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500-Kilo-Bombe entschärft

Ein ordentlicher Brummer: Die entschärfte Bombe wird abtransportiert.

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes haben eine 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Frankfurter Messegelände erfolgreich entschärft. Die Aktion verlief problemlos, wie die Feuerwehr berichtete.

Der Sprengkörper amerikanischer Herkunft war am Dienstag bei Bauarbeiten entdeckt worden. Bereits seit Freitagmorgen mussten etwa 2.700 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Der öffentliche Nahverkehr wurde im betroffenen Bereich gestoppt. Seit dem frühen Nachmittag sind alle Sperrungen aufgehoben.

Mehr: Weltkriegsbombe in Frankfurt erfolgreich entschärft

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Ärger um Lübcke-Prozess-Berichterstattung

Beerdigung von Walter Lübcke

Die Deutsche Journalisten-Union (DJU) hat deutliche Kritik an den begrenzten Möglichkeiten zur Berichterstattung vom am 16. Juni startenden Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke geäußert. Grund dafür ist das Akkreditierungsverfahren für Medienvertreter. Aus Sicht der DJU, die insgesamt 22.000 Mitglieder vereint und zu zwei Dritteln aus freien Journalisten besteht, biete es nur unzureichenden Prozess-Begleitmöglichkeiten für die anwesenden Journalisten.

Höchstens 19 Medienvertreter können im Gerichtssaal am Frankfurter Oberlandesgericht anwesend sein. Für weitere maximal 41 Journalisten gibt es in einem anderen Raum eine Ton-, aber keine Video-Übertragung. "Journalistische Arbeit in einem solchen Gerichtsverfahren ohne Sichtkontakt zu den Angeklagten ist fast nicht vorstellbar", kritisiert Manfred Moos von Verdi Hessen. Zu der Gewerkschaft gehört die DJU. Außerdem seien keine technischen Geräte wie Notebooks oder Smartphones im Gerichtssaal erlaubt. Auch das gefährde "eine umfassende Darstellung des Prozessgeschehens".

Mehr: Journalisten-Union kritisiert Einschränkungen beim Lübcke-Prozess

Kita öffnet nach Unglück

Gedenk-Ecke in der Seckbacher Kita für den im vergangenen Oktober getöteten Sechsjährigen.

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Tod eines sechsjährigen Jungen in einer Kita in Frankfurt-Seckbach wird die Einrichtung wiedereröffnet: mit neuem Konzept und neuen Mitarbeitern. An den kleinen Antonio, der im Oktober 2019 an einem Stromschlag gestorben war, erinnert eine Gedenk-Ecke in der Kita.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) sagte heute: "Wir haben alles doppelt und dreifach überprüft und können mit gutem Gewissen sagen, dass die Einrichtung sicher ist." Die defekte Steckdose, die für den Tod des Jungen verantwortlich war, ist mittlerweile verschwunden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derweil weiter wegen fahrlässiger Tötung. Wann die Ermittlungen abgeschlossen werden, ist unklar.

Mehr: Frankfurter Kita öffnet nach tödlichem Stromschlag wieder

Dino-Ausgrabung vor Publikum

Philipe Havlik

Wie geht es zu bei einer wissenschaftlichen Ausgrabung? Das zeigt die neue Sonderausstellung "Edmonds Urzeitreich" des Frankfurter Senckenbergmuseums. Von Donnerstag an können Besucher sehen, wie an einem etwa 20 Quadratmeter großen Gesteinsblock voller Dinosaurierknochen gearbeitet wird. Dieser wurde aus dem US- amerikanischen Bundesstaat Wyoming extra dafür eingeflogen.

Die gesamte Aktion sei ein wenig "wahnwitzig", wie Projektleiter Philipe Havlik zugibt. Wie ein Scherz dazu geführt hat, dass nun Dinosaurier-Knochen in Frankfurt ausgegraben werden, verrät er im Interview mit hessenschau.de.

Mehr: Wie Forscher in Frankfurt nach Dinosaurier-Knochen graben

Wetter: nass und windig

In der Nacht schwächt der Regen etwas ab. Der Samstag verläuft aber erneut wolkenverhangen und regnerisch. Die Höchstwerte liegen bei 14 bis 19 Grad. Dazu weht ein lebhafter Südwestwind mit starken, auf den Bergen sowie bei Schauern stürmischen Böen bis zu 70 Stundenkilometern.

Mehr: Das Wetter in Hessen

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 5.6.2020, 20:15 Uhr