Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Donnerstag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17:30 Uhr.

Gefährdet die Corona-Mutation das Lockdown-Ziel?

Auf einer Uhr sind neunzehn Minuten angezeigt: die Zeit, wie oft in Hessen jemand an oder mit Corona stirbt.

Seit Wochen gehen die Infektionszahlen mit dem Coronavirus nach unten, die landesweite 7-Tage-Inzidenz nähert sich dem angestreben Wert von 50. Sorgen machen vielen aber die Virusmutationen. Vor allem die britische Variante breitet sich in Deutschland und Hessen aus. Ihr Anteil unter den Neuinfektionen nimmt rasant zu. Ist die 50er-Inzidenz unter diesen Umständen massiv gefährdet?

Gefragt sind jetzt die Modellrechnungen der Mathematiker. Sie zeigen je nach Grundannahme verschiedene Möglichkeiten der Pandemie-Entwicklung auf. Manches davon stimmt pessimistisch. Es gibt aber auch Anlass zur Hoffnung, wie das Beispiel Großbritannien zeigt. Dort gehen die Infektionszahlen insgesamt trotz der Ausbreitung der Mutation zurück. Das hr-Datenteam hat die Zahlen analysiert.

Mehr: Kann Hessen das Lockdown-Ziel trotz Mutation noch erreichen?

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Frühere Impftermine für 75.000 Hessen

Impfung


Bisher geht es bei den Impfungen gegen Corona nur schleppend voran. Das soll sich ab Samstag für zehntausende Menschen in Hessen ändern. Die Zusagen der Impfstoffhersteller und des Bundes gegenüber den Ländern ermöglichten nun eine schnellere Impfung, meldeten am Donnerstag Hessens Gesundheitsminister Klose (Grüne) und Innenminister Beuth (CDU). "Mehr Impfdosen bedeuten frühere Termine."

Profitieren können erst einmal diejenigen, die bereits einen Termin für die Erstimpfung haben, der nach dem 22. März liegt. Sie können vom kommendem Samstag, 20. Februar, an auf einen früheren Termin umbuchen.

Mehr: Frühere Impftermine für 75.000 Hessen

Rassistische Attentate und die Rolle der Gesellschaft

Ein Jahr Hanau

Nur Einzelfälle? Die Brandanschläge in den 90er-Jahren, die Morde der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der Anschlag auf die Synagoge in Halle, das rassistische Attentat in Hanau am 19. Februar 2020: Für den Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena, Matthias Quent, steht der neunfache Mord an Menschen mit Migrationshintergrund, der vor einem Jahr Hessen und Deutschland erschütterte, in einer unseligen Tradition rechter Gewalt.

Der Attentäter mag alleine gehandelt haben, "aber niemand radikalisiert sich im luftleeren Raum", sagt der Rechtsextremismusforscher im Interview. Quent schreibt dem rechtsextremen Milieu und der AfD eine Mitverantwortung am Attentat von Hanau zu - mithin einem Teil der Gesellschaft. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, brauche es eine breite Ächtung von Rassismus und eine laut geäußerte Solidarität mit den Betroffenen. Darüber hinaus fordert Quent schärfere Gesetze gegen Hasskriminalität.

Mehr: Interview: Kann die Gesellschaft Attentate wie in Hanau verhindern?

Rheingau Musik Festival trotzt Corona

Skizze des Konzert-Kubus für das Rheingau Musik Festival

Vom 26. Juni bis 5. September sind unter dem Thema "Aufbruch" beim Rheingau Musik Festival 193 Konzerte an 22 Spielstätten geplant. 115.000 Eintrittskarten stehen zur Verfügung. Das sind Zuschauerzahlen, die einen angesichts von Corona staunen lassen, doch die Organisatoren haben alle Register gezogen, damit die Konzerte auch wie geplant stattfinden können - immer unter den aktuell geltenden Hygienebestimmungen.

So entsteht auf dem Gelände von Schloss Johannisberg ein neuer Konzertsaal. Der Konzert-Kubus aus Holz und Glas wurde für das Festival entworfen und wird im Anschluss wieder zurückgebaut. Mit einigen Konzerten zieht das Festival in die Brita-Arena nach Wiesbaden. Dort können die Besucherinnen und Besucher in Strandkörben sitzen. Insgesamt 3.000 Menschen sollen so Künstler wie Till Brönner, Max Giesinger, Candy Dulfer und die Band Smokie erleben können.

Mehr: Strandkorb-Arena und Konzert-Kubus: Das Rheingau Musik Festival trotzt Corona

Wetter: Es wird frühlingshaft warm

Es wird Frühling! Und zwar schon am Wochenende! Heute ist es über weite Strecken noch neblig und bewölkt. Bei Höchstwerten zwischen 9 Grad in Osthessen und 13 Grad an der Bergstraße bleibt es weitgehend trocken. Nur im Westen kann es abends etwas regnen. 

Am Freitag bleibt der Himmel oft blau und die Temperaturen steigen noch ein bisschen weiter, wie auch am Samstag. Den krönenden Abschluss macht dann der Sonntag: Bis zu 18 Grad werden erreicht, dabei scheint häufig die Sonne.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 18.02.2021, 20:15 Uhr