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Mordfall Lübcke: Hauptverdächtiger beschuldigt Mittäter

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zum Video Ernst bestreitet Tat im Mordfall Lübcke

hs
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Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) soll im Juni auf der Terrasse seines Hauses vom Kasseler Rechtsextremen Stefan Ernst aus unmittelbarer Nähe erschossen worden sein - als Reaktion auf Lübckes Haltung in der Flüchtlingspolitik. Soweit bis zum Nachmittag der Stand der Ermittlungen. Ernst hatte kurz nach seiner Festnahme die Tat gestanden und ausgesagt, er habe als Einzeltäter gehandelt. Später widerrief er dieses Geständnis.

Am Mittwoch präsentierte Ernst eine neue Version des Tatablaufs, wie sein Anwalt in einer Pressekonferenz mitteilte: Demnach sagte Ernst in Kassel gegenüber Ermittlungsrichtern des Bundesgerichtshofs aus, er sei in der Tatnacht zusammen mit dem Kasseler Neonazi Markus H. zu Lübckes Haus gefahren. Man habe den Regierungspräsidenten lediglich mit einer Waffe bedrohen und einschüchtern wollen. Die Tatwaffe soll Markus H. in der Hand gehabt haben. Als Lübcke um Hilfe gerufen habe, habe Markus H. den Regierungspräsidenten "versehentlich erschossen". Nach NDR-Informationen haben die Ermittler jedoch bislang keine Spuren gefunden, die auf die Anwesenheit einer zweiten Person am Tatort hindeuten.

Markus H. wird im Fall Lübcke bislang schon Beihilfe zum Mord vorgeworfen und sitzt deshalb wie Ernst in Untersuchungshaft. Er soll Ernst Kontakt zum mutmaßlichen Verkäufer der Mordwaffe vermittelt haben.

Mehr: Stefan Ernst: Ein anderer hat Lübcke erschossen

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35-Jähriger in Mehrfamilienhaus in Kirchheim getötet

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zum Video Tötung aus Eifersucht in Kirchheim

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Ein 35-Jähriger ist am Dienstagabend in Kirchheim getötet worden. Stundenlang waren Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte an einem Mehrfamilienhaus in der 4.000-Einwohner-Gemeinde im Einsatz.

Der mutmaßliche Täter - ein 31-Jähriger - hatte es laut Polizei auf den Liebhaber seiner Ehefrau abgesehen. In dessen Wohnung habe er aber den Bruder seiner Frau angetroffen und ihn erstochen. Ehefrau und Liebhaber konnten unverletzt flüchten. Der mutmaßliche Täter konnte erst nach rund vier Stunden von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen werden. Er hatte sich in dem Haus verschanzt und dort Feuer gelegt.

Mehr: Mann suchte Liebhaber seiner Frau und tötete Schwager

Neue Überwachungskameras am Frankfurter Hauptbahnhof

Blumenmeer nach der Attacke am Hauptbahnhof Frankfurt

Am Frankfurter Hauptbahnhof installiert die Deutsche Bahn neue Kameras. Die Videoüberwachung soll modernisiert werden. Ein Drittel der 300 neuen Kameras sei bereits angebracht, sagte ein Bahn-Sprecher. Es gebe zwar schon 100 Kameras, aber diese seien alt und würden ersetzt. Zusätzlich würden 200 weitere aufgehängt.

Für manche Fahrgäste dürfte sich die gefühlte Sicherheit am Hauptbahnhof erhöhen. Das tödliche Verbrechen im Sommer, als ein Achtjähriger von einem psychisch Kranken vor einen ICE gestoßen wurde, ist vielen noch in Erinnerung. Dennoch gibt die Bahn zu bedenken: Die Videotechnik diene in erster Linie zur Beobachtung und Überwachung des Betriebs und zur Hausrechtswahrung. Abwehr von Gefahren und Strafverfolgung seien Sache der Bundespolizei.

Mehr: Neue Kameras sollen den Frankfurter Hauptbahnhof sicherer machen

Eintracht-Torwart Trapp nach Verletzung zurück im Tor?

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zum Video Trapp im Interview: "Hab' keine Angst, auf die Schulter zu fallen"

Stand Trapp
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Eintracht-Frankfurt Torwart Kevin Trapp steht nach seiner Schulterverletzung beim Start in die Bundesliga-Rückrunde am Samstag kommender Woche möglicherweise wieder im Tor. "Mal schauen, wie es bis dahin läuft, wie weit ich dann bin. Körperlich fühle ich mich auf jeden Fall sehr gut", sagte der 29-Jährige im Interview mit dem hr-Sport im Trainingslager in Florida. Mehr als drei Monate lang fiel Trapp aus, überwintert hat die Eintracht auf Tabellenplatz 13 - im Krisenmodus.

Trotzdem blickt Trapp positiv nach vorne: "Das Gute ist: Jeder weiß, um was es geht, ist konzentriert und nimmt das nicht auf die leichte Schulter", sagte er. Auf seine eigene Rolle als Führungsspieler angesprochen, antwortete er bescheiden: "Die Mannschaft hat auch in meiner Abwesenheit gute Spiele bestritten. Ich persönlich würde mich niemals hinstellen und sagen, dass meine Rückkehr einen besonderen Einfluss auf die Mannschaft hat."

Mehr: Trapp bescheiden: "Meine Rolle ist nicht extrem besonders"

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 08.01.2020, 20:15 Uhr