Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Freitag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17.30 Uhr.

Land unter in Teilen von Hessen

Hochwasser in Büdingen

Tauwetter und kräftige Regenfälle haben vor allem in Mittel- und Osthessen einige Flüsse anschwellen und über die Ufer treten lassen. Zum Teil wurden historische Pegelstände gemessen, viele Straßen sind nicht mehr befahrbar. Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz. In Büdingen (Wetterau) standen Teile der Innenstadt unter Wasser, mehrere Keller waren vollgelaufen. Das letzte starke Hochwasser habe es hier 2003 gegeben - diesmal sei es heftiger, sagte der Stadtbrandinspektor dem hr. Auch andere Orte, wie etwa Nidda, Ranstadt, Kefenrod (alle Wetterau) oder Gründau (Main-Kinzig) waren betroffen.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie hatte schon am Donnerstag vor Hochwasser gewarnt. In den kommenden Tagen könnte es auch an Rhein und Lahn kritisch werden. Der Deutsche Wetterdienst sagte für Freitag und Samstag vor allem für Südhessen teils anhaltenden und kräftigen Regen voraus. Erst am Sonntag dürfte der Regen nachlassen.

Mehr: Hochwasser in Mittel- und Osthessen

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Zahl der Arbeitslosen steigt

Grafik mit den Arbeitslosenzahlen und der Quote von Januar 2021. Die Quote ist von 5,4% auf 5,8% gestiegen.

Trotz der Corona-Pandemie sank die Arbeitslosigkeit in Hessen Ende 2020 vier Monate in Folge. Doch inzwischen schlägt die Corona-Pandemie stärker auf den Arbeitmarkt durch, dazu kommt der Saison-Effekt: So stiegt die Zahl der Arbeitslosen in Hessen im Januar um fast 12.000 auf rund 199.000. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit um 0,4 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent.

Ein leichter Anstieg sei im Januar wegen des Wetters üblich, erklärte Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt allerdings das Ausmaß: Im Januar 2019 waren noch rund 40.000 Menschen weniger arbeitslos als in diesem Monat. Dieser deutliche Anstieg sei ganz klar auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, sagt Martin. Wie sich der hessische Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten entwickelt, hängt laut Martin von der Dauer des Lockdowns ab.

Mehr: Jetzt steigt die Zahl der Arbeitslosen in Hessen

Markus H.: "Gefährder" auf freiem Fuß

Markus H. verlässt den Gerichtssaal.

Markus H. ist am Donnerstag im Lübcke-Prozess vom Vorwurf der Beihilfe zum Mord freigesprochen worden. Er bekam eine Bewährungsstrafe wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, mehr konnte man ihm nicht nachweisen. Wo H. seit seiner Freilassung im Oktober untergekommen ist, ist der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt. Die hessischen Sicherheitsbehörden hingegen dürften es sehr genau wissen. Denn ihnen gilt H. als "Gefährder" - Freispruch hin oder her. Denn H.s rechtsextremes Weltbild wurde während des Prozesses vor dem Oberlandesgericht Frankfurt mehr als deutlich.

Das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) und das Landeskriminalamt (LKA) werden naturgemäß nicht bekanntgeben, ob und in welchem Umfang sie Markus H. künftig zu beobachten gedenken. In einer gemeinsamen Antwort auf eine hr-Anfrage halten beide Behörden ihre Aussagen allgemein: "Das LfV Hessen beobachtet hessische Rechtsextremisten - auch solche, die gerade erst aus der Haft entlassen wurden - im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags." Dabei seien auch Observationen oder Kommunikationsüberwachungen möglich.

Mehr: Wer hat Angst vor Markus H.?

Schiersteiner Brücke ist komplett

Das letzte Brücken-Teilstück wurde nachts eingepasst.

Mit einem Schiff und riesigen Flaschenzügen ist das letzte große Teilstück in die Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz gehievt worden. Das noch fehlende 2.000 Tonnen schwere, 120 Meter lange und 25 Meter breite Brückenteil wurde in der Nacht auf Freitag eingehoben.

Geplant ist, bis Ende des Jahres den Lückenschluss zwischen den Landeshauptstädten für den Verkehr freizugeben. Der weitere Bauablauf sehe noch Schweiß- und Korrosionsschutzarbeiten sowie Abdichtungsarbeiten auf der gesamten Brückenoberfläche vor. Außerdem muss der Straßenbelag noch aufgebracht werden.

Mehr: Das letzte Teilstück der Schiersteiner Brücke ist drin

Generalstaatsanwalt ermittelt zu Porno-Attacke auf Grundschule

Ein Grundschulkind sitzt mit einem Buch vor dem Laptop

Nachdem in einer Videokonferenz einer Grundschulklasse in Florstadt (Wetterau) Pornografie aufgetaucht war, hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt die Ermittlungen übernommen. Es gehe um den Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern, sagte eine Sprecherin am Freitag. Ermittelt werde in alle Richtungen. Man versuche derzeit, an Daten zu gelangen, um den oder die Täter identifizieren zu können. 

Nach Angaben des Kultusministeriums hatten die betroffene zweiten Klasse eine Videokonferenz über eine externe Software organisiert. Dabei habe sich ein Teilnehmer mit einem angeblichen Mädchennamen eingewählt, die Lehrerinnen von der Konferenz ausgeschlossen und Pornografie gezeigt.

Mehr: Videokonferenz gehackt: Unbekannter zeigt Pornografie vor Grundschulkindern

Wetter: Regen, Regen, Regen

Der Freitag ist geprägt von kräftigen und örtlich auch gewittrigen Schauern mit teils stürmischen Böen. In der Nacht zum Samstag gibt es bei vielen Wolken und einigen Auflockerungen noch hier und da Regenschauer. Gegen Morgen sind in Nordhessen dann wieder Schneeschauer dabei, denn dort sinkt die Temperatur auf -2 Grad, südlich des Mains bleibt es mit 7 Grad sehr mild.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20.15 Uhr