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Knochenreste von vermisster Frau gefunden

Polizisten auf der Mülldeponie in Flörsheim

Die Aufgabe schien unlösbar: In einem 20.000 Tonnen umfassenden Schlackeberg auf der Mülldeponie Flörsheim-Wicker (Main-Taunus) suchte die Polizei seit Tagen nach den sterblichen Überresten einer Frau. Die 43-jährige Frankfurterin war seit dem 23. Oktober verschwunden. Ihr 37 Jahre alter Ehemann steht im Verdacht, sie getötet zu haben. Ohne eine Leiche wäre es schwierig, dem Mann die Tat nachzuweisen.

Rund 1.000 Tonnen Schlacke aus verbranntem Müll konnten die Beamten pro Tag durchsuchen, und zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, dass diese Aufgabe einige Wochen dauern könnte. Am Montag informierte die Staatsanwaltschaft Frankfurt über den schnellen Erfolg der Suche. In der Wohnung des 37 Jahre alten Tatverdächtigen waren zuvor Blutspuren gesichert worden. Gestanden hat er die Tat bislang jedoch nicht.

Mehr: Knochen von Vermisster auf Mülldeponie gefunden

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Pflegeheim-Deals der AWO werden überprüft

Das AWO-Sozialzentrum in Bruchköbel

Die Vorwürfe gegen die Arbeiterwohlfahrt (AWO) nehmen kein Ende. Jetzt beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit dem Verkauf von zwei Pflegeheimen aus dem Besitz der AWO Hessen-Süd. Geprüft wird der Verdacht eines Insichgeschäfts. Von Insichgeschäften spricht man, wenn Verantwortliche in ihrer Funktion für den Sozialverband Geschäfte mit gewinnorientierten Unternehmen machen, die sie selbst gegründet haben - und sich auf diese Weise quasi selbst einen Profit zuschieben.

Genau das soll Torsten Hammann gemacht haben. Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater war bis Mitte 2019 drei Jahre lang Generalbevollmächtigter des AWO-Bezirksverbands Hessen-Süd. Unter seiner Führung verkaufte die AWO ein Sozialzentrum in Langgöns (Gießen), kurz zuvor ein Pflegeheim in Bruchköbel (Main-Kinzig). Beide Häuser gingen an private Immobilienunternehmen, die Hammann gegründet hat und bei denen er Gesellschafter ist. Die AWO nutzt die Pflegeheime übrigens weiter, sie hat sie zurückgemietet.

Mehr: Die unsauberen Pflegeheim-Deals der AWO

Mini-Solarkraftwerke scheitern an Bürokratiehürden

Solarmodule auf einem Balkon in Kassel

Als Privathaushalt seinen eigenen Strom herzustellen, ist gar nicht so schwierig - und zwar auch ohne umständliche Dachinstallation. Seit einem Jahr kann man so genannte Steckermodule ohne Genehmigung im Garten oder auf Balkonen anbringen. Die Mini-Kraftwerke müssen lediglich beim Energieversorger formlos angemeldet werden. Ein Zähler registriert den erzeugten Strom, die Stromrechnung sinkt entsprechend.

In manchen Städten gibt es allerdings Probleme. Obwohl die Module nicht genehmigt werden müssen, ist die Montage verboten. Der Grund: Denkmalschutz oder die Erhaltungssatzung. Diese Satzung besagt, dass Gebäude so erhalten werden müssen, wie sie sind. Filigraner Balkon? Solarmodul verboten. So gibt es in ganz Frankfurt gerade mal zwei registrierte Steckermodule.

Mehr: Der schwierige Weg zum Solarkraftwerk auf dem Balkon

Nach Brückensperrung - Geduldsprobe für Pendler

Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke

Seit Sonntag ist die Theodor-Heuss-Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz gesperrt. Im Berufsverkehr am Montagmorgen zeigte sich, was das für die nächsten vier Wochen bedeutet. Das ganz große Chaos blieb zwar aus, aber auf den Autobahnen rund um Mainz staute es sich ordentlich. Das lag allerdings auch an einigen Unfällen. Alle Staus zusammengerechnet, kam die Polizei auf 45 Kilometer.

Auf Wiesbadener Seite hingegen war es am Morgen ruhig. Viele Autofahrer hatten die Brücke offenbar gar nicht erst angesteuert, sondern gleich die Ausweichstrecken genommen, wie der Leiter des Wiesbadener Straßenverkehrsamts sagte.

Mehr: Staus auf dem Mainzer Ring - Geduldsprobe für Pendler

Hütter drückt bei "alten Neuzugängen" den Reset-Knopf

Collage André Silva, Bas Dost und Djibril Sow

So, jetzt aber - alles auf Neuanfang. Eintracht-Trainer Adi Hütter hat bei seinen Sommerzugängen André Silva, Bas Dost und Djibril Sow den Reset-Knopf gedrückt. Von Neuzugängen kann man nicht mehr sprechen, aber für die drei soll der Januar ein Neuanfang sein - hoffentlich mit Happy-End.

Integration im Team wird bei den Frankfurtern groß geschrieben, aber das neue Trio war in den vergangenen Monaten oft als Fremdkörper unterwegs. Im Trainingslager in Florida wurde daran gehörig gefeilt. Zumindest für Bas Dost steht fest: "Es geht jetzt für mich los. Ich habe jetzt keine Ausrede mehr." Dann kann die Rückrunde ja kommen - sie beginnt übrigens schon am kommenden Wochenende.

Mehr: Silva, Dost, Sow und die Frage nach Fleisch und Blut

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 13.01.2020, 20.15 Uhr