Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Donnerstag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17:30 Uhr.

Lebenslang für Lübcke-Mörder Stephan Ernst

Stephan Ernst

Der Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, Stephan Ernst, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt stellte am Donnerstag zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen. Eine anschließende Sicherungsverwahrung behielt sich das Gericht vor.

Ernst hatte die Tat wiederholt gestanden - jedoch in drei unterschiedlichen Versionen. Dabei belastete er zuletzt den Mitangeklagten Markus H., der mit am Tatort gewesen sei. H. selbst hatte sich nicht geäußert. Seine Anwälte hatten eine Tatbeteiligung des als Rechtsextremist bekannten Mannes bestritten und Freispruch gefordert. Das OLG verurteilte H. am Donnerstag zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Ursprünglich war er wegen Beihilfe zum Mord angeklagt gewesen.

Mehr: Lübcke-Mord: Lebenslange Haft für Stephan Ernst

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Polizei-Panne bei Anschlag in Hanau

Fassade der Shisha-Bar Midnight, des ersten Tatorts des Anschlags von Hanau

Beim rassistisch motivierten Anschlag von Hanau im vergangenen Februar gab es Pannen bei der Polizei. Wie Anrufprotokolle, die dem hr vorliegen, belegen, war der Polizeinotruf überlastet und nicht ausreichend besetzt. Zahlreiche Zeugen und Betroffene kamen unter der Notrufnummer 110 nicht durch, darunter ein späteres Todesopfer.

So wurden während der Tatzeit zwischen 21.55 Uhr und 22.09 Uhr gerade einmal fünf Anrufe entgegengenommen. Polizeiexperten sprechen von einem schweren Versagen.

Mehr: Notruf der Polizei während Anschlag von Hanau unterbesetzt

Kein Schadenersatz wegen verpatzter Mietpreisbremse

In einem Fenster steht das Schild "Zu vermieten"

Obwohl das Land Hessen einen Fehler bei der Verordnung zur Mietpreisbremse gemacht hat, muss es keinen Schadenersatz leisten. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Donnerstag entschieden. Damit sind die Kläger aus Frankfurt bereits zum dritten Mal vor Gericht gescheitert.

Wegen eines Formfehlers war die in Hessen eingeführte Mietpreisbremse 2015 gekippt worden. In der Folge galt die Verordung dreieinhalb Jahre nicht. Der Bundesgerichtshof entschied: Die Mietpreisbremse in Hessen war nichtig. Aus diesem Grund konnten Mieter wegen zu viel gezahlter Miete vor Gericht keine Ansprüche gegen ihre Vermieter geltend machen. Erst die Neufassung, die im Sommer 2019 erlassen wurde, ist gültig.

Mehr: Mieter haben keinen Anspruch auf Schadenersatz vom Land

Bewaffneter Geldtransporter-Räuber auf der Flucht

Nach einem Überfall fahndet die Polizei unter Hochdruck nach den Tätern.

Nach einem versuchten Raubüberfall auf einen Geldtransporter fahndet die Polizei in Frankfurt mit einem Großaufgebot nach mehreren Tätern. Bei dem Überfall im Stadtteil Bergen-Enkheim soll laut Polizei auch mindestens ein Schuss gefallen sein.

Über die Warn-App des Landes Hessen rief die Polizei die Bevölkerung dazu auf, keine Anhalter mitzunehmen. Die Täter seien bewaffnet.

Mehr: Polizei fahndet in Frankfurt nach mehreren Tätern

Neue Impftermine ab 3. Februar

Eine alte Frau mit Begleitung auf dem Weg zur Impfung in Gießen

Vor gut einem Monat haben in Hessen die Corona-Impfungen begonnen. Es hakte von Beginn an bei der Terminvergabe, weil das Anmeldesystem dem enormen Andrang nicht gewachsen war - vor allem aber wegen des bundesweit fehlenden Nachschubs an Impfstoff. Vom 3. Februar an will das Land den Senioren, die noch nicht zum Zug kamen, Impftermine anbieten.

Innenminister Peter Beuth (CDU) geht angesichts der limitierten Menge an verfügbarem Impfstoff davon aus, dass die Versorgung der Priorisierungsgruppe 1 - also hauptsächlich der über 80-Jährigen - nach zehn Wochen abgeschlossen sein kann.

Mehr: Es geht voran im Kampf gegen die Pandemie - aber nur schleppend

Wetter: Viel Regen, milde Temperaturen

Zum Abend kann es dann zwischen Bergstraße und Rheingau stellenweise aufklaren. Die Temperaturen steigen auf 2 Grad in Nordhessen, südlich des Mains auf bis zu 11 Grad. Auch auf den Bergen setzt bei 0 Grad auf der Kasseler Kuppe im Meißner und 9 Grad am Odenwald oftmals Tauwetter ein.

In der Nacht zu Freitag regnet es vor allem in der Nordhälfte weiter, zwischen Diemel und Werra schneit es teilweise, möglicherweise auch bis in die Niederungen. Im Süden gibt es nicht nur ein paar Auflockerungen, sondern neben Schauern auch längere trockene Phasen. Zum Morgen erreicht uns dann aus Südwesten ein neues Regengebiet. Es bleibt bei den großen Temperaturunterschieden auch in der Nacht mit 8 Grad südlich des Mains und 0 Grad im Reinhardswald.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20:15 Uhr