Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Donnerstag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17.30 Uhr.

Viele Inzidenzzahlen in den Kreisen sind zu niedrig

Mann beim Corona-Test

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist für viele Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern der entscheidende Maßstab. Doch ausgerechnet bei dieser zentralen Zahl sind die Angaben des Robert-Koch-Instituts nicht immer aktuell. Die Politik beruft sich auf Werte, die nicht selten zu niedrig sind.

So war die tatsächliche Inzidenz beispielsweise in Wiesbaden im November und Anfang Dezember durchschnittlich um 20 Prozent höher als vom RKI gemeldet. Im Lahn-Dill-Kreis waren es im Oktober sogar 60 Prozent, auch andere Kreise sind betroffen. Die Gründe dafür liegen im Ablauf: Bis die Meldungen beim RKI eintreffen, legen sie oft einen langen Weg zurück.

Weil Kreise ihrerseits eigene Zahlen melden, kommt es zu Irritationen bei Politik und Bürgern. Um Verzögerungen künftig zu vermeiden, suchen die Gesundheitsämter nach Personal und drängen auf Digitalisierung.

Mehr: Inzidenzen weichen oft stark von der Realität ab

Weitere Informationen

Der Tag in Hessen abonnieren

Mit unserer App können Sie "Der Tag in Hessen" abonnieren. Dann bekommen Sie täglich um 17.30 Uhr eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone. Hier erfahren Sie, wie es geht.

Ende der weiteren Informationen

Altenheime fordern Hilfe von Bundeswehr

Eine Altenpflegerin in Schutzausrüstunghält die Hand eines Bewohners.

"Wir brauchen Ihre Unterstützung - am besten heute!" So steht es auf der Internetseite des Frankfurter Verbands, des größten Trägers von Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen in der Stadt. Nicht erst seit eine neue Landesverordnung in Kraft getreten ist und nun Mitarbeiter einmal die Woche getestet werden müssen, sucht der Verband dringend Personal zur Durchführung von Schnelltests. Der Vorsitzende Frederic Lauscher fordert deshalb, Bundeswehrsoldaten in den Heimen und Behinderteneinrichtungen einzusetzen.

Mehr: Pflegenotstand in den Altenheimen

Arzthelfer für Impfzentren gesucht

Impfzentrum Eschwege

In zehn Tagen könnte es mit der Corona-Impfung losgehen. Davon geht die Gesundheitsministerkonferenz der Länder inzwischen aus. Gesucht wird weiterhin händeringend medizinisches Personal - und zwar weniger Ärzte, die die Landesärztekammer bereits Anfang Dezember gezielt angefragt hat. Vor allem fehlen noch medizinische Fachangestellte, die den Impfstoff injizieren.

Anders als Ärzte seien die Angestellten nicht zentral in einer Kartei erfasst, teilte der Verband Medizinischer Fachberufe auf Anfrage mit. Außerdem seien viele Mitarbeiterinnen in Arztpraxen bereits ausgelastet.

Da zu Beginn ohnehin nur wenige zehntausend Impfdosen zur Verfügung stehen werden, wird es für die erste Zeit wohl trotzdem ausreichend Personal geben. Erst im Laufe des kommenden Jahres könnte es eng werden.

Mehr: Impfzentren: Medizinisches Personal weiter dringend gesucht

Das Wetter: Auflockerungen und einzelne Schauer

In der Nacht zu Freitag bleibt es trocken. Es ist zunächst teilweise klar oder nur locker bewölkt. Im Laufe der Nacht bilden sich Hochnebel- und Nebelfelder. Tiefwerte: 5 bis 0 Grad, auf den Bergen 3 bis 2 Grad.

Am Freitag bleibt es trocken. Dazu ist es teils wolkenverhangen und neblig-trüb, teils freundlich oder sonnig. Im Laufe des Tages nehmen die Chancen auf Sonne etwas zu bei Höchstwerten von 3 bis 9 Grad, auf den Bergen von 4 bis 6 Grad.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 17.12.2020, 20.15 Uhr