Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Donnerstag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17.30 Uhr.

Keine Nachverhandlungen zum Frankfurter Koalitionsvertrag

Rathaus Frankfurter Römer

Hat das Viererbündnis aus Grünen, SPD, FDP und Volt im Römer noch eine Chance? Nach dem Nein der Frankfurter FDP-Mitglieder zum Koalitionsvertrag schließen die anderen Parteien Nachverhandlungen aus. "Drei Parteien von vier haben ihre Zustimmung gegeben, wie sollten wir jetzt in Nachverhandlungen eintreten? Dann müssten wir alle noch einmal vor Parteitage, das kann ich mir so nicht vorstellen", sagte der Vorstandssprecher der Grünen, Bastian Bergerhoff.

Am Mittwochabend hatte eine knappe Mehrheit der Frankfurter FDP-Mitglieder gegen den Vertrag gestimmt. Sie kritisieren die Vergrößerung des Magistrats von zehn auf elf Dezernate, die Duldung autonomer Zentren sowie die geplanten autofreien Zonen in der Innenstadt.

Mehr: Koalition in Frankfurt geplatzt - Nachverhandlungen ausgeschlossen

Weiterhin Mängel in Fleischindustrie

Die Kombination aus vier Fotos zeigt Stationen der Fleischverarbeitung: rechts unten reinigt eine Person ein Gerät mit einem Wasserstrahl, oben links zerlegen zwei Personen große Teile eines Tieres an einem Tisch, oben rechts zeigt ein Mann auf eine Wurstpackung - im Hintergund ein Fließband mit Wurstscheiben, links unten der Screen eines Smartphones mit einem Bild von Verwesung.

Es ist gerade einmal zwei Jahre her, dass der Wilke-Skandal ganz Deutschland vor Augen geführt hat, was passieren kann, wenn es in der Fleischindustrie nicht mit rechten Dingen zugeht. Damals haben unter anderem auch die Kontrollen versagt. Doch was hat sich seitdem in Hessen geändert?

Offenbar nicht viel. Noch immer wird in großen Fleischbetrieben zu wenig kontrolliert, es fehlen Berichte und auch Hygienemängel sind weiterhin existent. Auch die Behörden geben dabei kein gutes Bild ab, zeigt eine hr-Recherche.

Mehr: Fragwürdige Zustände in der hessischen Fleischindustrie

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Tierschützer besetzen Schlachthof

Tierschutz-Aktivisten haben sich auf einer Zufahrt zu Plukon mit Eimern voll Gips fixiert.

Im Gefügelschlachthof der Firma Plukon in Gudensberg (Schwalm-Eder) stand die Produktion am Donnerstagvormittag erst einmal still: Schon ganz früh am Morgen hatten rund 50 Aktivistinnen und Aktivisten alle Zufahrten des Schlachthofs blockiert. Einige Protestierende fixierten sich auf einer Einfahrt mit Eimern voll Gips, andere waren auf das Dach des Schlachthofs geklettert und hatten ein Transparent mit der Aufschrift "Shut down Tierindustrie" angebracht.

Die Organisatoren von "Gemeinsam gegen die Tierindustrie" forderten die Schließung des Betriebs - aus Gründen des Tierschutzes, aber auch, um die Beschäftigten vor Corona-Infektionen zu schützen. Beschäftigte sollen den Aktivisten berichtet haben, dass sie vom Betrieb nicht für Quarantäne freigestellt worden seien, obwohl sie Kontakte zu anderen Infizierten angegeben hätten. Geschäftsführer Frank Grundl wies die Vorwürfe entschieden zurück.

Mehr: Protestaktion gegen Plukon-Konzern

Supermarkt mit eigener Fischzucht und Basilikumfarm

Rewe-Markt in Wiesbaden-Erbenheim - Außenansicht

Neue Architektur, eine eigene Fischzucht und ein gläsernes Gewächshaus für Basilikum auf dem Dach: In Wiesbaden hat der Prototyp eines neuen Rewe-Marktes eröffnet. Eine Kombination aus Supermarkt und Farm, die so ressourcenschonend wie möglich bewirtschaftet werden soll. 

Gelingen könne das durch ein System namens Aquaponik, erklärt Nicolas Leschke, der mit seinem Start-up aus Berlin das Green-Farming-Projekt auf dem Supermarktdach leitet. In Fischtanks werden Buntbarsche gezüchtet, deren Ausscheidungen zugleich als Dünger für den Basilikum-Anbau verwendet werden soll. Auch die Bewässerung ist in einem Kreislauf mit den Fischtanks verbunden. So soll im Markt nachhaltig selbst produziert und Transportwege vermieden werden.

Mehr: Sieht so der Supermarkt der Zukunft aus?

Wetter: Wechsel aus Sonne und Wolken

Der Donnerstag geht in weiten Teilen des Landes mit Schauern und Gewittern zu Ende. Aufheiterungen gibt es am Nachmittag und Abend nur vereinzelt und die sind dann auch nur von kurzer Dauer. In der Nacht setzen sich die Schauer vor allem im Osten und Norden Hessens fort, nach Westen hin lockern die Wolken auf bei Tiefwerten von 8 bis 4 Grad.

Der Freitag bringt dann einen etwas freundlicheren Wechsel aus Sonne und Wolken. Meist ist es trocken, im Norden und Osten regnet es am ehesten. Die Temperaturen klettern auf 13 bis 19 Grad. Am Samstag ist es überwiegend freundlich mit Sonne und ein paar lockeren Wolken und Temperaturen zwischen 16 und 21 Grad.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 27.05.2021, 20:15 Uhr