Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Freitag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17:30 Uhr.

Corona-Selbsttests für Lehrer

Eine Arzthelferin nimmt in einer Arztpraxis einen Abstrich für einen PCR-Corona-Test.

"Jeden Tag sechs Stunden in Klassen mit 30 Schülern - ich habe manchmal mit 150 Schülern am Tag Kontakt." So beschreibt Lehrer Daniel Riegger seinen Alltag an der Frankfurter Wöhlerschule. Viel Kontakt bedeutet auch ein erhöhtes Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Eine Entlastung für Lehrer in der Corona-Krise könnten Antigen-Schnelltests bieten. Diese sollen Lehrer künftig nutzen, um sich selbst auf Corona zu testen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ankündigte.

Das hessische Kultusministerium zeigte sich von den Plänen für Corona-Schnelltests an Schulen überrascht. Es gebe in Hessen auch keinen dringenden Handlungsbedarf, erklärte ein Sprecher. Das Schulpersonal könne sich seit August freiwillig alle zwei Wochen auf das Virus testen lassen.

Mehr: Testen sich Lehrer in Hessen bald selbst auf Corona?

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Frankfurt vor Bombenentschärfung

Weltkriegsbombenfund im Gallus

In Frankfurt ist wieder eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Der Blindgänger wiegt 500 Kilo und wurde bei Bauarbeiten im Stadtteil Gallus entdeckt. Entschärft werden soll die Bombe am Sonntag, dafür müssen mehr als 12.000 Anwohner am Sonntagmorgen bis 8 Uhr ihre Häuser verlassen. Alle Fenster sollten geschlossen und Rollläden heruntergelassen werden. In der Messehalle 11 wird eine Notunterkunft eingerichtet. In dem zu räumenden Gebiet liegen neben Wohnhäusern auch Altenheime, Fernwärmeleitungen, Umspannanlagen und Bahngleise.

Die Sprengstoffmenge und die Bauart des britischen Blindgängers machten einen großen Evakuierungsradius notwendig, "da im Falle einer Detonation erhebliche Schäden an Gebäuden und eine akute Gefahr für Leib und Leben zu erwarten sind", berichteten die Polizei und die Feuerwehr.

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Die interaktive Karte der Feuerwehr Frankfurt zeigt den Evakuierungsbereich rund um den Fundort der Bombe.
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Mehr: Frankfurt vor aufwendiger Bombenentschärfung

Roboter für 17-Jährigen auf der Schulbank

Robot-Avatar im Klassenzimmer neben anderem Schüler

Seit einem Sportunfall leidet Eric Schrödel an einer Niereninsuffizienz. In die Schule zu kommen, wäre für ihn zu gefährlich. Statt seiner sitzt ein kleiner Roboter im Unterricht, über den der 17-Jährige den Unterricht verfolgt, sich meldet, mit Mitschülern und Lehrern kommuniziert. Kameras, Lautsprecher und Leuchtaugen machen so Erics Teilnahme am Präsenzunterricht möglich.

Seinen Avatar steuert der Elftklässler von seinem Zimmer in Limeshain (Wetterau) aus. Über das Tablet kann er den Kopf des Roboters drehen, sich umsehen oder sich zu Wort melden. Sogar Stimmungen lassen sich übermitteln. Der Gesichtsausdruck des Robters kann neutral, verwirrt, traurig oder glücklich sein. Erics Mutter leitet das Projekt "Dank Avatar wieder schulstark". Sie arbeitet daran, dass noch mehr Schüler Avatare bekommen, damit sie am Sozialleben in der Schule wieder teilnehmen können.

Mehr: Robo-Avatar AV1 sitzt für den schwerkranken Eric in der Schule

Starpianist Levit spielt im Wald für Ausbaugegner

Pianist Igor Levit spielt ein Konzert im Dannenröder Forst

Während die Bäume für die Trasse des A49-Weiterbaus im Dannenröder Forst fast gerodet sind, fand dort heute ein surreal anmutendes Konzert statt. Der Starpianist Igor Levit saß am Klavier und spielte für die Ausbaugegner. Aus mehreren Lautsprechern drangen die Klänge des irischen Volksliedes "Danny Boy" zu den noch in den Bäumen verharrenden Waldbesetzern hinüber.

Der aus Russland stammende Musiker saß derweil nur wenige Meter vom Stacheldrahtzaun entfernt, hinter dem Polizeiwagen, Baufahrzeuge und ein Krankenwagen die Trasse entlangfuhren. Mit seinem Auftritt wollte Levit ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. "Dieser Wald ist Symbolbild für so vieles, das sich ändern muss", schrieb er auf Twitter.

Mehr: Igor Levit spielt mit "trauriger Freude" gegen den A49-Ausbau an

Wetter: Es bleibt nass und kalt

Im Laufe des Freitags regnet oder schneit es immer seltener. Die Höchstwerte liegen bei 2 bis 6 Grad, auch auf den Bergen geht es mit 0 bis 3 Grad meist in den leichten Plusbereich. In der Nacht zum Samstag bleibt es bewölkt und zunächst trocken. Im Laufe der Nacht kommen laut hr-Wetterredaktion von Süden wieder Niederschläge auf - in Form von Regen oder Schnee. Die Tiefstwerte liegen bei +2 bis -3 Grad.

Am Samstag gibt es weiterhin viele Wolken und nur wenige Auflockerungen. Zeit- und gebietsweise fällt Regen, in den Hochlagen Schnee. Die Höchstwerte liegen bei 1 bis 5 Grad. Am Sonntag geht es ähnlich weiter.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 4.12.2020, 20:15 Uhr