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ASB kassierte Millionen zu viel für Kitas

Das Logo des Arbeiter Samariter Bundes bestehend aus den gelben Buchstaben A, S und B an der Fassade eines Bürogebäudes.

Die AWO-Affäre ist in Hessen in aller Munde. Nun ist aber auch der Arbeiter-Samariter-Bund, kurz ASB, von einem Betrugsfall betroffen. Worum es geht? Mitarbeiter im Rheingau-Taunus-Kreis haben wohl über fast ein ganzes Jahrzehnt Kosten für eine Kindertagesstätte zu hoch berechnet. Der Schaden ist nach hr-Infomationen höher als bislang bekannt und beträgt 2,2 Millionen Euro.

Der Trick dabei: Der ASB berechnete den Kommunen Kosten für Mitarbeiter in den Kitas, die dort gar nicht tätig waren. So kamen mehr Personalstunden zusammen, als geleistet wurden. Der Kreis der Tatverdächtigen hat sich nach hr-Informationen ausgeweitet und betrifft nicht mehr nur noch den Geschäftsführer des Regionalverbandes Westhessen.

Mehr: ASB kassierte Millionen zu viel für Kitas

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Lange Haftstrafe für Pädophilen

WhatsApp Straftäter

Am Landgericht Gießen ist ein 49-Jähriger zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann aus dem Wetteraukreis hatte jahrelang über WhatsApp 9 bis 13 Jahre alte Mädchen bedrängt. Er wollte so an Nacktfotos von ihnen kommen - in einigen Fällen erfolgreich. Der Vorsitzende Richter stellte in seinem Urteil klar: Auch wenn der Kontakt nur über Smartphone bestand, handelte es sich um sexuellen Missbrauch.

Insgesamt hatte sich der 49-Jährige an acht Mädchen gewandt. Seine Masche dabei: Entweder gab er sich als 14-jähriger "Leon" aus oder als dessen angeblich jüngere Schwester "Sara" - oder eben als Vater dieser beiden ausgedachten Geschwister. Dann versprach er seinen Opfern Geld für Nacktbilder. Der Ortenberger hat seine Taten bereits gestanden.

Mehr: Mädchen über WhatsApp bedrängt: Lange Haftstrafe für Pädophilen

Neues Teilstück für Schiersteiner Brücke

Neues Brückenteil für Schiersteiner Brücke

Millimeterarbeit leisten seit heute Vormittag rund 30 bis 40 Monteure an der Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz auf dem Rhein. Der Grund dafür: Auf der vielbefahrenen Verbindung zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz wird ein neues, 2.000 Tonnen schweres Teilstück eingepasst.

Aufgrund schwieriger Witterungsverhältnisse ging es mit etwas Verzögerung um 11 Uhr los, gearbeitet wird an der Brücke noch bis zu diesem Abend um 22 Uhr. Das Teilstück selbst wurde mit einem Ponton über das Wasser zur Baustelle an der A643 bugsiert. Fertig soll die komplette Brücke übrigens im Jahr 2021 sein.

Mehr: Schiersteiner Brücke erhält tonnenschweres Puzzlestück

Kranteil an Frankfurter Dom geborgen

Arbeiten an dem abgeknickten Kran am Frankfurter

Wer Höhenangst hat, wäre für diesen Job sicherlich ungeeignet: Das Kranteil, das aufgrund des Sturmtiefs "Sabine" am Montag auf den Frankfurter Dom gestürzt war, ist an diesem Vormittag geborgen worden. Zwei Autokräne waren vonnöten, um den tonnenschweren Ausleger herunterzuhieven. Der Bereich rund um den Dom war zuvor weitläufig gesperrt worden.

Der Kran ist zwar nun geborgen - der Schaden am Frankfurter Dom bleibt aber natürlich. Gutachter sollen nun für die Stadt das Ausmaß bewerten. Bis auf Weiteres bleibt zudem der Dom geschlossen.

Mehr: Umgeknicktes Kranteil von Dach des Frankfurter Doms geborgen

Kein neues Atommüll-Zwischenlager in Hanau

"Das ist eine der besten Nachrichten, die es in diesem Jahr für Hanau geben kann." Findet zumindest Bürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Der Grund für die Freude des Politikers: Im Streit um ein neues atomares Zwischenlager im Hanauer Stadtteil Wolfgang hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel der Stadt Recht gegeben.

Das bedeutet, dass die Wiederbelebung Hanaus als Atommüll-Standort vom Tisch ist. Das Gericht hat dem seit vielen Jahren laufenden Versuch des Unternehmens Daher Nuclear Technologies (DNT) mit dem Urteil eine Absage erteilt. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob das Unternehmen Rechtsmittel gegen die Entscheidung der Kasseler Richter einlegt.

Mehr: Gericht verbietet neues Atommüll-Zwischenlager in Hanau

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 12.02.2020, 20:15 Uhr