Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: Der Donnerstag in der Zusammenfassung. Täglich um 17:30 Uhr.

Betroffene berichten von Alltagsrassismus

Collage mit Fotos von Jonny, Maimouna und Chou

"Gerade eben hat mir jemand auf der Straße wieder das N-Wort entgegengeschrien", berichtet Maimouna im Gespräch mit dem hr. Die 29-Jährige ist in Frankfurt geboren, aufgewachsen, lebt dort - und hat dunkle Haut. "Ich erlebe jeden Tag Rassismus", sagt sie.

So wie Maimouna geht es täglich vielen Hessinnen und Hessen - ob waschecht wie Maimouna oder zugezogen. Wir haben sechs junge Menschen getroffen, die von ihren Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung erzählen.

Mehr: Diese jungen Hessen erleben täglich Rassismus und Gewalt

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Hessen geht gegen Hass und Hetze vor

Hessen gegen Hetze Al-Wazir Bouffier

Wer sich beruflich oder privat länger im Internet herumtreibt, sollte sich durchaus ein dickes Fell zulegen. So vielschichtig die Erlebnismöglichkeiten im Web sind, so eindimensional sind oftmals die Beiträge in Kommentarspalten oder den verschiedenen sozialen Netzwerken. Hass, Hetze, Häme und Beleidigungen sind an der Tagesordnung - da ist es fast egal, ob sich das ursprüngliche Thema und Kriminalität oder Kuchenrezepte dreht. Es scheint aber, als würden viele Nutzer das Internet noch immer als rechtsfreien Raum betrachten, in dem sie ungestraft mit Dreck um sich werfen können.

Diesen Menschen entgegnet Vize-Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne) nun: "Was offline gilt, gilt auch online." Um diese Worte in justiziabler Hinsicht mit Bedeutung zu füllen, hat die Landesregierung heute eine zentrale Meldestelle für Hass und Hetze im Internet freigeschaltet. Per Onlineformular, E-Mail oder über eine Telefon-Hotline können sich Bürger nun unter hessengegenhetze.de bei Vorkommnissen melden. Auch wenn ich noch etwas skeptisch bin, dass sich der Ton im Internet dadurch ändern wird: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Mehr: Meldestelle gegen Hass und Hetze im Netz online

Absatz bei Opel bricht ein

Der SUV "Grandland X" wird im Opel-Werk Eisenach montiert.

In Zeiten schlechter Nachrichten für Hessens einstigen Giganten Opel überrascht diese hier kaum: Der Absatz des Rüsselsheimer Autobauers ist im vergangenen Jahr um sechs Prozent gesunken. Opel und seine britische Schwestermarke Vauxhall ließen 2019 insgesamt 977.000 Autos vom Band laufen, wie die Konzernmutter PSA heute bekannt gab. Vor allem die Massenmodelle Astra, Insignia oder Mokka ziehen nicht mehr: Letzteres wurde Mitte des Jahres gar komplett eingestellt. Einzig - wie sollte es auch anders sein - die SUV finden bei Opel wie auch bei anderen Autobauern reißenden Absatz.

Nach jüngsten Meldungen über weitere Stellenstreichungen wird die Aussicht für die Arbeitnehmer im Rüsselsheimer Werk damit nicht besser. "Es gibt aber auch ein paar Lichtblicke, die Opel zumindest etwas Hoffnung geben", sagt unser Opel-Experte Lars Hofmann. Dazu zählt demnach die Entwicklung von Hybrid- und Elektrovarianten seiner Modelle, die Opel von der Konzernmutter auf die Fahnen geschrieben bekommen hat. Hofmann dazu: "Für das Werk in Rüsselsheim entscheidend ist der Bau des Astra. Problem: Dieses wichtige Modell soll erst 2021 am Opel-Stammsitz vom Band rollen. Noch ist allerdings unklar, ab wann genau. So lange könnte es hier weiter Kurzarbeit geben."

Mehr: Nur der SUV wird von Opels Absatzflaute verschont

Wohnungen in Frankfurt immer teurer

Frankfurt von oben

Haben Sie schon mal im Internet nach einer Eigentumswohnung in Frankfurt gesucht? Ein gut gemeinter Tipp: Sparen Sie sich die Zeit. Aus der gefühlten Wahrheit, dass die Immobilien in der Stadt am Main für viele tendenziell unbezahlbar sind, wird nun eine mit Zahlen unterfütterte: Die Preise für Wohnimmobilien in Frankfurt sind allein im vergangenen Jahr um 13 Prozent gestiegen. Das teilte die Stadt mit.

Rund 7.000 Euro pro Quadratmeter mussten Käufer 2019 im Schnitt für eine Eigentumswohnung hinblättern. Bei Altbauten im gefragten Westend waren es Höchstpreise von über 10.000 Euro. Insgesamt liegt der Schnitt bei 5.300 Euro pro Quadratmeter und Wohnung. Das Ende der Fahnenstange lag übrigens in einem Luxus-Hochhaus bei exakt 25.600 Euro pro Quadratmeter. Aber das nur am Rande. Alles in allem liegt Wohnen in Frankfurt auf einem Preisniveau mit Düsseldorf oder Hamburg. Aber sorgen Sie sich nicht: Der Markt regelt das von selbst, das hat er schon immer so gemacht.

Mehr: So teuer sind Immobilien in Frankfurt

Alles zur AWO-Affäre

Der AWO-Komplex

Zugegeben: Die Übersicht im Themenkomplex Arbeiterwohlfahrt (AWO) zu behalten, ist nicht immer einfach. Zu viele Themen kamen und kommen seit mittlerweile Monaten ans Licht. Die Palette reicht von schnellen Dienstwagen über fragwürdigen Job- und Gehaltsvergaben bis zu mutmaßlich sehr eigennütziger Hilfe für Flüchtlinge.

Unsere intensiver mit der AWO-Affäre befassten Kollegen haben nun ein Dossier zum Thema angelegt. Hier bekommen Sie (und wir) schnell einen Überblick zu den bisherigen Geschehnissen, die mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft beschäftigen.

Mehr: Der AWO-Komplex – eine Übersicht

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Zum Artikel auf hr-inforadio.de hr-iNFO: Der Tag in Hessen

Der Tag in Hessen Symbolbild
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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 16.01.2020, 20:15 Uhr