Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Dienstag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17.30 Uhr.

Länder einigen sich auf Bouffiers Vorschlag zu Fans in Stadien

Die volle Fankurve von Eintracht Frankfurt

In den Stadien der Fußball-Bundesliga wird es schon bald wieder beeindruckende Geräuschkulissen geben. Die Bundesländer einigten sich am Dienstag in einer Videokonferenz darauf, in einem sechswöchigen Testbetrieb in den Arenen bis zu 20 Prozent der Zuschauerkapazitäten zuzulassen. Genau diese Zahl hatte zuvor Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier vorgeschlagen. Für die Frankfurter Eintracht hieße das, dass sie ihre Heimspiele wieder vor bis zu 10.300 Zuschauern austragen könnte.

"Wir haben das Pandemie-Geschehen gut im Griff", hatte Bouffier argumentiert und damit offenbar bei den Länderchefs Gehör gefunden. Die 20 Prozent sind allerdings an Bedingungen geknüpft. Liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, bei 35 oder höher und lässt sich das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzen, so sind weiterhin keine Zuschauer erlaubt. Auch Bouffier hatte gefordert, die 20-Prozent-Regel an lokale Gegebenheiten wie das Infektionsgeschehen und die Voraussetzungen zu knüpfen.

Die Frankfurter Eintracht hatte bereits die Erlaubnis gehabt, 6.500 Fans ins Stadion zu lassen, nun werden es also noch einmal deutlich mehr. Bisher handhabten die Länder die Angelegenheit noch sehr unterschiedlich. So fand das DFB-Pokalspiel des sächsischen Vereins Dynamo Dresden gegen den HSV am Montag vor rund 10.000 Fans statt, in anderen Stadien gab es gar keine Fans. Der Ruf nach einer bundesweit einheitlichen Regelung war zuletzt immer lauter geworden.

Mehr: Bundesländer einigen sich auf einheitliche Fan-Rückkehr / Bouffier will Stadien zu 20 Prozent auslasten

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Shortlist für Deutschen Buchpreis bekanntgegeben

Alle Titel der Shortlist nebeneinander

Noch sechs Titel sind im Rennen um den Deutschen Buchpreis 2020. Die Romane, die auf der sogenannten Shortlist stehen, hätten "durch ihre sprachliche Ausdruckskraft und formale Innovation überzeugt", erläuterte Jury-Sprecherin Hanna Engelmeier bei der Bekanntgabe der Liste am Dienstag. Die Titel widmeten sich biografischen und zeitgenössischen Themen auf überraschende Weise, sagte Engelmeier.

Die Nominierten sind Bov Bjerg mit "Serpentinen", Dorothee Elmiger mit "Aus der Zuckerfabrik", Thomas Hettche mit "Herzfaden", Deniz Ohde mit "Streulicht", Anne Weber mit "Annette, ein Heldinnenepos", und Christine Wunnicke mit "Die Dame mit der bemalten Hand". Der Deutsche Buchpreis wird jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse vergeben. Diese findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie digital statt.

Mehr: Diese sechs Bücher stehen auf der Shortlist

Schwarz-roter Schrecken: Vogelspinne in Wetzlar

Eingefangene Mexikanische Rotknie-Vogelspinne

Schwarz-rot hat in Wetzlar für reichlich Aufregung gesorgt. Grund des Anstoßes war aber nicht etwa eine große Koalition, sondern ein handtellergroßes behaartes Insekt. Anwohner hatten die Vogelspinne im Stadtteil Münchholzhausen über die Straße krabbeln sehen. Woher das Tier kam, bei dem es sich nach Polizeiangaben vom Dienstag um eine Mexikanische Rotknie-Vogelspinne handelte, ist unklar.

Möglicherweise wurde das Tier mit den schwarz-rot gestreiften Beinen ausgesetzt, es kann aber auch durchaus aus einem Gehege entwischt sein. Der Dillenburger Wildtier-Rettungsdienst nahm sich der Riesenspinne an. Für die Bevölkerung bestand laut Polizei keine Gefahr: Die Bisse der Spinne seien zwar giftig, für Menschen aber nicht gefährlich. Die Polizei sucht nun den rechtmäßigen Besitzer des Exoten.

Mehr: Rotknie-Vogelspinne krabbelt durch Münchholzhausen

Rekordverdächtige Septemberhitze

Sommer in Hessen

Mit Höchsttemperaturen um 33 Grad war der heutige Dienstag eigentlich viel zu warm für einen Septembertag in Hessen. Doch Werte jenseits der 30-Grad-Marke werden im neunten Monat des Jahres zunehmend zur Regel. So habe es seit 1990 schon zwölf Jahre gegeben, in denen noch im September entsprechende Temperaturen gemessen wurden, erklärte hr-Meteorologe Tim Staeger.

Der Wetterfachmann sieht in den hohen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit ein mehrfaches Problem. "Die Dürre verschärft sich, und die Böden trocknen weiter aus", sagte der Experte. Es brauche eine über Monate andauernde feuchte Witterung, um die Grundwasserbestände wieder aufzufüllen. Auch die Waldbrandgefahr steige weiter an. Der September-Rekord datiert übrigens auf den 13. September 1947. Damals wurden in Darmstadt 34,8 Grad erreicht.

Mehr: Rekordverdächtige Herbst-Hitze in Hessen

Das Wetter: Viel Sonne, kaum Wolken, sehr warm

Bis zum Abend scheint vielfach die Sonne, nur gelegentlich zeigen sich ein paar lockere Wolken, es ist aber trocken. Die Temperaturen erreichen noch 27 bis 32 Grad. Der Wind weht schwach aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht ist es leicht bewölkt oder sternenklar und überall trocken. Es kühlt auf 17 bis 10 Grad ab.

Am Mittwoch gibt es neben Sonne mal lockere und dünne, mal kompaktere Wolkenfelder, vereinzelt treten auch Schauer oder Gewitter auf. Die Höchstwerte liegen wieder zwischen 28 und 32 Grad. Auch in den folgenden Tagen gibt es viel Sonne und wenige Wolken, die Temperaturen gehen etwas zurück.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20.15 Uhr