Das Foto zeigt den Angeklagten Franco A. umzingelt von Pressemenschen, wie er mit ihnen redet.

Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Donnerstag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - heute um 16:30 Uhr.

Franco A. bestreitet Terrorvorwurf

Das Foto zeigt den Angeklagten Franco A. umzingelt von Pressemenschen, wie er mit ihnen redet.

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt hat am Donnerstag der Prozess gegen Franco A. begonnen. Die Bundesanwältin wirft dem 32 Jahre alten Bundeswehroffizier vor, aus einer tief verfestigten rechtsextremistischen Gesinnung heraus einen Anschlag auf hochrangige Politikerinnen und Politiker sowie weitere Personen des öffentlichen Lebens geplant zu haben. Mit "erheblichem organisatorischen Aufwand" habe sich der Angeklagte eine falsche Identität als angeblicher syrischer Flüchtling zugelegt, sagte die Anklagevertreterin. Es sei ihm darum gegangen, die geplanten Anschläge als Terrorakte eines anerkannten Asylbewerbers darzustellen und das Vertrauen in die Asylpolitik zu erschüttern.

Kurz vor Prozessbeginn wies der Angeklagte den Terrorvorwurf erneut zurück. "Ich habe niemals zum Nachteil irgendeiner Person irgendwelche Handlungen geplant", sagte Franco A. vor laufenden Kameras. Er wolle in dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Frankfurt einiges klar stellen. Er sei kein Rechtsextremist.

Mehr: Bundeswehroffizier Franco A. bestreitet Terrorvorwurf / Terrorvorwurf und Märtyrerrolle

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Wetterau lockert erneut wegen niedriger Corona-Zahlen

Gläser hängen über dem Tresen im Restaurant.

Als erster Kreis in Hessen darf die Wetterau ab Freitag die weitreichenden Lockerungen der zweiten Öffnungsstufe umsetzen. Möglich machen das die niedrigen Corona-Zahlen im Kreis. Am Donnerstag lag der Wert bei 31,5 und somit den fünften Tag in Folge unter einer Inzidenz von 50. Das bedeutet: Die zweite Stufe des neuen Öffnungsstufenplans für Hessen tritt in Kraft.

Wieder möglich wird dann: Essen im Restaurant, Treffen mit mehreren Freunden, Shoppen ohne Test und Termin. Für die Schüler und Schülerinnen im Kreis beginnt dann auch ein fast normaler Schullalltag: Alle Jahrgangsstufen sollen ab Freitag für den Unterricht zurück in den Klassenraum. Wechselunterricht ist damit in der Wetterau vorerst passé.

Mehr: Die Wetterau macht sich ab Freitag locker

Keine Schäden nach Bombensprengung in Frankfurt

Nach der Sprengung: Eine große Kuhle im Sand.

Große Erleichterung nach der Bombensprengung im Frankfurter Nordend: Alles lief glatt, als Experten in der Nacht zum Donnerstag eine 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gezielt zur Explosion brachten. "Das war eine Meisterleistung", bilanzierte der Leiter des Kampfmittelräumdienstes am Regierungspräsidium Darmstadt, Dieter Schwetzler. "Nicht mal eine Scheibe ist zu Bruch gegangen." Auch die Gas-, Wasser- und Stromleitungen blieben nach Angaben des Frankfurter Energieversorgers Mainova heil.

Die Bombe war am Mittwoch bei Baggerarbeiten im Stadtteil Nordend entdeckt worden und musste noch in der Nacht gesprengt werden, da sie noch einen Langzeitzünder besaß. Lastwagen luden zuvor 2.100 Tonnen Sand über der Fundstelle ab, um Detonationsschäden an den umliegenden Gebäuden zu verhindern. Dadurch war die Sprengung nur als dumpfes Grummeln zu hören. Anschließend tat sich an der Stelle ein drei Meter tiefer Krater auf. Wegen des Einsatzes hatten rund 25.000 Anwohnerinnen und Anwohner ihre Wohnungen verlassen müssen.

Mehr: Weltkriegsbombe in Frankfurt kurz nach Mitternacht gesprengt

Wein-Diebstahl: Hotel wehrt sich gegen Verdacht

Eine Villa mit einem Eintrittsportal auf dem "Kronen-Schlösschen" steht.

Weinflaschen im Wert von mehreren hunderttausend Euro verschwanden Anfang des Jahres aus dem Hotel Kronen-Schlösschen in Eltville (Rheingau-Taunus). Die Besitzer sahen eine Weinmafia am Werk, stehen jetzt aber selbst im Fokus der Ermittler. Die Staatsanwaltschaft hat große Zweifel an der Version, die die Hotelchefin im Januar auch dem hr schilderte. Die Ermittler ließen das Kronen-Schlösschen sowie Räume der Betreiber nach Hinweisen durchsuchen.

Kronen-Schlösschen-Besitzer Hans B. Ulrich reagierte verärgert auf die Vorwürfe. "Es werden absolut integre Menschen eines schweren Verbrechens beschuldigt, und das ausschließlich mit vagen, völlig absurden Unterstellungen - ohne einen einzigen konkreten Verdacht", wehrte er sich in einer Stellungnahme. Er vermutet hinter den Ermittlungen einen taktischen Schritt seiner Versicherung, die nicht für den Schaden aufkommen wolle.

Mehr: Razzia im Nobelhotel: Besitzer wehrt sich gegen Betrugsvorwuf

Das Wetter: Wechselhaft und mild

Nach einem wechselhaften Tag mit etwas Sonne wird es am Abend von Westen her wieder zunehmend bewölkt. Es bleibt aber oft trocken, in der Nacht fällt vereinzelt mal etwas Regen. Die Tiefstwerte reichen von 11 bis 7 Grad.

Am Freitag ist es mal stärker bewölkt, mal stellen sich sonnige Abschnitte ein. Meist ist es trocken, nur selten gibt es Schauer. Es ist windig mit starken bis stürmischen Böen. Höchstwerte: 14 bis 19 Grad. Am Samstag ist es wechselhaft mit Wolken, Schauern, Sturmböen und kurzen Gewittern, bei 10 bis 17 Grad. Am Sonntag wird es erneut windig und wechselhaft.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20.05.2021, 20:15 Uhr