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Frankfurter Weihnachtsmarkt steht vor der Absage

Frankfurter Weihnachtsmarkt

Der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln, Menschenmassen vor den Ständen - in Frankfurt wird es das in diesem Winter wohl nicht geben. Der Magistrat hat am Freitagabend über den Weihnachtsmarkt beraten - und die Entscheidung noch einmal auf Dienstag verschoben. Dass der Markt stattfinde, sei aber "schwer vorstellbar", sagte hinterher ein Sprecher von OB Peter Feldmann (SPD). Grund sind die seit Tagen kontinuierlich steigenden Corona-Infektionszahlen. Die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen, die im Römer die Mehrheit stellen, halten das Markttreiben unterm Weihnachtsbaum offenbar für nicht mehr verantwortbar.

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Corona-Verordnungen beschäftigen die Gerichte

Justiz

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Sperrstunden: Mit verschiedenen Verordnungen versuchen Kreise und Kommunen zu verhindern, dass sich das Corona-Virus weiter verbreitet. Einige beschäftigen jetzt die Gerichte: So hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof am Freitag die Sperrstunde im Landkreis Gießen aufgehoben. Das Gericht gab der Beschwerde des Betreibers einer Gießener Gaststätte Recht. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Der Rechtsstreit um die Verlängerung der Sperrstunde für Gastronomen im Kreis Marburg-Biedenkopf geht dagegen weiter. Der Kreis kündigte am Freitag in einer Mitteilung an, gegen eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen Beschwerde einzulegen. Das hatte die Allgemeinverfügung des Kreises für rechtswidrig erklärt.

Zwei Eilanträge von Schülern gegen eine Maskenpflicht im Unterricht im Main-Kinzig-Kreis und in Wiesbaden wurden am Freitag wiederum abgelehnt. Einer der Kläger legte bereits Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel ein.

Mehr: Corona-Ticker: +++ Sperrstunde im Kreis Gießen aufgehoben +++

Warum RKI-Zahlen manchmal von denen in den Kreisen abweichen

Corona-Proben im Labor

Beim Kampf gegen die Corona-Pandemie ist der Inzidenzwert enorm wichtig. Er sagt aus, wieviele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen registriert wurden und ist die Richtschnur für Verordnungen und Regeln, die die Kommunen erlassen. Doch je nach Quelle weichen diese Zahlen mitunter stark voneinander ab.

Beispiel Marburg-Biedenkopf. Am Mittwoch meldete der Landkreis eine Inzidenz von 109,9. Das Robert-Koch-Institut (RKI) dagegen gibt für denselben Kreis am Donnerstag nur einen Wert von 55,0 an, also gerade einmal die Hälfte. Das liegt daran, dass viele Neuinfektionen auf dem Übermittlungsweg zumindest temporär hängenbleiben und nicht in tagesaktuelle Berechnungen einfließen. 

Mehr: Warum RKI-Zahlen manchmal von denen in den Kreisen abweichen

Klinik-Mitarbeiter baten Eintracht Frankfurt um "Testpatenschaften"

Das Universitätsklinikum in Frankfurt.

An der Frankfurter Uniklinik gibt es Streit zwischen Leitung und Personalrat. Rund 300 Mitarbeiter baten den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt in einem offenen Brief um Spenden für Corona-Tests.

Bundesliga-Spieler bekämen solche Tests, heißt es in dem Brief: "Uns dagegen, die direkt tagtäglich mit potenziell und tatsächlich an Covid-19 erkrankten Menschen konfrontiert sind, werden diese Routine-Tests nicht zugestanden." Es würden nur Mitarbeiter getestet, die schon Symptome zeigten. Die Klinikleitung bestreitet das. Jetzt landet der Fall vor Gericht.

Mehr: Klinik-Mitarbeiter baten um Corona-Tests von Eintracht Frankfurt

Wetter: Der Regen zieht ab

In der Nacht zum Samstag zieht der Dauerregen ab, und von Westen lockern landesweit die Wolken mehr und mehr auf. Vereinzelt gibt es noch Schauer, örtlich auch Nebelfelder bei Tiefstwerten zwischen 12 Grad an der Bergstraße und 7 Grad im Upland.

Am Samstag wechselt sich die Sonne mit einigen dichteren Wolken ab. Hier und da kann es noch einen kurzen Schauer geben, meist bleibt es aber den ganzen Tag über trocken. Die Temperatur steigt auf Höchstwerte zwischen 13 und 17 Grad, im Bergland sind es maximal 10 bis 13 Grad.

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 23.10.2020, 20:15 Uhr