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Sozialministerium rüstet sich gegen Coronavirus

Ein Wissenschaftler arbeitet im Forschungslabor des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg.

Nach wie vor gibt es keinen bestätigten Fall in Hessen, aber die Sorge vor dem Coronavirus ist offenbar groß. Masken für den Virenschutz sind derzeit in fast allen hessischen Apotheken vergriffen. Das sagte der Vorsitzende des hessischen Apotheker-Verbandes, Holger Seyfarth, dem hr. Am späten Montagabend war im bayerischen Starnberg zum ersten Mal eine Infektion in Deutschland bestätigt worden.

Das hessische Sozialministerium verwies darauf, dass der öffentliche Gesundheitsdienst in besondere Bereitschaft versetzt worden sei. Am Frankfurter Flughafen werden fiebrige Passagiere, die aus den Risikogebieten in China einreisen, nach der Landung untersucht.

Auch die Unikliniken in Frankfurt und Marburg sehen sich nach eigenen Angaben gut gerüstet für den Fall einer Verbreitung in Hessen. Das Risiko einer Ansteckung in Deutschland – und somit auch in Hessen – ist nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts aber gering. In China starben bereits 106 Menschen an dem neuartigen Virus, 4.500 Infektionsfälle sind bestätigt - Tendenz steigend.

Mehr: Erster Fall in Deutschland: Hessen trifft Vorkehrungen gegen Coronavirus

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US-Militärkonvois transportieren Material durch Hessen

Militärfahrzeuge, die durch Deutschland fahren

Ein (noch) ungewohntes Bild bot sich heute Nacht im Schwalm-Eder-Kreis: Mehrere Lastwagen transportierten Materialien der US-Armee von Mannheim zum Bundeswehr-Standort nach Fritzlar. Das war keine einmalige Sache: Einen Monat lang sollen immer nachts Transporter zwischen den beiden Standorten unterwegs sein - und zwar fünf mit Containern beladene Lkw pro Stunde.

Der Materialtransport ist Teil des größten NATO-Manövers seit dem Kalten Krieg. 37.000 Soldaten aus 18 NATO-Ländern sind daran beteiligt. Die US-Armee übt mit ihrem Manöver "Defender Europe 2020" die Verlegung ihrer Truppen aus den USA nach Polen und ins Baltikum. Wochenlang werden die Militärkonvois durch Hessen ziehen. Die Transportroute führt nach Angaben der Staatskanzlei durch die Regionen Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt, Gießen, Kassel und Bad Hersfeld.

Mehr: "Defender Europe 2020": Die US-Militärübung zieht mit Lastwagen durch Hessen

3.000 Briten in Hessen beantragen deutsche Pässe

Brexit

Goodbye, Britain – hello, Hessen! Wenn in drei Tagen der Brexit offiziell wird, bleiben viele Briten, die zurzeit in Hessen leben, wohl trotzdem in der EU. Denn in den vergangenen drei Jahren haben rund 3.000 britische Staatsbürger in Hessen einen deutschen Pass beantragt, die meisten dieser Anträge gingen 2019 ein. Das teilten die zuständigen Behörden mit.

Der Großteil der Anträge ging demnach im Regierungspräsidium Darmstadt ein, das für die Rhein-Main-Region zuständig ist. In Frankfurt arbeiten besonders viele Briten. Die meisten Einbürgerungsanträge haben den Behörden zufolge gute Chancen auf Erfolg.

Mehr: "Hexit" statt Brexit – Tausende Briten wollen Hessen werden

Frankfurterin überfährt mutmaßlichen Wolf

Sieht aus wie ein Wolf - und ist auch einer.

War es ein Wolf? Darüber rätseln Experten nach einem Autounfall im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Das Tier war einer 47-Jährigen im Bereich des Stadtwalds vors Auto gelaufen. Trotz Vollbremsung konnte sie den Unfall nicht verhindern, das Tier starb.

Nach Einschätzung eines eigens verständigten Jagdpächters könnte es sich um einen Wolf handeln. Um das nun zweifelsfrei nachzuweisen, wurden Genproben von dem toten Tier entnommen. Diese werden nun zur Untersuchung ans Senckenberg-Institut für Wildtiergenetik gesendet. In ein bis zwei Wochen werden wir wissen, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt – oder doch um einen Hund.

Mehr: Kadaver wird untersucht: Mutmaßlicher Wolf läuft Frankfurterin vors Auto

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20:15 Uhr