Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Dienstag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17:30 Uhr.

In Kliniken und Altenheimen gehen erste Impfungen los

Ein Mensch erhält eine Impfspritze in den Obenarm

Nun ist es amtlich: Knapp 10.000 Impfdosen stehen Hessen am Sonntag zum Auftakt der Corona-Impfungen zur Verfügung. Das teilte die Landesregierung am Dienstag mit. Weil es in der ersten Lieferrunde nicht mehr Material gibt, bleiben die 28 eingerichteten Impfzentren aber erst einmal im Wartezustand. Los gehen wird es an den hessischen Covid-19-Schwerpunktkliniken sowie in Alten- und Pflegeheimen mit mobilen Impfteams.

In einer nächsten Phase sollen in den ersten sechs regionalen Impfzentren Menschen geschützt werden, die in die oberste Priorität fallen. Laut Innenminister Peter Beuth dürften bereits in naher Zukunft deutlich mehr Impfdosen in Hessen ankommen. "Wir sind guten Mutes, pro Woche 50.000 Dosen zu erhalten", erklärte der CDU-Politiker.

Mehr: Corona-Impfungen in Hessen starten am Sonntag / Wann und wo in Hessen gegen Corona geimpft wird

Weitere Informationen

Der Tag in Hessen abonnieren

Mit unserer App können Sie "Der Tag in Hessen" abonnieren. Dann bekommen Sie täglich um 17:30 Uhr eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone. Hier erfahren Sie, wie es geht.

Ende der weiteren Informationen

Impfzentren kommen Land teuer zu stehen

Betriebsbereit ist das künftige Impfzentrum der Stadt in der Festhalle auf dem Messegelände.

28 Impfzentren wurden in ganz Hessen aus dem Boden gestampft. Legt man die bereits durch den Landtag bewilligten 150 Millionen Euro für die ersten drei Monate Betrieb zugrunde, kommen bis September Kosten von bis zu 500 Millionen Euro auf die öffentliche Hand zu. Die Kommunen gehen für Hallenmieten, medizinisches Personal und Logistik in Vorleistung. Sie holen sich das Geld dafür vom Land zurück. Das Land bekommt die Kosten zur Hälfte vom Bund erstattet.

In den meisten Zentren wurde das Deutsche Rote Kreuz als Betreiber mit an Bord geholt. Doch es gibt Ausnahmen. Der Rheingau-Taunus-Kreis und der Kreis Offenbach greifen auf das Unternehmen Ecolog zurück. Das stand im Sommer in den Schlagzeilen wegen Pannen bei Coronatests in Bayern.

Mehr: Impfzentren kosten bis zu 500 Millionen Euro

Staatsanwaltschaft fordert lebenslänglich für Stephan Ernst

Oberstaatsanwalt Dieter Killmer

Im Prozess um die Ermordung des CDU-Politikers Walter Lübcke hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Frankfurt für den Hauptangeklagten Stephan Ernst eine lebenslange Freiheitsstrafe und anschließende Sicherungsverwahrung gefordert. Zudem solle die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Für den Mitangeklagten Markus H. forderte die Anklage neun Jahren und acht Monate wegen Beihilfe zum Mord und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Nach Ansicht der Anklage ist Stephan Ernst schuldig wegen des Mordes an dem Kasseler Regierungspräsidenten im Juni 2019 sowie des versuchten Mordes an dem irakischen Asylbewerber Ahmed I. im Januar 2019. Es habe sich um "rechtsextremistische Anschläge" gehandelt. Ausschlaggebend für beide Taten sei das "rassistische" und "menschenverachtende" Weltbild des Hauptangeklagten gewesen, betonte Oberstaatsanwalt Dieter Killmer.

Dieses Weltbild habe Ernst mit dem Mitangeklagten Markus H. geteilt. Dieser habe ihn "bestärkt" und durch gemeinsame Schießtrainings auch in die Lage versetzt, den Mord an Lübcke zu begehen.

Mehr: Anklage fordert lebenslang und Sicherungsverwahrung / Der Mord an Walter Lübcke - eine Chronik

An Weihnachten könnte es Schnee geben

Ein mit Schnee bedecktes Waldstück auf dem großen Feldberg.

Noch ist das Wetter in Hessen wenig weihnachtlich. Doch in diesem Jahr könnte es zu Heiligabend wegen eines Wetterwechsels Schnee geben. Im Laufe des 24. Dezembers ströme kältere Luft aus dem Norden zu uns, die am Nachmittag oder Abend zumindest im Bergland Schnee und Schneeregen mit sich bringe, sagt hr-Meteorologe Mark Eisenmann. "Die Chancen auf weiße Weihnachten stehen in diesem Jahr nicht schlecht."

Für den 25. Dezember sagt unsere Wetterredaktion weitere Schneeschauer bei Temperaturen zwischen minus zwei und fünf Grad voraus. Allerdings: Liegenbleiben wird der Schnee wohl nur im Bergland.

Mehr: Dieses Jahr gibt es weiße Weihnachten - bestimmt, vielleicht

Das Wetter: Es bleibt erst mal trüb und mild

Am Mittwoch bleibt es trüb und regnerisch. Zum Teil regnet es andauernd und viel. Die größten Regenmengen sind in den West-Staulagen der Berge zu erwarten. Bevor es aber zu Weihnachten kalt wird, bleibt es mild. Es können Höchstwerte von 10 bis zu 14 Grad erreicht werden. Auf den Bergen sind 8 bis 10 Grad zu erwarten.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20:15 Uhr