehen", sagte er am Mittwoch.

Mehr: Land rechnet mit Rekord-Steuerloch wegen Corona

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Blutkonserven gehen zur Neige

Blutkonserven

Wegen Corona wird derzeit kaum Blut gespendet. Den Krankenhäusern gehen allmählich die Konserven aus. Nach Recherchen von tagesschau.de sind Baden-Württemberg und Hessen besonders betroffen. Die Reserven in den Blutbanken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) reichen derzeit kaum mehr, um den mittleren Tagesbedarf zu decken.

Angesichts der kritischen Situation hat das hessische Sozialministerium zu Blutspenden aufgerufen. "Ich bitte alle Hessinnen und Hessen, jetzt Blut zu spenden und so dazu beizutragen, dass kein Versorgungsengpass entsteht", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch. Ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe beim Blutspenden nicht. Wer bereit ist, Blut zu spenden, solle wegen der vorgegebenen Schutzmaßnahmen online einen Termin vereinbaren.

Mehr: Hessen gehen die Blutkonserven aus

"United We Stream" holt den Club ins Wohnzimmer

Skyline von Frankfurt vom Main aus fotografiert - im Himmel schwebt das Logo von "United We Stream"

Trotz vieler Lockerungen in der Corona-Krise sind die Musikclubs noch immer geschlossen. Zur Rettung der Clubszene haben Berliner Clubs die Streaming-Plattform "United We Stream" ins Leben gerufen. Dort werden DJ-Sets und Livekonzerte ins Netz übertragen. Ein Ableger für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet startet am Mittwochabend. Dabei sind unter anderem das Tanzhaus West, der Gibson Club und das "Roof 175".

Über Großfernseher oder Beamer können sich Szene-Liebhaber die Club-Atmosphäre so ins eigene Wohnzimmer holen. Mit Spendenaufrufen soll außerdem die Clubszene auch finanziell unterstützt werden. Organisator Klaus Bossert erklärt im hessenschau.de-Interview, warum "United We Stream" für alle ein Gewinn sein kann und was außerdem für die Zukunft geplant ist.

Mehr: Clubfeeling fürs Wohnzimmer

Das Wetter in Hessen: Freundlich, trocken und sehr warm

Bis zum Abend ist es teils sonnig, teils wolkig. Vor allem im Süden bleibt es recht freundlich und trocken bei Höchstwerten von bis zu 25 Grad. In der Nacht klart es auf und es bleibt trocken. Es kühlt ab auf Werte zwischen 13 und 5 Grad.

Am Donnerstag erwartet uns bestes Feiertagswetter mit ein paar harmlosen Wolken. Es ist vielfach sonnig, dabei bleibt es trocken. Mit Höchstwerten von 23 bis 27 Grad wird es wieder sehr warm.

Mehr: Das Wetter in Hessen

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20.05.2020, 20.15 Uhr