Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Dienstag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17.30 Uhr.

Markus H.s Verteidiger fordert Freispruch

Markus H. (rechts) mit seinem Verteidiger Björn Clemens

Im Prozess um den tödlichen Anschlag auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sieht die Verteidigung des Mitangeklagten Markus H. eine Mittäterschaft ihres Mandanten als nicht erwiesen an. "Er sitzt hier zu Unrecht", erklärte Verteidiger Björn Clemens am Dienstag. In seinem Plädoyer betonte Clemens, dass Markus H. weder konkrete noch psychische Beihilfe zur Tötung Walter Lübckes durch den Hauptangeklagten Stephan Ernst geleistet habe.

H. sei bei der Tat nicht - wie von Ernst behauptet - anwesend gewesen, so Clemens. H. habe Ernst auch nicht in dessen Tatentschluss bestärkt. Vielmehr habe sein Mandant seit 2009 das "Musterbeispiel eines legalen Lebens" gelebt, erklärte der Anwalt. Er forderte, H. freizusprechen. Die Bundesanwaltschaft hatte für Markus H. eine Freiheitssstrafe von neun Jahren und acht Monaten wegen Beihilfe zum Mord gefordert.

Mehr: Verteidigung bestreitet Mittäterschaft von Markus H.

Weitere Informationen

Der Tag in Hessen abonnieren

Mit unserer App können Sie "Der Tag in Hessen" abonnieren. Dann bekommen Sie täglich um 17.30 Uhr eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone. Hier erfahren Sie, wie es geht.

Ende der weiteren Informationen

Kreis Fulda: Hohe Inzidenz wegen vieler Tests?

Eine Pflegekraft testet einen Bewohner auf das Coronavirus.

Fulda ist der einzige Kreis in Hessen, bei dem die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen noch über dem Wert von 200 liegt. Aktuell beträgt er 283, vor zwei Wochen lag er sogar um knapp 100 darüber. Die meisten Infektionen finden im privaten Bereich statt. Die Behörden haben sich die Zahlen genauer angeschaut. Dabei hat sich gezeigt: Die hohe Inzidenz lässt sich womöglich zum Teil mit einer besonders ohne Anzahl an Tests erklären.

So gehe man über die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) hinaus und teste alle Kontaktpersonen von Infizierten auch dann, wenn sie selbst keine Symptome zeigten, erläuterte Vize-Landrat Frederik Schmitt (CDU) am Dienstag. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu erreichen, will der Landkreis nun das Angebot der regelhaften Untersuchung in Abstimmung mit dem Sozialministerium überprüfen. Dies sei auch wegen der rechtlichen Regelungen wichtig, die an die Inzidenz geknüpft sind.

Mehr: Im Corona-Hotspot Fulda wird mehr getestet als gefordert

Angreifer mit Messer verletzt Menschen im Frankfurter Bahnhofsviertel

Bahnhofsviertel abgesperrt nach Messerstecherei

Ein Mann hat am Dienstagmorgen im Frankfurter Bahnhofsviertel vier Menschen mit einem Messer zum Teil schwer verletzt. Umliegende Straßen wurden weiträumig abgesperrt. Der mutmaßliche Täter konnte festgenommen werden. Gegen 11 Uhr gab die Polizei Entwarnung. Es bestehe keine Gefahr mehr, schrieb sie auf Twitter.

Der Hintergrund des Angriffs war zunächst unklar. Es werde geprüft, ob es zwischen Täter und Opfern eine Beziehung gebe, teilten die Beamten mit. Medienberichte, nach denen der Angreifer wahllos auf Passanten losgegangen sei, konnte die Polizei bis zum Nachmittag nicht bestätigen. Die Ermittler untersuchen auch, ob Videoaufnahmen vom Geschehen existieren.

Mehr: Frankfurter Bahnhofsviertel: Vier Verletzte nach Messerattacke

Wohnungsbaugesellschaften erhöhen Mieten in Pandemie

Wohnungen der Nassauischen Heimstätte

Am Anfang der Corona-Krise froren viele Wohnungsbaugesellschaften ihre Mieten ein, um ihre Mieter in der Pandemie nicht weiter zu belasten. Die Krise ist längst nicht überstanden. Dennoch gibt es nun wieder Mieterhöhungen - zum Teil sehr deutliche. 

Betroffen sind etwa Mieter der Wohnbau in Gießen und der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt (NHW), Hessens größter Wohnungsbaugesellschaft mit rund 60.000 Wohnungen. Beide geben an, modernisieren und klimaneutral sanieren zu wollen. Die Mieter machen sich Sorgen, Mieterschützer üben Kritik.

Mehr: Mieterschützer protestieren gegen Erhöhungen im Pandemiejahr

Wetter: Erst Schnee, später Regen, um 5 Grad

In der Nacht bleibt es bewölkt, aber trocken bei Tiefstwerten zwischen 1 und -3 Grad. Erst in den Morgenstunden setzt vor allem im Westen wieder neuer Schneefall ein, der im Verlauf des Mittwochs immer mehr in Regen übergeht. Die Höchstwerte liegen am Mittwoch zwischen -1 und 5 Grad.

Am Donnerstag und Freitag wird es bei milden Temperaturen um 11 Grad regnerisch. Am Samstag gehen die Niederschläge vor allem im Norden wieder in Schnee über. Hier kann dann auch mal die Sonne scheinen.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken) / Während die Kasseler noch rodeln, haben die Frankfurter schon nasse Füße

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 26.01.2021, 20.15 Uhr