Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Mittwoch in der Zusammenfassung. Täglich um 17.30 Uhr.

Bahnstrecke defekt – Probleme im Berufsverkehr

ICE steht auf freier Strecke

Passiert ist es am Vormittag, aber auch der Berufsverkehr bekommt seit dem Nachmittag die Auswirkungen zu spüren: Ein ICE hat bei Raunheim (Groß-Gerau) die Oberleitung heruntergerissen und die Strecke damit lahm gelegt. Warum das passiert ist, weiß die Bahn noch nicht. Die Hoffnung, das Problem noch bis Betriebsschluss in den Griff zu bekommen, gab die Bahn am Abend auf.

Wegen der Reparaturarbeiten ist die Strecke vom Frankfurter Flughafen in Richtung Wiesbaden gesperrt. Betroffen sind die S-Bahn-Linien S1, S8 und S9, die Regionalbahnlinie 2 und der Fernverkehr. Betroffen heißt leider: Verspätungen, Umleitungen, Teil- und Zugausfälle. In der Gegenrichtung ist die Strecke seit dem Nachmittag wieder frei. Die Bahn rechnet nach eignen Angaben damit, dass die Reparaturarbeiten noch bis Donnerstagnachmittag dauern werden.

Mehr: ICE reißt Oberleitung herunter - Bahnstrecke bei Frankfurt gesperrt

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Hassparolen – Polizei sucht Mann wegen Volksverhetzung

Der mutmaßliche Täter, aufgenommen von einer Überwachungskamera

Seit Monaten versucht die Polizei in Südhessen, einen Mann wegen Volksverhetzung zu schnappen. Er soll immer wieder leere Katzenfutterpackungen mit Hass-Parolen wie "fuck Islam" beschmiert und in einer Hecke angebracht haben – direkt neben einem Fahrradweg.

Sogar eine Kameraüberwachung konnte nicht helfen, ihn zu schnappen, brachte aber ein ziemlich deutliches Foto von dem Mann mit dem hässlichen Hobby. Mit diesem Foto fahndet die Polizei nun öffentlich – was zwar eine ziemlich drastische Maßnahme, aber hier das "letzte Mittel der Wahl" ist. "Der Mann ist gut zu erkennen, und Viernheim ist nicht New York. Wir versprechen uns von dieser Maßnahme einen Erfolg", sagte eine Polizeisprecherin.

Mehr: Hassparolen auf Dosen: Polizei sucht Katzenfutter-Hetzer

Stromstoß-Opfer überlebt knapp – Verurteilung wegen versuchten Mordes

Stromstoß-Opfer Julia S. und ihr Anwalt Alexander Hauer

David G. hat es erregt, Frauen leiden zu sehen – so das Urteil des Münchner Landgerichts. Der 30-Jährige wurde wegen versuchten Mordes verurteilt und muss nun in die Psychiatrie. Ihm zum Opfer gefallen ist auch eine 25 Jahre alte Frau aus Gießen – sie überlebte nur knapp. Der Mann gab sich nach Angaben des Gerichts als Arzt und Autor einer wissenschaftlichen Studie aus, behauptete, er sei unter anderem von Uniklinikum Gießen beauftragt worden. Er bot den vermeintlichen Probandinnen viel Geld – bis zu 3.000 Euro. Über Skype wies er seine Opfer ganz genau an, wie sie sich die Stromstöße zuführen sollten, und das alles vor laufender Kamera.

Bei der Frau aus Gießen endete dieser Versuch nur deshalb nicht tödlich, weil ein Schutzschalter im Haus dafür sorgte, dass der Stromkreis nach 0,3 Sekunden unterbrochen wurde. Auf die Spur des Mannes kamen die Fahnder aus Zufall: Er hatte auf ein Jobgesuch der Polizei geantwortet. Als Motiv wird vermutet, dass es David G. besonders sexuell erregte, die Frauen leiden zu sehen. Der 30-Jährige wird in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht.

Mehr: Gießener Stromstoß-Opfer: Die Hauselektrik rettete sie

Eine frostige Nacht macht noch keinen Winter

Schneekanonen auf der Wasserkuppe

Fahren Sie gerne Ski? Dann sollten Sie das kurze Wintermezzo ausnutzen. In Willingen startet am Donnerstag wieder der Skibetrieb. Auch auf der Wasserkuppe laufen die Schneekanonen auf Hochtouren. Dort lässt es sich in den nächsten Tagen bei trockenem Wetter, viel Sonne und Temperaturen bis sechs Grad gut aushalten. Doch bereits kommende Woche soll es ungemütlich werden.

"Am Wochenende stellt sich die Wetterlage um, vom Nordatlantik kommt ein Tiefdruckgebiet, das Regen und Wind bringt", erklärt hr-Meteorologin Pila Bossmann. Gleichzeitig wird es mild, bei Temperaturen bis zwölf Grad. Schlechte Nachrichten für Winterfreunde also. Denn das Wetter, auf das wir uns in der kommenden Woche in Hessen einstellen müssen, erinnert eher an einen launischen April.

Mehr: April im Januar - Das wird nichts mit dem Winter

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 22.01.2020, 20.15 Uhr