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Expertenkritik an 15-km-Regel

Ausflugsziele wie etwa Rodelhänge in Willingen sind gesperrt.

Zweifelhafte Wirksamkeit und zu viele Ausnahmen - der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hält die 15-km-Bewegungseinschränkung zur Eindämmung des Corona-Virus für wenig sinnvoll. Seiner Meinung nach wird die Regel nur wenig Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen haben. Besser sei es, den Zugang zu überlaufenen Ausflugszielen zu beschränken. Der Aerosol-Experte Gerhard Scheuch hält die Regel sogar für kontraproduktiv. Menschen sollten motiviert werden, sich draußen aufzuhalten, anstatt sich drinnen zu treffen.

Neben den Fachleuten aus der Wissenschaft haben auch Juristen Bedenken angemeldet. Sie zogen die Zulässigkeit einer solchen Freiheitseinschränkung in Zweifel. Dass die Vorgabe der Landesregierung teilweise sehr unterschiedlich ausgelegt wird, stellt für das Sozialministerium kein Problem dar. Die Zuständigkeit für die konkrete Umsetzung liege bei den Landkreisen, hieß es von dort. Nach einem Beschluss des Corona-Kabinetts sollen Kreise mit anhaltend hohen Inzidenzen die Bewegungsfreiheit in der Freizeit auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzen.

Mehr: Corona-Fachleute halten wenig von 15-Kilometer-Regel

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Zu wenige arbeiten im Homeoffice

Mensch sitzt verschwommen an Schreibtisch mit Kopfhörern und Handy

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sollen möglichst viele Menschen von zu Hause aus arbeiten - so wünscht es sich die Politik. Eine aktuelle Studie der Uni Mannheim zeigt allerdings, dass seit dem ersten Lockdown im April 2020 weniger Menschen im Homeoffice arbeiten, obwohl viel mehr von ihnen es könnten und die Infektionszahlen deutlich über denen vom letzten Frühjahr liegen. So arbeiteten im November 2020 nur 14 Prozent der Befragten von zuhause aus. Im April waren es fast doppelt so viele.

Mit mehr Menschen im Homeoffice könnte die Zahl der Neuinfektionen in manchen Regionen sinken. Davon ist Volkswirt Jan Schymik überzeugt. Ihm zufolge könnte ein ähnlich hoher Anteil von Heimarbeitern wie im Frühjahr die Inzidenz um die Hälfte senken. Von einem Rechtsanspruch auf Homeoffice halten die hessischen Unternehmerverbände nichts. Es werde bereits genug getan, um die Arbeit in den Betrieben sicher zu machen, sagte Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert.

Mehr: Viele arbeiten im Büro statt im Homeoffice

Weiter Wassermangel am Edersee

Aufnahme von der Aseler Brücke im Edersee. Der Wasserstand des nordhessischen Edersees ist unter die 50-Prozent-Marke gesunken und die ersten Reste verlassener Siedlungen, das sogenannte "Edersee-Atlantis", sind schon aufgetaucht.

Wegen des trockenen Winters spitzt sich die Situation am Edersee weiter zu. Zuletzt war er nur noch zu 35 Prozent mit Wasser gefüllt, für den Januar ist das eindeutig zu wenig. Noch vor einem Jahr war es die doppelte Menge. Weil auch die Oberweser zu trocken ist, wird seit Tagen Wasser aus dem Edersee dorthin geleitet, um den Schiffsverkehr zu ermöglichen. Laut dem Landesamt für Umwelt und Geologie fehlten schon im Dezember sieben Prozent der sonst üblichen Regenmengen.

2020 war bereits das dritte trockene Jahr in Folge. Die Trockenheit verschärft den Streit um das Wasser des Edersees. Schifffahrt und Tourismus liegen deswegen seit Jahren im Clinch. Denn das Nass ist für die Ferienregion ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ist der Staussee ausgetrocknet, bleiben Wassersportler und Badegäste weg. Für Hoteliers und Gastronomen bedeutet das erhebliche Umsatzeinbußen.

Mehr: Trockenheit verschärft Streit um Edersee-Wasser

Jovic kommt als Leihgabe zur Eintracht

Luka Jovic küsst das Eintracht-Wappen nach seinem ersten Treffer.

Luka Jovic kehrt zur Frankfurter Eintracht zurück. Der 23-jährige wird von Real Madrid bis zum Sommer an die Hessen ausgeliehen, darauf haben sich beide Vereine nun endgültig geeinigt. Die Spanier beteiligen sich sogar am Gehalt des Stürmers. Die Leihgabe wird somit für die Eintracht nicht zum finanziellen Wagnis.

Den Spaniern ist vor allem wichtig, dass Jovic schnell zu alter Form zurück findet. Frankfurts Trainer Adi Hütter freut sich über die zusätzliche Option im Sturmzentrum. Die Eintracht bekomme mit Jovic einen "außergewöhnlichen Spieler", betonte der Coach. Ob der Serbe allerdings bereits am Sonntag gegen Schalke 04 auflaufen kann, ist noch unklar.

Mehr: Alles fix! Jovic kehrt zur Eintracht zurück

Im Norden Wolken und Schneeschauer, im Süden trocken

Kommende Nacht gibt es häufig Auflockerungen, und es ist meist trocken. Nur im Nordosten zeigen sich dichtere Wolken, dabei fallen einzelne Schneeschauer. Mit Tiefstwerten von -2 bis -9 Grad wird es sehr kalt. Vorsicht, Glättegefahr!

Am Freitag ist es im Norden oft bewölkt, und es fallen einzelne Schneeschauer. Im Süden zeigt sich zeitweise die Sonne, und es bleibt trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen -4 und 3 Grad. Am Samstag herrscht ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix, der Sonntag ist meist wolkenverhangen, und es fällt gebietsweise Schnee. Die Wochenendtemperaturen bewegen sich zwischen -3 und 2 Grad.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 14.01.2020, 20.15 Uhr