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Rassistischer Facebook-Post: Justizministerin kritisiert CDU-Kollegen

"Eindeutig rassistisch": Geteilter Facebook-Post

Bei Rassismus-Verdacht hört für die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) die Parteifreundschaft auf. Unmissverständlich hat sie sich von einem Facebook-Eintrag distanziert, den der Vize-Vorsitzende der CDU Kassel, Jörg Hildebrandt, an Silvester geteilt hat. Kühne-Hörmann ist Vorsitzende der CDU Kassel und arbeitet in diesem Amt eng mit Hildebrandt zusammen.

Als "eindeutig rassistisch" sieht Kühne-Hörmann den geteilten Facebook-Post: Mit "Wir sind EU-Bürger" ist ein Foto von fünf dunkelhäutigen Männern überschrieben, darunter ist zu lesen "... und wir sind Vegetarier" - versehen mit einem Foto von sechs liegenden Löwenmännchen. Hildebrandt verteidigte das Teilen des Eintrags. Es sei "kein rassistischer Angriff" gewesen, sondern eine "überspitzte Satire". Die HNA hatte zuerst berichtet.

Kühne-Hörmann hatte als Justizministerin erst im November den Aktionsplan "Hessen gegen Hetze" der Landesregierung mit auf den Weg gebracht und dabei versprochen: "Wir wollen dort sein, wo Hass und Hetze im Netz sichtbar wird."

Mehr: CDU-Politiker wegen rassistischem Facebook-Post in Kritik

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Schwager erstochen: 31-Jähriger wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft

Ein Mann brach in ein Haus in Kirchheim ein und tötete einen Menschen.

Er wollte den Liebhaber seiner Frau angreifen, traf dann aber ihren Bruder und tötete ihn: Der 31-Jährige, der am Dienstag in Kirchheim (Hersfeld-Rotenburg) nach Stunden von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei überwältigt wurde, sitzt nun wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Man sei zu dem Ergebnis gekommen, dass niedrige Beweggründe der Tat vorliegen und habe daher Haftantrag wegen Mordes gestellt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda am Freitag. Ein Ergebnis der Obduktion: Der 31-Jährige hatte seinem Schwager mit einem Messer in den Hals gestochen.

Mehr: Schwager erstochen - 31-Jähriger in U-Haft

Decken statt Heizpilze vor Kneipen und Restaurants?

Heizpilze auf der Frankfurter Freßgass

Die Klimadebatte hat in Frankfurt und Darmstadt nun auch die Heizpilze vor Restaurants und Cafés erreicht. Beide Städte wollen prüfen, ob sie die Wärmequellen für Outdoor-Gäste verbieten.

Der Hintergrund: Heizpilze werden mit Gas betrieben und geben Kohlendioxid in die Luft ab. Zu viel, argumentiert unter anderem eine Frankfurter Initiative. Sie erinnert daran, dass aus Gründen des Klimaschutzes bereits mehrere deutsche Städte Heizpilze komplett oder zumindest in der Gastronomie verboten haben. Gastronomen kritisieren die Verbotspläne und bangen vor allem in den kälteren Monaten um ihre Umsätze in der Außengastronomie. Dabei könnten sich vom hr befragte Gäste durchaus mit Decken als Alternative anfreunden. hessenschau.de-Nutzer kommentieren die Pläne in unserem Bericht kontrovers.

Mehr: Frankfurt und Darmstadt prüfen Heizpilz-Verbot

Bonobo-Mutter beendet Trauer und legt totes Baby ab

Bonobo-Mutter Nayembi hält ihr totes Kind in den Armen.

Der plötzliche Tod eines Bonobo-Babys im Frankfurter Zoo hat viele Besucher und Tierfreunde bestürzt. Neun Tage lang trug die Mutter ihr lebloses Junges mit sich - ein bei Menschenaffen natürlicher Prozess des Abschiednehmens.

Am Donnerstag legte die Bonobo-Mutter den leblosen Körper schließlich ab, Tierpfleger konnten ihn aus der Anlage holen, wie der Zoo mitteilte. Nun kann möglicherweise auch festgestellt werden, woran das Affenbaby starb.

Mehr: Bonobo-Mutter beendet Trauer und legt totes Baby ab

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 10.01.2020, 20:15 Uhr